Jeb Dunnuck verlässt den Wine Advocate – Implodiert das Parker Imperium?

Jeb Dunnuck leaves WA

(NM) Jeb Dunnuck verlässt den Wine Advocate. Er macht sich ähnlich wie Antonio Galloni oder James Suckling unter eigenem Namen Selbständig. Ist das nur ein weiterer Schritt in der Implosion des Parker Imperiums? Oder steckt die „Marke“ Parker das locker weg? Erfahren werden wir es wohl nicht. Aber das System in Frage stellen dürfen wir schon.

Schauen wir einmal 10 Jahre zurück. Neben Robert Parkers Wine Advocate sind es der Winespectator und Jancis Robinson, welche auf globaler Ebene die wichtigsten Wein Kritiker Stimmen abgeben. Auf Regionaler Ebene gibt es noch weitere wichtige Instanzen. Allen „the Burghound“ Meadows für das Burgund, Platter für Südafrika, Maroni für Italien, James Halliday für Australien und Penin und Proenza für Spanien, um nur ein paar zu nennen. Auch reine Print Magazine wie Decanter, Wine Enthusiast oder das Wine and Spirits Magazine mischen bei den Bewertungen kräftig mit. Doch die „big boys“ sind Robinson, Parker und der Winespectator. Und wie schaut es heute aus? Weiterlesen

Advertisements

Das kommt mir spanisch vor: 91 Parker Punkte für 3,99€

Toll: 91 Parker Punkte für 4€

(NM) Eigentlich war ich auf der Suche nach dem „7,49€ August Kesseler Riesling R feinherbim Netto Markt um die Ecke. Und eigentlich wollte diese mutige Aktion von August Kesseler – mit Trauben aus Bewirtschaftungsverträgen einen Wein für den Discounter zu machen – als gelungene Vorstellung feiern, entweder den Weinliebhaber in den Netto zu bekommen, oder den Wein-interessierten Netto Kunden den mühsamen Weg in die Weinfachhandlung zu ersparen. Doch der Wein war leider aus und stattdessen strahlte mich ein 91 Parker Punkte Schildchen an.

Der Wein hinter dem doch recht auffälligem Schild war der 2009 Luis Varela „Alvarez de Toledo“ aus der Nord-West Spanischen Region Bierzo, bestehend aus 100% Mencia. Im Jahr 2011 von Robert Parker Jay Miller mit stolzen 91 Punkten bewertet. Das Ganze nun „in der Aktion“ für 3,99€ zu haben. Wo ist da der Haken? Weiterlesen

Parker laufen die Leute weg – Antonio Galloni verlässt den Wine Advocate

Antonio Galloni geht eigene Wege...

(NM) Turbulente Zeiten für Bobby Parker und seinen den Wine Advocate. Nach dem Umzug nach Singapur und dem Verkauf des WA an asiatische Investoren, laufen „his Bobness“ nun die guten Leute weg.

Mit Antonio Galloni macht sich Parkers bester Mann unter eigener Webseite selbstständig und kehrt dem WA damit den Rücken. Dabei war Galloni in 2012 Parkers fleißigster Mitarbeiter. Weiterlesen

Der Anfang vom Ende der Parker Punkte

Wine Advocate - Weg von Parker

(NM) Robert Parker verkauft sein Wine Advocate. So war es zumindest für Abonnenten seiner Publikation am 9. Dezember im WA Forum zu lesen. Die Käufer sind eine nicht näher bekannte Investoren-Gruppe aus Singapur, welche im IT und Finanzsektor zu Hause sind. Es wird auch weitere fundamentale Änderungen im Wine Advocate geben: die ebenfalls in Singapur ansässige Lisa Perrotti-Brown wird „editor-in-chief“, Hauptverantwortliche für alle Publikationen. Somit gibt Parker nun auch diese wichtige Rolle ab (Kalifornien verkostet schon seit einem Jahr Antonio Galloni) und wird sich wohl nur noch auf das konzentrieren, was er besonders mag: Bordeaux und Rhone.

Die neuen Eigentümer denken wohl auch über eine Erweiterung des Wine Advocate als kosolidiertes PDF nach Weiterlesen

Problematik (?) Parker Punkte: Transparenz vs. gute Geschäfte vs. global Branding

Wunschdenken?

Wunschdenken?

(NM) Achtung, ich überspitze jetzt: Jeder Weinhändler, der mit Parker Punkte auf Prospekten, in Newslettern oder auf Webseiten um sich wirft, lügt und bescheißt den Kunden.

Robert Parker ist ein viel beschäftigter Mann. Und er ist ein Brand, eine Marke, die viele Menschen falsch interpretieren. Wenn man sich auf Seiten wie Proidee/Weinkeller einmal genauer umschaut, wird dem Kunde unmissverständlich suggeriert, Robert Parker würde die ganze Welt der Weine verkosten. Weiterlesen

Ende einer Ära: Parker übergibt Kalifornien an Galloni

90 Punkte Robert Parker(NM) Robert Parker wird in Zukunft keine neuen Weine aus Kalifornien mehr für sein „Wine Advocate“ bewerten. Er übergibt diese Aufgabe an Antonio Galloni, seines Zeichen Chef-Tester/Kritiker für den Advocate der Weine aus Italien, der Champagne, Chablis, Côte d’Or und nun auch Kalifornien.

Gerade für seine Kritiken der italienischen Weine erntet Galloni viel Zuspruch und Lob. Er gilt als eher konservativer Kritiker, der im Vergleich zu Robert Parker zurückhaltend mit 95+ Bewertungen umgeht. Somit ist nun ein eher „europäischer“ Gaumen im Land der überschwinglichen Fruchtexzessen unterwegs. Gerade basierend auf der Tatsache, dass in Kalifornien „Winemaker“ eingestellt werden, um einen 90+ Parker Punkte Wein zu vinifizieren, ist dies eine extrem spannende Entwicklung. Gibt es also in Zukunft „europäischere“ Weine aus dem Westen der USA? Wir dürfen gespannt sein!

Hier nunr der original Text an alle eRobertParker.com Abonnenten: Weiterlesen