Jeb Dunnuck verlässt den Wine Advocate – Implodiert das Parker Imperium?

Jeb Dunnuck leaves WA

(NM) Jeb Dunnuck verlässt den Wine Advocate. Er macht sich ähnlich wie Antonio Galloni oder James Suckling unter eigenem Namen Selbständig. Ist das nur ein weiterer Schritt in der Implosion des Parker Imperiums? Oder steckt die „Marke“ Parker das locker weg? Erfahren werden wir es wohl nicht. Aber das System in Frage stellen dürfen wir schon.

Schauen wir einmal 10 Jahre zurück. Neben Robert Parkers Wine Advocate sind es der Winespectator und Jancis Robinson, welche auf globaler Ebene die wichtigsten Wein Kritiker Stimmen abgeben. Auf Regionaler Ebene gibt es noch weitere wichtige Instanzen. Allen „the Burghound“ Meadows für das Burgund, Platter für Südafrika, Maroni für Italien, James Halliday für Australien und Penin und Proenza für Spanien, um nur ein paar zu nennen. Auch reine Print Magazine wie Decanter, Wine Enthusiast oder das Wine and Spirits Magazine mischen bei den Bewertungen kräftig mit. Doch die „big boys“ sind Robinson, Parker und der Winespectator. Und wie schaut es heute aus? Weiterlesen

Guzzle Buddy – das Weinflaschen Glas für den großen Durst

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Als der „Guzzle Buddy“ gestern durchs Netz schwappte, dachten wirt noch es wäre ein Joke. Aber nein: Den Guzzle Buddy – quasi eine „Ausschenkhilfe“, die aus einer Flasche Wein ein extra großes Glas Wein macht, gibt es wirklich auch direkt bei Amazon.

Jetzt stellt sich uns die Frage: Wird es auch eine Weißwein, Champagner und Süßwein Variante geben? Hat sich Riedel schon eingeklinkt? Das wäre doch was nach dem Cola & Espresso Glass. Oder wird eine feine „Universal“ Variante von Zalto geben?

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„The original guzzle buddy turns your wine bottle into your oversized XL wine glass. It is the true, ultimate wine bottle glass, because everyone loves Weiterlesen

Christian Witte verlässt Schloss Johannisberg

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Schloss Johannisberg im Rheingau – Quelle: Schloss Johannisberg Facebook

(PT) Es wurde schon länger gemunkelt – jetzt ist es offiziell: Chrsitian Witte – seit 2004 Domänenverwalter – verlässt Schloss Johannisberg.

Und bleibt über Umwege doch:

„Christian Witte (46), seit 2004 Domänenverwalter der Fürst von Metternich’chen Domäne Schloss Johannisberg wird mit Wirkung zum 1.Oktober die Verantwortung für die internationale Vermarktung der Weine der gesamten Henkell & Co Gruppe in Wiesbaden übernehmen. Dies umschließt alle Exportländer außerhalb Europas.

Zukünftig wird die Fürst von Metternich-Winneburg’sche Domäne Schloss Johannisberg in Nachfolge von Herrn Witte gemeinsam von Stefan Doctor und Marcel Szopa geführt.

Während Stefan Doktor für den Vertrieb der Schloss Johannisberger un G.H. von Mumm’schen Weine zuständig ist, verantwortet Marcel Szopa zentral die Produktion. Beide übernehmen ihre Aufgaben ebenfalls zum 1.Oktober 2016.

Stefan Doktor (43) hat im Jahr 2016 sein Studium an der Weinakademie Österreich erfolgreich abgeschlossen. Nach seiner Karriere als Sommelier in der Top-Gastronomie ist er bereits seit 2008 auf Schloss Johannisberg in verantwortungsvoller Funktion tätig und betreut die Kunden für dessen Rheingauer Premiumweine.

Marcel Szopa (34) ist seit 2012 in der Henkell & Co.-Gruppe verantwortlich für die Sektherstellung, zu der auch Fürst von Metternich Sekt gehört.Die Aufgaben auf Schloss Johannisberg übernimmt er zusätzlich.

gez. Christian Witte, Stefan Doktor, Marcel Szopa“

Quelle: Schreiben des Gutes datiert auf den 9.9.16

Award, Award, wir haben ein Award!

Da isser! Der Lieblings Award!

(NM) Jedes mal wenn ich neue Artikel auf meinem Lieblings Weinblog lese, freue ich mir ein Schnitzel in dem Bauch. Denn Felix Bodmann und sein Weinblog „der Schnutentunker“ geben mir in Sachen Wein 2.0 eine innere Zufriedenheit und Bestätigung, welche mich persönlich immer wieder antreibt, hier in Sachen Wein weiter zu missionieren. Und dann das: Felix vergibt Drunkenmonday einen „Liebster Award“. Ein Award. Für Drunkenmonday. Toll!

Der Liebster Award ist dafür ausgelegt die „guten alten Blogger Zeiten“ wieder etwas zurück in die Realität von 2016 zu holen. „Damals“ wurde zum Beispiel fleißiger Blogübergreifend verlinkt, kommentiert und ausgetauscht. Wir waren das A-Team der virtuellen Weinszene, gejagt von den großen alten Recken der Weinaufsicht. Wir erlaubten uns Punkte zu veröffentlichen, ohne vorher Wein im Wert eines Einfamilienhauses gesoffen zuhaben. Wein-Meinungs-Revoluzzer. Hach, schön wars.

Der Liebster Award!

Doch nun genug der nostalgischen Gedanken. Hier die Regeln für den Liebster Award: Weiterlesen

Träubchen wechsel dich…

Wurzelwerk und Winzers Beitrag: Mehr als nur Trauben tauschen...

(NM) Eines der spannendsten Wein „Projekte“ der letzten Jahre wurde vor kurzem in dem Berliner Restaurant „Weinbar Rutz“ vorgestellt.

Die Frage:
Was passiert wenn drei begnadete Riesling Winzer ihre Trauben aus ihren besten Lagen tauschen, und jeder jeden Wein separat im Keller ausbaut?

Terroir ad absurdum?

Alles über dieses revolutionäre Projekt könnt ihr hier nachlesen: Weiterlesen

Parker laufen die Leute weg – Antonio Galloni verlässt den Wine Advocate

Antonio Galloni geht eigene Wege...

(NM) Turbulente Zeiten für Bobby Parker und seinen den Wine Advocate. Nach dem Umzug nach Singapur und dem Verkauf des WA an asiatische Investoren, laufen „his Bobness“ nun die guten Leute weg.

Mit Antonio Galloni macht sich Parkers bester Mann unter eigener Webseite selbstständig und kehrt dem WA damit den Rücken. Dabei war Galloni in 2012 Parkers fleißigster Mitarbeiter. Weiterlesen

Der Anfang vom Ende der Parker Punkte

Wine Advocate - Weg von Parker

(NM) Robert Parker verkauft sein Wine Advocate. So war es zumindest für Abonnenten seiner Publikation am 9. Dezember im WA Forum zu lesen. Die Käufer sind eine nicht näher bekannte Investoren-Gruppe aus Singapur, welche im IT und Finanzsektor zu Hause sind. Es wird auch weitere fundamentale Änderungen im Wine Advocate geben: die ebenfalls in Singapur ansässige Lisa Perrotti-Brown wird „editor-in-chief“, Hauptverantwortliche für alle Publikationen. Somit gibt Parker nun auch diese wichtige Rolle ab (Kalifornien verkostet schon seit einem Jahr Antonio Galloni) und wird sich wohl nur noch auf das konzentrieren, was er besonders mag: Bordeaux und Rhone.

Die neuen Eigentümer denken wohl auch über eine Erweiterung des Wine Advocate als kosolidiertes PDF nach Weiterlesen

Ein neuer Wein-Film: A Year in Burgundy

A Year in Burgundy

(NM) Kurz und knapp: Ein neuer und sehr interessanter Wein-Film feiert diesen Herbst Premiere: A Year In Burgundy.

In dem Film werden 7 Winzer aus dem Burgund ein Jahr lang begleitet. Er gibt tiefe Einblicke in die verschiedenen Arbeitsweisen, Ansichten und Passionen der einzelnen Persönlichkeiten rund um den Wein dieser einzigartigen Weinbauregion. Ich denke der Film wird nicht nur Liebhaber großer Burgunder ansprechen, sondern auch den romantisch angehauchten Wein-Connaisseur zufrieden stellen. Aktuell sind erste Vorführungen in den USA geplant. Bezüglich Vorführungen in Deutschland oder einer DVD Veröffentlichung sollte man sich auf der Webseite des Films auf dem Laufenden halten.

Der Trailer: Weiterlesen

Auf der Suche nach dem Superglas…

Auf der Suche nach dem Superglas...
(NM) Das Weinglas nicht gleich Weinglas ist, sollte in der Regel jeder wissen, der Rotwein geschmacklich von Weißwein unterscheiden kann. Diskussionen welches oder wie viele Weingläser der Weintrinker „braucht“ sind endlos. Ich möchte heute hier einmal zwei „High-End“ Allrounder Weingläser Kopf an Kopf miteinander/gegeneinander vergleichen. Es sind das Zwiesel „the First“ Degustation und Zalto Denk’Art Universal. Der Test wird mit 3 Weinen durchgeführt. Ein relativ kräftiger Mosel Riesling, ein etwas reiferer Sauvignon Blanc aus Österreich und einem Gamey aus dem Morgon. Alle drei Weine liegen in dem Aufgabengebiet der Gläser.

Ein paar Worte zur Verkostung: Es wurde etwa die gleiche Menge an Wein zur gleichen Zeit in die Gläser gefüllt. Der Wein wurde gerade in den Mund über die Zunge laufen lassen, ohne ihn dabei im Mund zu wirbeln oder großartig durchzuspülen. Diese Praktik wird eher beim Wein trinken und weniger beim Wein verkosten angewendet. Durch die unterschiedlich großen Öffnungen der Gläser gab es schon beim Ansetzen des Glases an den Mund verschiedene Lippenstellungen. Daraus resultierten verschiedene Einlaufwinkel des Weins auf die Zunge. Dies sollte sich später als wichtiger Faktor herausstellen.
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Ein Rückblick: WineVibes Vol.2 – oder: Wenn der Winzer mit dem Kunden tanzt

WineVibes Vol.2 - die Winzer

(NM) Für mich als (angehender ex) DJ und bekennendem Wein-Enthusiast gibt es nicht schöneres wie seinen beiden großen Vorlieben an einem Abend zu begegnen: Wein und Musik. Genauer gesagt: viel Wein und laute Musik. Noch genauer: viel guter Wein und laute, elektronisch angehauchte Musik. So geschehen am Abend des 18. Februar 2012, in den Hallen der Ars24 Studios in München auf der WineVibes Vol.2!

Das ich als DJ keinen großen Rave bis um 10 Uhr morgens erwarten konnte war klar. Das Publikum war bunt gemischt. Junge Winzer trafen auf junges, weininteressiertes Publikum, ältere Winzer auf etwas ältere, belesenere Semester und umgekehrt. Alle hatten an diesem Abend eins gemeinsam: Viel Spaß! Die Musik wurde von meinen beiden DJ Kollegen (Michael Reinboth und Pierre Schrader) und mir für Club Verhältnisse bewusst recht locker gewählt. Da verlief sich schon mal Pink Floyd’s „Another brick in the wall“ in einen 4/4 Takt oder „The Sound of Silence“ groovte in der Version von Duptribe aus den Boxen. Dank der unglaublich filigranen und leichten Weingläser von Zalto (Denk’Art Universal!) konnte auch locker mit Glas in der Hand getanzt werden. Schön!

Es geht hier um den Wein!

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Nachgerochen: Das Fehl-„Duft“ 1×1

Die Aromabar Fehldüfte

(NM) Der Markt wird momentan überschwemmt von sinnvollen und sinnfreien Spielzeugen für den wissensdurstigen Weintrinker. Doch viele dieser Gimmicks schaffen es dauerhaft nicht, einen wirklichen Mehrwert in den Alltag der Konsumenten zu bringen. Eines welches ich aber nicht mehr missen möchte, ist die Aromabar der Wein-„Fehldüfte“.

Fehl-Duft? Ist das nicht ein Wiederspruch in sich? Ein Duft wird oft als positive Geruchswahrnehmung definiert. Leider sind Kork, Michsäure oder ein Essigstich häufiger im Weinduft (und Geschmack) anzutreffen, wie uns das lieb ist. Oft wird dieses aber nicht als Fehler direkt erkannt. Der Wein missfällt dem Trinker, der Fehler wird als solcher nicht wahrgenommen und eine schlechte Bewertung folgt auf dem Fuße. Um sich der Vielzahl der durch Herstellungsfehler oder Verschlüssen erzeugten Missgerüchen bewusst zu werden, bietet die Aromabar „Fehldüfte“ eine großartige Grundlage zur Fehleranalyse. Folgende 12 Weinfehler-Duftproben sind in dem Set enthalten: Weiterlesen

Riesling auf dem iPad pflanzen? Geht – mit dem Kultspiel „Winzer“ für das IOS

Winzer für das IOS

(NM) Da staunte ich nicht schlecht: Die „Wirtschaftssimulationen“ Winzer aus dem Jahre 1994 ist nun auf das IOS adaptiert worden. Nun können alle iPhone und iPad User für nur 1,59€ auf ihren iGerät fröhlich los“winzern“. Für alle Freunde des „Retro-Gaming“ wie u.a. Zak McKracken, Monkey Island or Day of the Tentacle mit Sicherheit ein netter Spaß. Weiterlesen

An Weihnachten sollst du auf den Wein achten!

(NM) Zu Beginn möchte ich aber erst einmal einen zu dieser Jahreszeit recht populären Spruch an die Leserschaft dieses Blogs richten:

Drunkenmonday wünscht euch und euren Familien frohe Weihnachten!:

Frohe Weihnachten

Nachdenklich.

Auf das Ihr euch in besinnlicher Atmosphäre in den nächsten Tagen zu genüge gutes Essen und guten Wein schmecken lasst! Doch warum eigentlich nur in den nächsten Tagen? Bei einem Blick auf den (W)Einzelhandel die Tage wird mir schwindelig. Zum Fest der Feste versucht jeder dem Kunden die Wein-Premium-Klasse an das Bein zu tackern. Weihnachten muss der Barolo (auch wenn nur aus dem Aldi für 10€), Brunello, Spanien Gran Reserva mit Goldnetz oder ein 3er Cru aus dem Bordeaux auf dem Tisch stehen! Den Rest des Jahres tut es auch der Dornfelder halbtrocken. Warum trinkt Weindeutschland nur über Weihnachten das „gute Zeug“? Weiterlesen

Göttliche Hilfe? Aldi-Wein als Papst Geschenk – gesehen bei Jauchs Jahresrückblick 2011

Ein guter Tropfen?

(NM) Kurioser Titel. Ich muss zugeben ich habe nicht schlecht gestaunt, als gestern der 9 jährige Katholik Tobias Schulte in Günther Jauchs Jahresrückblick 2011 auf RTL eine Flasche „2009er Edition Fritz Keller Spätburgunder“ aus seiner weißen Papiertüte zog. Doch was hat das ganze mit Aldi und dem Papst zu tun? Weiterlesen

Braufactum : Bier 2.0

Braufactum(NM) „… aus dem Herzen der Natur“. Herrlich! Bier-Romantik. Millionen von Deutsche lieben dieses Getränk: Bier. In Deutschland hangelt es sich seit 500 Jahren um ein Reinheitsgebot. Beständige Qualität. Gleicher Geschmack. Unkompliziert und frisch soll es sein. Das ist es was der Konsument in der breiten Masse wünscht. Daran ist auch an sich nichts verkehrt. Doch es gibt einen Schlag von Menschen, die auch bei dem Bier-Genuss „etwas mehr“ möchten. Hier kommt Braufactum ins Spiel. Braufactum hebt das Biererlebnis für den ambitionierten Biertrinker auf ein neues Level. Bier 2.0 sozusagen.

Die Philosophie von Braufactum ist an sich so einfach wie einleuchtend: Sie möchten die großen und außergewöhnlichen Biere dieser Welt für den deutschen Markt unter einem Dach verfügbar machen. Somit begann im Dezember 2009 für drei Bierfachleute eine spannende Reise rund um den Globus. Fündig wurde man schlussendlich in Italien (Baladin, Birrificio Italiano), Belgien (Palm, Boon, Rodenbach), Schottland (Harviestoun), USA (Brookly Brewery, Firestone Walker) und England (Marston’s). Aufgestockt mit eigenen Braufactum Bieren entstand eine der interessantesten Bier-Kollektionen Deutschlands.

Braufactum Biere

Eine runde Sache!

Besonders gut an Braufactum gut hat uns die Tatsache gefallen, dass hier das Konzept des außergewöhnlichen Biergenusses von Anfang bis Ende absolut konsequent durchdacht und ausgeführt wurde. Weiterlesen

Guter Kork, böser Kork, Plastik Kork

Plastik Kork funktioniert!(NM) Dem „Problemkind“ Naturkorken wurde gerade erst von unserem geschätzten Blogger-Kollege Dirk Würtz die Windeln gewechselt. Es ging hoch her, es wurde viel diskutiert, nicht nur zwischen den Zeilen kritisiert und Qualitäten in Frage gestellt. Doch diesem teilweise „stinkenden“ Thema werde ich mich heute nicht widmen. Vielmehr weckte der oft geschundene und geprügelte Plastikkorken meine volle Aufmerksamkeit.

Neulich öffnete ich von einem meiner Lieblingsweingüter der Toskana „Avignonesi“ einen 1999er Avignonesi „Rosso di Toscana“. Ich gebe zu, dass dieser Rosso nicht gerade das Ende der Qualitätsspitze des Hauses markiert. Der Blend aus Sangiovese, Cabernet Sauvignon und Merlot rangiert eher in den Einstiegsqualitäten des Traditionsweingutes aus Montepulciano. Der aktuelle Jahrgang liegt in dem 13-15€ Bereich. Umso mehr wunderte mich die Tatsache, dass nach dem öffnen mich ein lupenreiner Plastikkorken anlächelte. Weiterlesen

Wie Originel – REWE Wein goes BIO

Originel Wein von Barton und Guestier

(JR) Bioware wird zunehmend auch von Supermärkten und Discountern verkauft. Doch Skepsis ist angebracht. Das BIO Siegel der EU hat durch gezielte Lobby Arbeit der Food Industrie mit den Idealen der Biobewegung nicht mehr allzu viel zu tun. Alles kann und darf sich BIO nennen, auch wenn nur ein Teil des Produktes biologisch erzeugt wurde. Ökologisch produzierte Lebensmittel dürfen laut EU Verordnung zudem bis zu 0,9 % gentechnisch veränderte Organismen enthalten. Synthetische Pestizide? Auch kein Problem für das BIO Label.

Ganz übel kann es den „biologisch“ erzeugten Weintrauben nach der Lese dank moderner Kellertechnik ergehen. Hier ist – trotz BIO – buchstäblich alles erlaubt: Mostkonzentration, Kaltvergärung, Schwefel bis der Arzt kommt, genetisch veränderte High-Tech-Hefen – you name it. Weiterlesen

Problematik (?) Parker Punkte: Transparenz vs. gute Geschäfte vs. global Branding

Wunschdenken?

Wunschdenken?

(NM) Achtung, ich überspitze jetzt: Jeder Weinhändler, der mit Parker Punkte auf Prospekten, in Newslettern oder auf Webseiten um sich wirft, lügt und bescheißt den Kunden.

Robert Parker ist ein viel beschäftigter Mann. Und er ist ein Brand, eine Marke, die viele Menschen falsch interpretieren. Wenn man sich auf Seiten wie Proidee/Weinkeller einmal genauer umschaut, wird dem Kunde unmissverständlich suggeriert, Robert Parker würde die ganze Welt der Weine verkosten. Weiterlesen

Wenn der Sommelier falsch liegt …

… oder das Qualitätsmanagement des Weingutes versagt.

(NM) Ein schöner Fehldruck eines Rückenetikettes fiehl mit neulich in die Hand. Da schmeckt der frische und geradlinige (und ganz nebenbei überteuerte und langweilige) Rully aus 100% Chardonnay schon mal nach Kirschen, Johannisbeeren, Brombeeren, Champignons und Unterholz. Aber seht doch selbst:

Finde den Fehler

Weinrallye #44: Der „beste“ Wein der Welt kommt von der Rhône*

Der beste Wein der Welt

(NM) Richtig gelesen! Der beste Wein der Welt kommt von der Rhône! Passend zur Weinrallye #44. Es ist der 1988 E. Guigal Côte-Rôtie „La Mouline“. Woher ich das weiß? CellarTracker* gibt mir die Antwort. Guigal’s 1988er Einzellagen Côte-Rôtie „La Mouline“ ist der Wein, der von der CellarTracker-Community von allen Weinen durchgehend die besten (in 27 einzelnen) Bewertungen bekommen hat: im Schnitt 98,7 von 100 Punkten! Somit setzt er sich locker vor Weine wie einen 2001 Château d’Yquem, 1989 Petrus, 1959 Château Lafite Rothschild oder einem 1982 Château Latour. Interessanterweise finden sich in den Top 10 der auf CellarTracker bewerteten Weine noch vier weitere Weine von der Rhône: 1983 E. Guigal Côte-Rôtie „La Mouline“ (Platz 4), 1999 E. Guigal Côte-Rôtie „La Mouline“ (Platz 7), 1999 E. Guigal Côte-Rôtie „La Turque“ und 1989 Château de Beaucastel Châteauneuf-du-Pape „Hommage à Jacques Perrin“.

Um einen Wein „den besten Wein der Welt“ zu nennen, muss man sich schon weit aus dem Fenster lehnen. Weiterlesen

Big Bottles sind zum trinken da: Das „Grand Cru Weinrestaurant“ in Frankfurt Sachsenhausen

Grand Cru Weinrestaurant(NM) Jeder kennt das Problem: Der Italiener/Grieche/Schnitzelhaus um die Ecke glänzt mit einem „Rotwein Trocken“ Eintrag in seiner Speisekarten unter dem Punkt „Wein“. Wenn wir alle Glück haben, weiß der Kellner auch noch Rebsorte und/oder Land des edlen Tropfens. Genau den entgegen gesetzten Weg geht das Grand Cru Weinrestaurant in Frankfurt am Main. Hier findet man auf der sich ständig im Wandel befindlichen Weinkarte rund 300 Positionen, viele davon aus Deutschland. U.a. Weine von Huber, Peter Jakob Kühn, Dönnhoff, Fendel, Spreitzer, Philipp Kuhn, Knipser, Künstler, Duijn, Jean Stodden und Leitz kann man dort finden. Neben den „festen Positionen“ auf der Karte, sind auch regelmäßig viele wechselnde offene Weine Glasweise zu erwerben. Nicht selten kommen diese auch aus Großflaschen, sprich Magnum, Doppel-Magnum oder größer. Ich wurde persönlich vor kurzem mit einem Glas Riesling Brut von Bassermann-Jordan aus der Magnum begrüßt. Und das an einem Dienstagabend. Sehr nett. Weiterlesen

Männerspielzeug: Bosch IXO Vino im Test

Bosch IXO Vino(NM) „I need to buy this! This is so German!“ Dies waren die Worte eines amerikanischen Blogger Kollegens, welcher mich Anfang Mai während seines Deutschlands Trips für zwei Tage besuchen kommt. Somit dient mein Keller als Sammel- und Abladestelle für „German Nippes“, welchen er über Amazon/EBay-Deutschland „straight to my house“ senden lässt. Super. Einer der Pakete offenbarte ein eher belächeltes Wein-Gimmick: Den Bosch IXO Vino.

Eigentlich ist der Bosch IXO Vino nur der Mini Akkuschrauber Bosch IXO plus dem Korkenzieher Aufsatz „Vino“. Knapp 45 Tacken kostet der Spaß bei Amazon. Ordentlich Kohle für einen Korkenzieher. Aber wer 280€ für ein Laguiole „Sommelierbesteck“ ausgeben kann… Lassen wir das. Hier nun der Test. Weiterlesen

Wein-Gimmik: Menu Wine Breather

Wine Breather(JR) Wein-Gimmiks findet der Weinliebhaber wie Sand am Meer: Thermometer, High-Tech-Korkenzieher, Pumpsysteme, Spezial-Gläser und vieles (Un-) Sinnige mehr hat der findige Handel im Angebot. Wirklich innovative Produkte jedoch sind selten geworden. Der „Wine Breather“ ist eine der raren Entdeckungen, die ich nicht mehr missen möchte.

Dekanter machen eigentlich nur Sinn, wenn ein Wein viel zu jung getrunken werden soll/muss. Einen gut gereiften Wein in der Karaffe stundenlang „atmen“ zu lassen, ist ein weit verbreiteter Unsinn. Ein Blick in so manche Verkostungsnotiz älterer Jahrgänge auf www.cellartracker.com spricht da Bände. Auf der anderen Seite macht das Dekantieren bei einem verschlossenen, jungen Wein mit „guten Anlagen“ viel Sinn. Nur wer will oder kann schon immer zwei und mehr Stunden warten, oder hat z.B. anlässlich einer Weinprobe für jeden Wein eine eigene Karaffe zur Hand? Hier schlägt die Stunde des Wine Breathers. Weiterlesen

Tscheppe & Strohmeier im RETTERs – steirisch, biodynamisch, schwefelfrei

strohmeier_weinEmpfehlung des Kulinarische Salons: Zu Gast bei Nicole Retter im Fein/Weinschmecker am Viktualienmarkt: Andreas Tscheppe und Franz Strohmeier, zwei steirische Winzer. Süd der eine, West der andere, aber beide biodynamisch versiert und auch mit schwefelfreiem Wein experimentierend. Ihre tiefgründigen, vielschichtigen Weine können am Donnerstag 17. März im Rahmen eines exquisiten RETTERs-Menüs verkostet werden. Und weil die Winzer selbst da sind, gibt es auch reichlich Gelegenheit, sich über deren Arbeitsweise zu unterhalten.
Hier der genaue Plan für den Abend: Weiterlesen