Herzenswein, Hagel und Frost. Andreas Tscheppe und die grüne Libelle.

2013 Tscheppe Grüne Libelle

Dieser Artikel ist unser Beitrag zu aktuelle Weinrallye #101: Herzensweine. Gastgeber sind wir selbst, der Drunkenmonday Weinblog.

(NM) Der Arbeitsplatz eines Winzers bewegt sich in der Regel zwischen Weinberg, Weingut und Weinverkaufsveranstaltung. In durch Wände, Dächer, Türen und Toren räumlich getrennten Einhausungen kann er Temperatur und Luftfeuchtigkeit meist selbst bestimmen, ist also nicht auf Mutter Natur angewiesen. Sogar die Wunschwärme bzw. Kälte der Gärung im Stahltank kann bei guter Ausstattung der Gerätschaften mitgegeben werden. Draußen im Wingert sieht das für seine Trauben natürlich ganz anders aus.

Südsteiermark

Wünsch dir was.

Der beste Freund des Winzers ist ein gut gestimmter Petrus. Weiterlesen

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Lost in singularity: 2006 Werlitsch Ex Vero III

2006_werlitsch_ex_vero_III

(NM+GE) Es gibt Wein Erlebnisse im Leben eines Wein-Verrückten, die bleiben einem nachhaltig in Erinnerung. Ob man das jetzt so geplant hat, oder nicht. Egal, denn es gibt Weine die fesseln auf einer Ebene, die über dem „das schmeckt jetzt aber unglaublich gut“ steht. In dem Moment, wo der Geschmack, die Textur und das Erscheinungsbild des Weines über Zunge, Gaumen und Nase im Gehirn Emotionsbrücken bauen, wird aus dem „einfachen“ Getränk Wein ein gefühlstransportierender Seelenverwandter. So einfache Aufgaben wie runterschlucken (oder im „Worst Case“ ausspucken) werden zu nahezu unüberwindbaren Barrikaden. Man fühlt sich so hingezogen zu dem Geschmack, besser, der Anmut des Weines, dass man ihn am liebsten nicht mehr los oder gehen lassen möchte. Nach dem unvermeidlichen leeren des Glases und letztendlich der Flasche tritt ein Gefühl der Sehnsucht ein. Nicht der Rausch ist das Objekt der Begierde, nein, dieses gemeinsame Miteinander, dem Zustand des perfekten vinophilen Moments wird nachgetrauert. Begleitet wird dies alles durch Reaktionen von ungläubigem Kopfschütteln, über Gänsehaut bis hin zu Honigpferd-artigen Lachmuskel-Konstellationen im Gesicht des Betroffenen. Wein berührt die Seele. Der 2006er Werlitsch Ex Vero III hat meine berührt. Tief und Nachhaltig. Weiterlesen

Stifte raus, aufschreiben: 2012 Bietighöfer Sauvignon Blanc GR

2012_bietighoefer_SB_GR

(NM) Sauvignon Blanc. Längst in der Deutschen Weinwelt angekommen, tut es sich diese Rebsorte besonders schwer, in Deutschland qualitative Spitzen zu erreichen. Nur einige wenige Winzer trauen sich den nächsten logischen Schritt – weg vom „fruchtigen Sommerwein“ aus dem Stahltank und hin zu dem komplexen, tiefgründigen und mit Reifepotential versehenen Spitzengewächsen – einzuschlagen. Stilistisch suchen wir auch immer noch unseren eigenen „deutschen“ Sauvignon Blanc Stiefel, gelegen irgendwo zwischen Typ Stachelbeer-Mango-Maracuja aus Neuseeland und Gras-Paprika-Brennesel-Feuerstein von der Loire. Zwischen all diesen Selbstfindungs-Weinen darf ich euch heute einen der besten deutschen Sauvignon Blanc vorstellen, den ich bis dato im Glas hatte: 2012 Bietighöfer Sauvignon Blanc GR Weiterlesen

Ein Hieb vom Kalkriff: Hanewald-Schwerdt Sauvignon Blanc

Hanewald Schwerdt Sauvignon Blanc  "Kalkriff"

(NM) Jedes Mal wenn ich Stephan Schwerdt vom Bad Dürkheimer Weingut Hanewald-Schwerdt treffe, reißt mich seine Passion und sein Enthusiasmus zum Thema Wein geradezu mit. Der studierte Geisenheimer ist sozusagen das kommunikative und repräsentative Aushängeschild des Weingutes. Auf der diesjährigen Präsentation des Barrique Forum Pfalz, wo auch Hanewald-Schwerdt Mitglied sind, konnte ich mich mit genügend Zeit und Muße fast durch das gesamte Sortiment probieren. Und was soll ich sagen: Ich war schwer beeindruckt. Durch das ganze Sortiment zeichnete sich klare Linie von fokussierten, klaren, Lagen- und Sortentypischen Weinen ab, alles ohne viel Schnickschnack und Zauberei. Und das zu teilweise sensationellen Preisen für die gebotenen Qualitäten. Stephan schickte mir danach ein paar Probe-Flaschen vorbei, damit ich hier im Detail meine Highlights des Weingutes vorstellen kann. Den Anfang machen die beiden Sauvignon Blanc „Kalkriff“ aus den Jahren 2011 und 2012. Weiterlesen

Boudier & Koeller in: Die neue Pfälzer Leichtigkeit

2012 Boudier & Koeller -  die neue Pfälzer Leichtigkeit

(NM) „Deutscher Wein“ steht hinten auf dem hübschen Etikett. Vorne, unter dem klangvollen Namen „Boudier & Koeller“, so etwas wie „Coming Out“ oder „Mathilde von Tuszien“. Was hat das nur alles zu bedeuten? Drunkenmonday klärt auf.

Mal wieder haben die Medienagenten ihren Fuß in der Tür. In letzter Zeit fällt mir schon beängstigend häufig auf, dass immer wenn mir ein Label angenehm ins Auge strahlt, die Designer-Burschen aus Bad Dürkheim daran herumdesignt haben. Dazu schmeckt der Wein auch fast immer ganz vorzüglich. Und daran wird sich auch heute nichts ändern. Hübsch verspieltes Label kombiniert mit wunderbaren Weinen. Diese kommen von den Traditions-freien „Senkrechtstartern“ der Nordpfalz: Boudier & Koeller.

Die Story hinter diesem „neuen“ Weingut klingt eigentlich wie ein alter Hut: Zwei Männer im besten Alter haben die Nase voll von ihren gutbezahlten Jobs und machen ein Weingut auf. Soweit so gut. Nur was Dr. Robert Boudier und Elmar Koeller von den meisten ihrer Vorgänger unterscheidet ist eins: Mut zum Selbstversuch. Denn die beiden legen im Weingut selbst Hand an – zu 100%. Nach dem das Pfarrhause 2007 im idyllischen Stetten (Nordpfalz) gekauft und auf Hochglanz poliert wurde, widmete man sich ab 2010 dem Weinmachen. Der erste Jahrgang war 2011. Ab April 2013 wurde mit der Verpflichtung von Jan Gross (ehemals Herr der Reben bei dem Pfälzer Weingut Karl Schaefer) der nächste Turbo gezündet. Eine kleine Auswahl aus dem Jahr 2012 stelle ich nun heute euch vor. Vorhang auf. Weiterlesen

„Freie Weine“ aus Südtirol

Freier Wein aus Südtirol

Christoph Richter von wein-aus-suedtirol.eu zu Gast bei Drunkenmonday.

(JR) Südtirol ist ein Schmelztiegel der Kulturen und Gegensätze. Alpine und mediterrane Lebensart treffen hier aufeinander und führen gerade in Sachen Wein immer wieder zu interessanten Neuentdeckungen. Christoph Richter, engagierter Importeur aus Hersbruck, war an diesem Abend angetreten, uns die eher unbekannteren Weine der freien Weinbauern Südtirols vorzustellen. Sie bilden den Schwerpunkt seines Programms. Mehr hierzu sowie Bestellmöglichkeiten findet man auf seiner interessanten Webseite wein-aus-suedtirol.eu.

„Wir mußten Künstler sein!“

Zum Einstieg gab es einen spannenden 2012 Weisser Burgunder von Andi Sölva. Weiterlesen

Mit den Wurstagenten auf dem Medienmarkt – oder GG-Schorle aus dem 0.5l Dubbe-Glas

Schwindelig? Wurtstmarkt 2012.

(NM) Ich mag eigentlich keine großen Volksfeste. Das falsche Laut, teuer, viel Brüll, Schrei, Tob und Kotz plus schlechte Musik bedeuten für mich sehr wenig Spaß. Dennoch machte ich mich auf, um erstmalig das größte Weinfest der Welt zu erkunden: den Bad Dürkheimer Wurstmarkt. Der Grund? Die in Derkem (Pfälzer-Deutsch für Bad Dürkheim) ansässigen Medienagenten hatten zum Weinblogger Treffen gerufen. Und bei solchen angenehmen Zeitgenossen sagt man gerne zu. Denn neben Schorle-Exzessen auf dem Markt wurde vorher in den heiligen Hallen der Agenten hochspannendes aus den Tanks und Fässern einiger Dürkheimer Winzer verkostet. Inklusive deren Anwesenheit. Für gute und lange Gespräche war also gesorgt!

Das LineUp das Bad Dürkheimer Wein-Runde

Die Medienagenten sind in der Deutschen Weinwelt schon lange keine Unbekannten mehr. Weiterlesen

Weißwein im Barrique: Rings Sauvignon Blanc vs. Wittmann Chardonnay

(NM)Deutschland, deine Barrique-Weine... Weißwein und Barrique-Ausbau verlangt von der Winzer-Zunft viel Fingerspitzengefühl. Bei minderwertigen Trauben, ausdrucksschwachen Rebsorten oder exzessivem Toasting der Fässer nimmt das „Weinbereitungsgefäß“ viel zu schnell aromatisch die Überhand. Das Ergebnis kennen wir alle: Vanille/Kokos/Butter/Popcorn/verbranntes Holz Aromatiken ohne Ende. Die Rebsortentypizität tritt in den Hintergrund und der Wein agiert nur noch als Barrique-Aromen-Transporter. Auf die Spitze wird das ganz gerne beim Chardonnay getrieben. Ohne kräftiger Holzdosis schmecken dem stilsicheren Chardonnay-Liebhaber die Weine fast gar nicht mehr. Gerade für dieses Überschminken des Weins werden liebend gerne einige extra Euros verlangt und vom Kosument auch ausgegeben. Gutes Holz kostet eben gutes Geld. Wenn dann oben drein noch die Fehler im Weinberg retuschiert oder der schwache Jahrgang ausgeglichen werden kann – umso besser. Es braucht schon etwas Erfahrung, Erfahrung und Erfahrung um den Wein und das Barrique zu einer Einheit zu formen. Egal ob Rot oder Weißwein, der Ausbau im Barrique sollte den Wein in seinem Geschmacksbild immer nur unterstützen bzw. erweitern und ihn nicht dominieren. Den Faktor Zeit darf man bei aller Barrique-Kritik aber nicht außen vor lassen. Nach einigen Jahren Partnerschaft in der Flasche wird oft aus Wein und Holz eine Symbiose – vorausgesetzt der Wein bringt die richtigen Parameter dafür mit. Weiterlesen

Querbeet durchs Parkett – VDP Mainzer Weinbörse 2012

Mein Favorit bei den Spätburgundern... Am letzten Wochenende im April treffen sich jedes Jahr (fast alle) VDP Betriebe in den Mainzer Rheingoldhallen zur Mainzer Weinbörse. Da zur ProWein im März die meisten Weine des aktuellen Jahrgangs noch am gähren sind bzw. nicht gefüllt waren, zeigen die Betriebe in Mainz deutlich fertigeren Traubensaft. Von QbA bis TBA und von Pinot Medelaine bis Sauvignon Blanc Auslese wurde alles gezeigt, was die Lager der Betriebe im Moment füllt. Da die Großen Gewächse aus 2011 natürlich noch nicht der Öffentlichkeit gezeigt werden dürfen, brachte der ein oder andere Betrieb ein GG aus den Jahren 2008 bis 2010 mit.

Bei der Masse an Betrieben und Weinen war es für mich in den wenigen Stunden nicht möglich, einen kompletten Überblick über die VDP Qualitäten des Jahrgangs 2011 zu bekommen. Jahrgangsprognosen, beste Kollektionen und wilde Statements sollen andere ausrufen. Ich habe im Großen und Ganzen versucht, meine Wissenslücken neben den Superstar-Rebsorten Riesling und Spätburgunder zu stopfen. Deswegen gibt es hier und heute sozusagen ein „Best of“ der 2011er Mainzer Weinbörse inklusive Empfehlungen und Kuriositäten meinerseits. Weiterlesen

Auf der Suche nach dem Superglas…

Auf der Suche nach dem Superglas...
(NM) Das Weinglas nicht gleich Weinglas ist, sollte in der Regel jeder wissen, der Rotwein geschmacklich von Weißwein unterscheiden kann. Diskussionen welches oder wie viele Weingläser der Weintrinker „braucht“ sind endlos. Ich möchte heute hier einmal zwei „High-End“ Allrounder Weingläser Kopf an Kopf miteinander/gegeneinander vergleichen. Es sind das Zwiesel „the First“ Degustation und Zalto Denk’Art Universal. Der Test wird mit 3 Weinen durchgeführt. Ein relativ kräftiger Mosel Riesling, ein etwas reiferer Sauvignon Blanc aus Österreich und einem Gamey aus dem Morgon. Alle drei Weine liegen in dem Aufgabengebiet der Gläser.

Ein paar Worte zur Verkostung: Es wurde etwa die gleiche Menge an Wein zur gleichen Zeit in die Gläser gefüllt. Der Wein wurde gerade in den Mund über die Zunge laufen lassen, ohne ihn dabei im Mund zu wirbeln oder großartig durchzuspülen. Diese Praktik wird eher beim Wein trinken und weniger beim Wein verkosten angewendet. Durch die unterschiedlich großen Öffnungen der Gläser gab es schon beim Ansetzen des Glases an den Mund verschiedene Lippenstellungen. Daraus resultierten verschiedene Einlaufwinkel des Weins auf die Zunge. Dies sollte sich später als wichtiger Faktor herausstellen.
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Hinter den 7 Bergen bei den 7 … Chasselas und co aus der Schweiz, oddr?

Schweiz und Wein (NM) Ich muss ja ehrlich zugeben, dass mich Schweizer Wein bis dato nicht wirklich interessiert hat. Wieso auch? Das ganze gute Zeug wird lokal im Heimatland gesoffen (nur 1–2 % der in der Schweiz erzeugten Weine werden exportiert!) und dank der Sonderstellung der Schweiz in der EU kostet das importierte Zeug hier richtig Geld. Doch Drunkenmonday schickte einen unserer Mitglieder als Urlauber getarnt in das Land von Käse, Uhren und Schoki um den guten Stoff nach Deutschland zu bringen. Und Marc machte einen verdammt guten Job! So standen nun 6 Chasselas (auch Gutedel nördlich der Alpen genannt), ein Chenin Blanc, ein Sauvignon Blanc und ein „Altesse“ der Winzer Louis Bovard, Blaise Duboux und Henri Cruchon auf unserem Probiertisch. Es sollte wirklich ein außergewöhnlicher und spannender Abend werden. Weiterlesen

Wie Originel – REWE Wein goes BIO

Originel Wein von Barton und Guestier

(JR) Bioware wird zunehmend auch von Supermärkten und Discountern verkauft. Doch Skepsis ist angebracht. Das BIO Siegel der EU hat durch gezielte Lobby Arbeit der Food Industrie mit den Idealen der Biobewegung nicht mehr allzu viel zu tun. Alles kann und darf sich BIO nennen, auch wenn nur ein Teil des Produktes biologisch erzeugt wurde. Ökologisch produzierte Lebensmittel dürfen laut EU Verordnung zudem bis zu 0,9 % gentechnisch veränderte Organismen enthalten. Synthetische Pestizide? Auch kein Problem für das BIO Label.

Ganz übel kann es den „biologisch“ erzeugten Weintrauben nach der Lese dank moderner Kellertechnik ergehen. Hier ist – trotz BIO – buchstäblich alles erlaubt: Mostkonzentration, Kaltvergärung, Schwefel bis der Arzt kommt, genetisch veränderte High-Tech-Hefen – you name it. Weiterlesen

Gerade im Glas: 2009 Thema Regional Wine of Drama

Wein aus Drama(NM+PT) Das Weingut Pavlidis Estate produziert im dem östlichsten Griechischen Weinbaugebiet „Drama“ diesen weißen Cuveé aus Assyrtiko und Sauvignon Blanc Namens „Thema“. Drama ist ein Teil des Griechischen Gebietes Makedonien. Das Klima ist typisch mediterran-kontinental, im Sommer sind die Nächte kühl, nachmittags weht von den Bergen ein kühler Wind. Assyrtiko zählt mit 1.106 Hektar bestockten Rebfläche zu den heimlichen Stars der griechischen Weißweintrauben. Allein in Santorin beträgt ihr Anteil 70 %. Sie bringt langlebige Weine mit starkem Säuregerüst hervor, welche in der Jungend of noch etwas ruppig und forsch wirken. Jetzt aber genug der Theorie, wie schmeckt dieser Wein? Weiterlesen

Deutscher Sauvignon Blanc aus dem Baukasten: How to „make“ wine.

Schöne WeinweltDas Deutscher Wein leider nur selten ein Saubermann-Produkt ist, und nicht nur die böse böse Überseeweinwelt schwer am „optimieren“ und „tunen“ ist, weiß mittlerweile der ein oder andere Weinliebhaber. Einen zumindest zum Schnunzel anregenden Artikel über die Art und Weise des Wein „machens“ an Hand des Beispiels des Deutschen Sauvignon Blanc kann man hier nachlesen:

Wein aus dem Baukasten

Offener Themenabend: Hauptsache der Wein passt zur Trüffelbutter

getrueffelte_spaghetti(NM) Was war das wieder ein lustiges Ründchen! Mit Gasttrinker Marc aus Mannheim gings an ein spannedes Thema: Hoffentlich passt der Wein zur Trüffelbutter! (Es gab dank Jan ca. 2 Kilo Spaghetti inkl. mächtiger Trüffelbutter-Tränke) Und so konnte jeder in seinem Keller wühlen und einen mehr oder weniger passenden Tropfen anschleppen. Hier das bunte Starterfeld: Weiterlesen

Gerade im Glas: 2008 Mount Riley Sauvignon Blanc

NL3073(NM) Heute mal Neuseeland! In der hart umkämpften „unter 10€ Neuseeland Sauvignon Blanc“ Klasse (mit meist nur durchschittlichen Ergebnissen) präsentiert sich dieser Vertreter von Mount Riley doch ganz ordentlich. Schöne fruchtbetonte Nase mit Noten von Passionsfrüchten, Mirabellen, Limetten und gelben Blüten. Im Unterton noch leicht grasig mit frischer Grapefruit. Hier wird einiges geboten fürs Geld. Im Mund dann eine wirklich anständige Säure mit einem ordentlichem Schuss Limette. Hier hätte ich mir etwas mehr erwartet. Der Nachgeschmack könnte auch ein wenig länger mitspielen. Alles in allem aber eine ordentliche Qualität. Hab schon für mehr Geld „langweiligeren“ Sauvignon Blanc aus Neuseeland getrunken. 87 Punkte.

Gerade im Glas: 2007 Leyda Sauvignon Blanc Single Vineyard Garuma

leyda sauvignon blanc(NM) Das Weingut Leyda aus dem gleichnamigen Tal im Chilenischen Anbaugebiet San Antonio schafte seinen Durchbruch genau mit diesem Einzellagen Sauvignon Blanc „Garuma“. Auch Oz Clarke war ganz angetan von diesem Wein und platzierte ihn in seinem Top 40’s Wine Guide 2009 auf Platz Nummer 7.

So genug nun der Lobhudeleien, mal sehen was die Kiste so kann: Unglaublich aromatische Nase mit grünem Tee, frisch geschnittenem Gras, Grapefruit, Brennessel und Limone. Typisch frischer und stachelbeeriger Geschmack im Mund. Die Säure ist gut eingebunden und die 14% (!) Alkohol sind in keinster Weise erkennbar. Das Gesammtbild passt!

Ich würde diesen gelungenen Sauvignon Blanc mit 90 Punkten bewerten.

Hier kann man diesen Wein kaufen