Jeb Dunnuck verlässt den Wine Advocate – Implodiert das Parker Imperium?

Jeb Dunnuck leaves WA

(NM) Jeb Dunnuck verlässt den Wine Advocate. Er macht sich ähnlich wie Antonio Galloni oder James Suckling unter eigenem Namen Selbständig. Ist das nur ein weiterer Schritt in der Implosion des Parker Imperiums? Oder steckt die „Marke“ Parker das locker weg? Erfahren werden wir es wohl nicht. Aber das System in Frage stellen dürfen wir schon.

Schauen wir einmal 10 Jahre zurück. Neben Robert Parkers Wine Advocate sind es der Winespectator und Jancis Robinson, welche auf globaler Ebene die wichtigsten Wein Kritiker Stimmen abgeben. Auf Regionaler Ebene gibt es noch weitere wichtige Instanzen. Allen „the Burghound“ Meadows für das Burgund, Platter für Südafrika, Maroni für Italien, James Halliday für Australien und Penin und Proenza für Spanien, um nur ein paar zu nennen. Auch reine Print Magazine wie Decanter, Wine Enthusiast oder das Wine and Spirits Magazine mischen bei den Bewertungen kräftig mit. Doch die „big boys“ sind Robinson, Parker und der Winespectator. Und wie schaut es heute aus? Weiterlesen

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199 Punkte = 2x perfekter Wein?

199 Punkte Wein...

(NM) Anlässlich meines Geburtstages (34, geht noch) vor ein paar Tagen, holte ich 2 Flaschen Wein aus meinem Keller, die man genau für diese Tage seiner Zeit eingekauft hat. Von zwei unterschiedlichen (nennen wir sie mal) global „Semi“-Einflussreichen Weinkritikern bekamen beide Weine zusammen 199 von maximal 199 Punkten. Doch wie passen die Bewertungen von Luca Maroni und Andres Proensa zu meinem aktuellen Geschmacksbild?

Luca Maroni und Andres Proensa gehören zu den so genannten „lokalen“ Weinkritikern. Luca schreibt über die Weine von Italien und Andres bringt jährlich den Weinführer „Guia Proensa – Die besten Weine Spaniens“ auf den Markt. Beide genießen in ihren Ländern hohes Ansehen und Respekt für die Arbeit um das Thema Wein. Doch hier hören die Gemeinsamkeiten schon auf. Wenn es um die Vorlieben im Bezug auf die Stilistik der Weine geht, gehen beide nahezu den entgegengesetzten Weg. Luca Maroni favorisiert kräftige, dichte, fruchtbetonte und intensive Weine – ähnlich eines Robert Parker. Andres Proensa ist eher ein Freund des klassischen, eleganten und traditionellen Weinstiles. Somit treffen hier bewertungstechnisch zwei Geschmackwelten aufeinander. Weiterlesen