Der Anfang vom Ende der Parker Punkte

Wine Advocate - Weg von Parker

(NM) Robert Parker verkauft sein Wine Advocate. So war es zumindest für Abonnenten seiner Publikation am 9. Dezember im WA Forum zu lesen. Die Käufer sind eine nicht näher bekannte Investoren-Gruppe aus Singapur, welche im IT und Finanzsektor zu Hause sind. Es wird auch weitere fundamentale Änderungen im Wine Advocate geben: die ebenfalls in Singapur ansässige Lisa Perrotti-Brown wird „editor-in-chief“, Hauptverantwortliche für alle Publikationen. Somit gibt Parker nun auch diese wichtige Rolle ab (Kalifornien verkostet schon seit einem Jahr Antonio Galloni) und wird sich wohl nur noch auf das konzentrieren, was er besonders mag: Bordeaux und Rhone.

Die neuen Eigentümer denken wohl auch über eine Erweiterung des Wine Advocate als kosolidiertes PDF nach – einer von vielen Abonnenten geforderte Entwicklung. Neue Publikationen sollen auch Werbung aus „nicht Wein-Branchen“ enthalten, in der Vergangenheit für Parker ein absolutes no-go. Der Wine Advocate steuert somit aufregenden Zeiten entgegen. Ich bin gespannt wie lange sich Bobby noch als personifiziertes Aushängeschild seines kleinen Wein-Führers halten kann. Bald wird es wohl endgültig „bye bye Parker Punkte“ heißen und somit hoffentlich der Irrglaube aus den Köpfen der Menschen verschwinden, dass Mr. PP alle Weine dieser Welt persönlich verkostet. Endlich.

Weitere Infos:

Wall Street Jounal: Big Shake-Up at Robert Parker’s Wine Advocate (nur für Abonnenten)
Reuters: The Robert Parker bombshell
Wine Doctor (Chris Kissack): Parker Sells Wine Advocate

6 thoughts on “Der Anfang vom Ende der Parker Punkte

  1. Den Optimismus, das den “Parkerpunkten” durch den Verkauf des Unternehmens weniger Bedeutung beigemessen wird, teile ich, (leider) nur bedingt.
    Es gibt, was ich aus langjähriger Erfahrung kenne, zuviele, selbst Weinkenner, die einem fremden Urteil in Punkten mehr vertrauen als ihrem eigenen.
    Und denen es – möglicherweise – egal ist, wer die “Empfehlung” abgibt.
    Aber, sollte sich der Verkauf herumsprechen und in naher oder ferner Zukunft dem Rat eines Fachhändlers und dem eigenen Urteil wieder größere Bedeutung zukommen, es würde mich freuen!

  2. Naja, soweit bisher bekannt, bleiben ja die derzeitigen Mitarbeiter im Amt, Parker macht Bordeaux und Rhone selbst weiter, lediglich für Asien und neuseeland sollen neue Mitarbeiter folgen. Also ist folgerichtig, dass sich an der Bedeutung nicht all zu viel ändern wird. Im Gegenteil. Er wird marktorientierter und durch die Präsenz im asiatischen Raum deutlich wachsen. Sie werden Werbung machen und damit viel Geld verdienen.
    Vielleicht springen ein paar reiche Amis als Abonnenten ab, wen kümmerts.

  3. Pingback: Wine Advocat: Robert Parker goes Trademark. Or down? | WeinSpion | Das Leben ist zu kurz für schlechten Wein

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