Kein Jahr wie das andere: 2006-2008 Meander Cabernet Sauvignon / Napa Valley

Bilderbuch Korken!

Das Napa Valley ist und bleibt unumstritten das kalifornische Vorzeige Weinanbaugebiet. Auch wenn in Sonoma oder Paso Robles das ein oder andere 100 Punkte Kult Weingut sprießt, nirgends ist die Prestige und Glam Dichte der Cabernet Sauvignon Edel-Schmieden so hoch wie in dem Valley entlang der Route 29 nördlich von San Francisco. Doch hat dieser Zauber natürlich einen unübersehbares Nachspiel: Die hohen Preise. In Deutschland sind gute Napa Cabernet Sauvignon unter 30€ kaum zu finden. Top Qualitäten unter 50€ sind ebenso rar wie schnell ausverkauft. Wer hier auf vinophile Entdecker-Tour gehen möchte, muss den dicken Geldbeutel mitbringen. Eine leider nicht zu ändernde Tatsache.

Meander Cabernet Sauvignon / Napa Valley

Von den gut 400+ Weingütern im Napa Valley gehört das Weingut Meander von Amy Aiken eher zu den kleineren Betrieben. Seit dem Jahr 2000 lebt Sie hier ihren persönlichen Traum der unabhängigen Winzerin. Zuvor war sie unter anderem bei Viader Vineyards und Oakville Ranch tätig. Zwei Weine produziert sie unter dem Namen Meander. Einen Meander Napa Valley Cabernet Sauvignon, ein Cuvée aus zwei Lagen aus Rutherford und St.Helena und den Cabernet Sauvignon „Morisoli Vineyard“ aus einer Einzellage im Distrikt Rutherford. Beide Weine bestehen zu 100% aus Cabernet Sauvignon. Von dem Napa Valley Cabernet gibt es jedes Jahr ca. 3600 Flaschen, der Einzellagen Wein kommt gerade einmal auf knapp 250. Im Napa spricht man hier von homöopathischen Dosen. Weiterlesen

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Fünf JAHRE Drunkenmonday Weinblog 4/5: Unsere 5 emotionalsten Wein „Momente“

Fünf JAHRE Drunkenmonday Weinblog 4/5: Die spannendsten Drunkenmonday Momente

(NM+PT) Viel haben wir in den letzten 5 Jahren des Wein-bloggens erlebt, erfahren und er“trunken“. Heute möchten wir euch die 5 emotionalsten und intensivsten Momente dieser Zeit etwas näher bringen. Die Auslöser dafür sind in jedem der 5 Fälle selbstverständlich die besonderen Weine, doch möchten wir den Winzer-Persönlichkeiten hinter diesen mit dem Artikel den Dank und die Anerkennung zollen, die sie mehr als verdienen. Hier nun unsere 5 emotionalsten Wein-Momente, basierend auf Ehrfurcht, Staunen oder einfach nur ungefilterter vinophiler Glückseligkeit. Viel Spaß! Weiterlesen

Locker machen: Vergleichbarkeit von Weinen.

Vergleichbarkeit von Weinen

(NM) Heute gibt es ein kniffeliges Thema. Eines, welches mir schon lange im Kopf herumschwirrt und regelmäßig in Wein 2.0 zu Diskussionen führt. Es geht um die Vergleichbarkeit von Weinen, bezogen auf ihre Qualität in Verbindung mit den persönlichen Vorlieben. Denn irgendwie kennen wir doch alle die Situation: Ein geselliger Abend, größere Runde, mehrere Flaschen Wein werden aufgemacht, es wird blind verkostet. Keiner kennt alle Weine auf dem Tisch. Die ersten Vermutungen werden ausgesprochen, die Weine in Kategorien gepackt. Persönliche Vorlieben bestimmen, von welchem Wein nachgeschenkt wird, welcher einem persönlich also besser schmeckt. Unterbewusst werden die Weine in unserem Kopf verglichen. „Wein A hat eine super klare Frucht, reifes Tannin, ein wenig Kräuter und Röstaromen, eine tolle Säure – den mag ich den ganzen Abend trinken. Wein B und C sind mir hingegen viel zu üppig und fett. Ihnen fehlt es an Struktur. Sie wirken plump und langweilig – haben aber mit Sicherheit viele Parker Punkte. Nicht meins….“ So oder so ähnlich läuft es doch in unseren Köpfen ab. Und was machen wir? Wir vergleichen die Weine. Für uns. Nach unserem Geschmack. Und siehe da: Wein A, kühler Blaufränkisch aus dem Burgendland gefällt mir viel besser wie Wein B und C, einem Primitivo aus Apulien und einem modernen Syrah aus der Toskana. Doch die Gruppe am Tisch ist sich nicht ganz so einig…

Doch darf man diese Weine auf Grund ihrer unterschiedlichen Rebsorten, Regionen, Macharten und Jahrgängen qualitativ vergleichen? Zwei unterschiedliche Thesen hierzu fasse ich hier nun einmal zusammen: Weiterlesen

Napa Valley einmal anders: 2010 Panamera Grand Vin Cuvée Napa

2010 Panamera Cuvee Napa Valley

(NM) „Napa Valley“ ist immer noch der klangvollste Name des Kalifornischen Weinbaus. Es ist DIE Region für kultige Cabernet Sauvignon und Bordeaux Blends aus dem amerikanischen Westen. Mit Namen wie Harlan Estate, Heitz, Schrader, Shafer, Colgin oder Opus One wird dem zahlungskräftigem Weintrinker schnell ein Dreistelliger Betrag für eine Flasche „Sunshine in the glass“ aus den Rippen geleiert. Doch nirgends in den USA liegen völlig überzogene Preise, massentouristisches Weinpilgertum und „mehr Schein als Sein“ so nah beieinander. Wer dort viel Weingenuss für faires Geld sucht, wird ohne entsprechende vinophile Langzeitbelichtung der Region nicht auskommen. Ich verkoste heute einen Wein, welcher sich genau das auf die Fahnen geschrieben hat: Viel Weingenuss für moderates Geld aus dem Tiffany des amerikanischen Weinbaus. Es ist der 2010 Panamera Grand Vin Cuvée Napa.

Panamera ist eine Marke der Firma TxB International Fine Wines. Neben ihrem „Flagship Wine“, dem Cuvée Napa, werden noch ein Cuvée California und ein Chardonnay unter diesem Label produziert. Der Preis liegt in Deutschland bei etwa 19€, was für einen Cabernet Sauvignon lastigen Napa Valley Rotwein fast schon als Schnäppchen zu bezeichnen ist. Weiterlesen

Deutschlands bester Cabernet Sauvignon

2009 Aloisiushof Ambrosia Cabernet Sauvignon "Bestes Fass" R

… oder auch das beste „Beste Fass“.

(NM) 2009 war Philipp Kiefer vom Weingut Aloiusiushof ein glücklicher Winzer. Sein Cabernet Sauvignon aus der Lage Maikammer Heiligenberg ergab insgesamt 4 Fässer der „besten Fass“ Qualität. 3 Fässer wurden „normal“ 18 Monate im Barrique ausgebaut und kamen danach unter der Ambrosia Serie in den Handel. Die 2008er Version dieses Weines belegte Anfang 2011 den zweiten Platz unserer deutschen Cabernet Sauvignon Blindprobe. Das Vierte aus 2009 war ein ganz Besonderes. Hier wurde ein Fass von dem Küfer Francois Frères aus St. Romain verwendet. Francois Frères gehört zu den besten Küfern der Welt und beliefert unter anderem die Domaine de la Romanée Conti oder Armand Rousseau. Dieser Cabernet Sauvignon „Reserve“ reifte für ganze 24 Monate in diesem Fass und verbrachte ein weiteres Jahr auf der Flasche. Er ist jetzt erst ab Weingut für den Verkauf freigegeben. Hier nun die Verkostungsnotizen des in meinen Augen bis Dato besten Deutschen Cabernet Sauvignon: Weiterlesen

Querbeet durchs Parkett – VDP Mainzer Weinbörse 2012

Mein Favorit bei den Spätburgundern... Am letzten Wochenende im April treffen sich jedes Jahr (fast alle) VDP Betriebe in den Mainzer Rheingoldhallen zur Mainzer Weinbörse. Da zur ProWein im März die meisten Weine des aktuellen Jahrgangs noch am gähren sind bzw. nicht gefüllt waren, zeigen die Betriebe in Mainz deutlich fertigeren Traubensaft. Von QbA bis TBA und von Pinot Medelaine bis Sauvignon Blanc Auslese wurde alles gezeigt, was die Lager der Betriebe im Moment füllt. Da die Großen Gewächse aus 2011 natürlich noch nicht der Öffentlichkeit gezeigt werden dürfen, brachte der ein oder andere Betrieb ein GG aus den Jahren 2008 bis 2010 mit.

Bei der Masse an Betrieben und Weinen war es für mich in den wenigen Stunden nicht möglich, einen kompletten Überblick über die VDP Qualitäten des Jahrgangs 2011 zu bekommen. Jahrgangsprognosen, beste Kollektionen und wilde Statements sollen andere ausrufen. Ich habe im Großen und Ganzen versucht, meine Wissenslücken neben den Superstar-Rebsorten Riesling und Spätburgunder zu stopfen. Deswegen gibt es hier und heute sozusagen ein „Best of“ der 2011er Mainzer Weinbörse inklusive Empfehlungen und Kuriositäten meinerseits. Weiterlesen

Frankreich oder Brasilien – hauptsache Bordeaux! 2004 Miolo Lote 43 Reserva

2004 Miolo Lote 43 Reserva(NM) Ich bin ehrlich. Ich bin kein großer Freund Bordelaiser Gewächse. In meinen Augen bezahlt man in den meisten Fällen einfach zu viel Geld für die gebotene Weinqualität. Doch auf einmal kommt ein brasilianischer Rotwein daher und erinnert mich genau an das, was ich oft vergebens in Bordeaux suche: Würze, Körper, Frucht und Überzeugung!

Mit dem Wein ist es manchmal schon ulkig. Da kauft man sich vor fast 4 Jahren eine Flasche brasilianischen Rotwein. Der „beste“ Rotwein Brasiliens soll er sein. Sehr „alte Welt“ im Stil. Soso, ab in den Keller zu den anderen super interessanten und abgefahrenen Einzelflaschen. Es sind diese Art von Weine, die man im Eifer und Gefecht erwirbt, um sie später geschickt in Blindproben zum Thema X als Pirat einzuschleusen. Doch diese Blindproben finden nie statt. So dümpelte der „beste Rotwein Brasiliens“ mehrere Jahre in meinem Keller herum. Bis zum heutigen Tag.

Ganz ehrlich: jetzt könnte ich mir in den Po beißen nicht auf diese ominöse Blindprobe gewartet zu haben. Weiterlesen

Eine Zeitreise in das Weinland Kalifornien

Reife Kalifornier(NM) Das Internet – unendliche Weiten. Doch irgendwo zwischen Google Advertisements und Amazon Cookies gibt es sie noch: außergewöhnliche Wein-Online Shops, welche mit viel Enthusiasmus und Liebe eine großartige und detailreiche Weinauswahl dem deutschen Kunden anbieten. Einer von diesen Shops ist CaliforniaWines.de! Weit weg vom Gallo Einheitsbrei bietet Margot Schmitt dem neugierigen Kunden eine für Deutschland einmalige Auswahl an Weinen aus Kalifornien und Oregon an. Der Fokus von CaliforniaWines.de liegt hier aber nicht auf einzelne Weine einzelner Winzer. Vielmehr werden Jahrgangsvertikalen sorgfältig ausgewählter Weine bis teilweise Ende der 80ziger Jahre angeboten (Beispiel Rosenblum Zinfandel: 18 verschiedene Abfüllungen, 65 verschiedene Weine aus 9 Jahrgänge). Ebenso findet man seltene, nur ab Weingut erhältliche Sonderabfüllungen oder eine breite Auswahl an Großflaschen. Neben bekanntere Weingütern wie Ravenswood, Silver Oak, Darioush, Etude, Joseph Phelps oder Dunn Vineyards gibt es aber auch in Deutschland noch völlig unbekannte Namen wie Calera, Morgan oder Hahn Estate. Für ihre Bemühungen Rund um den Kalifornischen Wein wurde Margot Schmitt am 8. März 2007 vom Parlament des US-Bundesstaates Kalifornien „für ihre langjährigen überragenden Verdienste um die Förderung von Ansehen und Absatz kalifornischer Weine in Deutschland und anderen EU-Ländern mit der Declaration of Appreciation (Erklärung der Wertschätzung) ausgezeichnet“. Ein Glückwunsch für diese ehrenvolle Auszeichnung von unserer Seite.

Als großen Fan gereifter Kalifornischer Weine ging mir natürlich bei solche einer Auswahl und Angebot gleich ein Gedanke durch den Kopf: eine Montagsprobe für Drunkenmonday musste organisiert werden. Ganz nebenbei wollte ich der Gruppe natürlich auch (wieder einmal) beweisen, wie großartig die meist als Fruchtbomben über einen Kamm gescherten kalifornischen Weine altern können. Somit standen folgende Weine auf unserem Proben Tisch:

1991 Dunn Vineyards „Howell Mountain“ Cabernet Sauvignon
1992 Calera Pinot Noir „Mills Vineyard“
1993 Calera Pinot Noir „Mills Vineyard“
1997 Morgan Chardonnay
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Montevetrano 1998 – Ein Star aus Kampanien

1998 Montevetrano(NM) Nachdem wir kürzlich einen recht jungen Jahrgang des Kampanischen „Kultweins“ Montevetrano im Glas hatten, trieb uns alle das Verlangen, diesen Wein einmal etwas reiferer und entwickelter zu verkosten. Schon in seiner Jungend ließ er auf großes Entwicklungspotential hoffen. Und voilà, hier ist er: Der 1998er Montevetrano. Doch bevor wir uns dem edlen Tropfen (50€ die Flasche) widmen, kurz noch etwas zu der Geschichte dieses Kampanischen Vorzeigeweins. Auf nur 5 Hektar kultiviert Silvia Imparato in der Region Salerno um San Cipriano Picentino die Rebsorten Cabernet Sauvignon, Merlot und Aglianico. Daraus erzeugt er jedes Jahr nur einen Wein: Den Montevetrano. Aus dem Enthusiasmus fünf Weinfreunde heraus wurde 1985 die Azienda Agricola Montevetrano gegründet und 1991 der erste Montevetrano gefüllt. Seit dem gibt es jährlich etwa 30.000 Flaschen dieses Weins. Weiterlesen

Ein Klassiker aus Down-Under: 1997 Moss Wood Cabernet Sauvignon

1997 Moss Wood Cabernet Sauvignon(NM) In Deutschland ist das Weingut Moss Wood so gut wie unbekannt, doch in Australien (und gerade in Margaret River) zählt es zu den renomiertesten seiner Art. Ihr Steckenpferd ist der Cabernet Sauvignon. Langton’s Australian Wine Classification steckt ihren Cabernet sogar in die Kategorie „Exeptional“, neben Penfolds „Grange“, Bin 707 und Henschke „Hill of Grace“ zu den 17 durchgängig besten Weinen Australiens. Zur Historie des Weingutes: Nachdem Bill Pannell 1969 in einem Magazin laß, wie John Gladstone das „Terroir“ von Margarete River mit Bordeaux verglich, suchte Bill in der Region nach den passenden Lagen. Fündig wurde er in Willyabrup und gründete daraufhin Moss Wood Estate. In dem selben Jahr wurden dort etwa 2 ha mit Cabernet Sauvignon bepflanzt. 1973 kam dann der erste Jahrgang von nur 4 Jahre alten Rebstöcken auf den Markt. Heute tummeln sich auf den 8 ha des Estates neben Cabernet Sauvignon auch etwas Chardonnay, Merlot, Semmilon, Petit Verdot, Cabernet Franc und Pinot Noir.

Ganze 24 Jahre Jahrgänge später wurden dann die Trauben für den 1997 Moss Wood Cabernet Sauvignon geerntet, Weiterlesen

Wenn Haare nochmal Haare haben: Charles Smith – Chateau Smith!

Charles Smith(NM) In der Weinwelt tummeln sich schon manchmal abgefahrene und interessante Charaktere. Quereinsteiger, Umschüler und Selfmade Winzer kommen aus den verschiedensten Schichten zum Weinmachen. Einer von ihnen ist der ehemaliger Sommelier einer Dänischen Rockband (oder so ähnlich) : Charles Smith. Genauer gesagt managte der Wuschelkopf nach abgeschlossener Sommelier Ausbildung in den USA viele Jahre eine Rockband in Dänemark, bevor er den Weg zurück an die amerikanische Westküste fand und mit Hilfe von Christophe Baron von dem Weingut Cayuse seinen ersten Wein machte. 20 wilde Jahre in einem Satz verpackt.

Heute räumt Charles Smith mit seinen Weinen unter dem K-Vintners Label (primär Syrah aus Walla Walla, Washington State) haufenweise Parker-Punkte ab (ja, von Robert persönlich bewertet). Nach Deutschland haben es jetzt seine Weine unter dem „Charles Smith Wines“ Label geschafft. Bei www.der-weinmakler.de gibt es in Deutschland eine gute Auswahl der Weine des etwas „anderen Winzers“ aus Walla Walla. Drei davon stellen wir euch heute etwas genauer vor. Weiterlesen

Penfolds Bin 707 – auf die kommerzielle Masse abgestimmter Brot-und-Butter-Wein?

Penfolds Bin 707 wein blog drunkenmonday
(PT) Diesmal lassen wir Julia zu Wort kommen. Sie ist nicht nur leidenschaftliche Weinentdeckerin, sondern mit zahlreichen Titeln dekorierte Weinspezialistin (WSET Wein Akademikerin, Geisenheim Absolventin, Beste Jung-Sommliere Östereichs…) und erzählt hier von einer Überraschung, die sie letztens in ihrem Keller fand:

„Penfolds Bin 707?

Manchmal ist es schon komisch, man denkt: man kennt seine Weine im Keller. Und dann so was …

Gestern Abend ging ich in unseren Weinkeller und wollte für die family und 2 Bekannte (eher Weinbanausen als –kenner ;-)) „etwas trinkbares Rotes“ heraufholen zu Rumpsteak, Bratkartoffeln, Salat. Viele Flaschen lachten mich an, doch fand ich diese bei genauerem Hinsehen ein wenig „zu schade“ (liebe C, lieber K, bitte verzeiht!). Nach längerem unschlüssigen Suchen viel mein Blick auf einen Australier: Penfolds Bin 707. Jahrgang 1998. Ich dachte: „Der muss weg! Wahrscheinlich ist er eh schon hinüber. Und wo kommt der überhaupt her?“ Zur Vorsicht nahm ich noch eine Alternativ-Flasche mit.

Oben angekommen entkorkte ich die Flasche, roch in das Glas (kein Kork!) und nahm vorsichtig den ersten Schluck: Weiterlesen

Napa Valley at its best: 2002 Lewis Cellars Cabernet Sauvignon

2002 Lewis Cellars Napa Valley Cabernet Sauvignon(NM) Manche Weine trinkt man vielleicht nur einmal in Leben. Manche hoffentlich nur einmal. Dieser hier fällt eindeutig in die Kategorie eins: „Leider“ nur einmal im Leben. Randy Lewis, der Besitzer von Lewis Cellars, ist ehemaliger Indy Car Fahrer (und lebt noch!). Erst schöne Autos, schnelle Frauen, genügend Geld und nun besitzt er ein Weingut im sonnigen Napa Valley. Sprich: dieser Mann hat in seinem Leben wohl alles das erreicht, wovon der Maxim Leser von heute so träumt. Derzeit produzieren sie durchschnittlich 9000 Kisten Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah, Chardonnay und Sauvignon Blanc.

Heute wird sich folgender Wein angeschaut: 2002 Lewis Cellars Cabernet Sauvignon aus dem Napa Valley. Dieser „einfachste“ Cabernet Sauvignon des Weinguts (1.400 Kisten wurden erzeugt) ist ein Blend aus 100% Cabernet-Trauben aus verschiedenen Hanglagen wie Pritchard Hill, Oakville und Rutherford. Ab Weingut muss man 85$ für eine Flasche des aktuellen Jahrgangs hinlegen. Sicher nicht der günstigste Napa Valley Cabernet auf dem Markt, aber qualitativ misst sich Lewis Cellars mit klangvollen Namen wie Harlan Estate, Spottswoode, oder Dunn Vineyards. Auch Robert Parker und der Winespectator vergeben hier regelmäßig hohe 90er Bewertungen. Also 3,2,1 – auf die Flasche. Weiterlesen

Guter Bordeaux aus schlechtem Hause: Chateau Malmaison 2006

Chateau Malmaison Bordeaux 2006

(CLD) Warum jemand sein Schlösschen übersetzt „schlechtes Haus“ nennt, sei dahingestellt. Am Wein wird´s definitiv nicht liegen, soviel sei vorweggenommen.

Es ist Samstag abend auf der Couch: Mangels reifem Bordeaux in Griffweite nehme ich den eigentlich viel zu jungen Chateau Malmaison 2006 zur Hand und unterziehe den Wein aus Moulis-en-Médoc einer Reifeprüfung. Chateau Malmaison wurde 1973 von dem umtriebigen Baron Edmond de Rothschild akquiriert und seine 24 Hektar völlig auf Vordermann gebracht, zumeist durch Neupflanzungen. Seit einigen Jahren gilt es als Geheimtipp für preisbewusste Bordeaux-Liebhaber, nicht das einzige Chateau in Moulis mit diesem Ruf.

Die Flasche wird kurzerhand geköpft und nach kurzer Sauerstoff-Frischzellenkur direkt ins Glas geleitet. Erste Überraschung: Weiterlesen

Klimawandel? Cabernet Sauvignon aus Deutschland

Deutscher Cabernet Sauvignon die Plätze 1-3(JR) Klimawandel – alles Verschwörungstheorie, so die Skeptiker. Wir Weintrinker wissen es besser.Denn im Weinbau lassen sich ganz konkret und in Zahlen die zum Teil dramatischen Klimaveränderungen der Neuzeit ablesen.

Die nördliche Anbaugrenze von Cabernet Sauvignon hat sich zum Beispiel in den letzten 40 Jahren in Mitteleuropa um rund 800 Kilometer vom 45. bis an den 50. Breitengrad hin verlagert. Verlief sie in den siebziger Jahren noch bei Bordeaux, rückte sie über das österreichische Burgenland und die Donau bis nach Deutschland vor. 1984 stehen die ersten bescheidenen zehn Hektar in Baden, Württemberg und in der Pfalz. Im Jahr 2007 sind es bereits 278 (!) Hektar, mit Pfalz und Rheinhessen an der Spitze. Dies sind zwar nur 0,3% der deutschen Rebfläche, aber der Trend geht ganz klar nach oben. Daher: Anlass für Drunkenmonday, den status quo unter die Lupe zu nehmen. Uns hat neben dem allgemeinen Qualitätsniveau vor allem interessiert, wie sich die Typizität der Traube präsentiert. Kann man vielleicht schon von einem deutschen Stil in Sachen Cabernet Sauvignon sprechen? Weiterlesen

Viña Tabalí – Weihnachtswein aus Chile

2007 Tabali Cabernet Sauvignon Reserva(JR) Weihnachten und Chile – da fallen mir spontan die vielen Musikgruppen ein, die jahrelang vor Weihnachten in den Fußgängerzonen zu billigen Playbacks ihre Panflöten schwangen, mittlerweile aber immer seltener anzutreffen sind. Woran das wohl liegen mag? Wein aus Chile hingegen findet man immer häufiger im Weinhandel, leider nur zu oft von der aufdringlichen und wenig raffinierten Sorte. Hier der Beweis, dass es auch anders geht.

Viña Tabalí zählt mittlerweile zu den renommierten Weingütern in Chile, was kontinuierlich hohe Auszeichnungen und Bewertungen eindrucksvoll belegen. Anfang der 1990er Jahre gegründet, liegt es ca. 400km nördlich von Santiago im Limari-Tal am Rande der Atacama Wüste. Der 2007 Viña Tabalí Cabernet Sauvignon Reserva ist ein Stern im umfangreichen Programm des Weinguts, der auch in der Vinexus – Weihnachtsprobe zu strahlen wusste.

Die dichte, rubinrote Farbe im Glas lädt zum schnüffeln ein. Olofaktorisches Kino, was da in die Nase strömt : sehr intensive Beerenfrucht paart sich mit der klassischen Cabernet-Paprika-Note, dann Holz und Vanille und darüber schwebt etwas Ätherisches – Eukalyptus? Erinnert jedenfalls irgendwie an diese Bonbon-Läden auf dem Weihnachtsmarkt. Weiterlesen

Gitarre zum Wein? Wines that Rock!

Wines that rock(NM) Nach „Wein, Weib und Gesang“ gibts es nun die längst überfällige Weiterentwicklung „Wein und Musik“, genauer gesagt das Projekt der Mendocino Wine Co. „Wines that rock„. Grundlage hierfür sind 3 legendäre Musik-Alben, dessen „Spirit“ durch drei Weine quasi verflüssigt ins Glas gebracht werden soll. Genauer gesagt handelt es sich um das Rolling Stones Best of Album „Forty Licks“ (präsentiert durch einen Merlot), Pink Floyd’s „The Dark Side of the Moon“ (vinisiert durch Cabernet Sauvignon) und den Spirit von „Woodstock“ (Chardonnay).

Schon alleine die Labels der Flaschen zaubern jedem Musikliebhaber ein Lächeln auf die Lippen. Weiterlesen

Typisch Deutsche (?) Weine …

Deutscher Wein(NM) So kurz vor der „Soccer World Championship“ und in mitten von „wir sind Lena“ wollte ich den typsich deutschen Wein einmal von einer anderen Perspektive zeigen. Da kam mir der Besuch eines amerikanischen Bekannten ganz recht, ihm einmal das Bild des typisch deutschen süßen Rieslings und dünnen Rotweins aus dem Kopf zu waschen. Dieses ist mir mit den unten beschriebenen Weinen bestens gelungen: Weiterlesen

Gerade im Glas: 1991 Geyser Peak Cabernet Sauvignon Reserve

1991 Geyser Peak Cabernet Sauvignon Reserve(NM) Jeder kennt sie: diese Ebay Momente. Man kauft einen Wein bei Lottchen_82 (*der Name ist frei erfunden), die sonst nur selbst gehäkelte Eierwärmer oder frisch gebatikte Mongolentuchimitate verkauft und hofft das der Zahn der Zeit und Mutter Lagerbedingung hier gnädig waren. So hier geschehen. Ein Mitt-80er Reserva aus Spanien kam als teurer Essigersatz und dieser hier verkostete 1991 Geyser Peak Cabernet Sauvignon Reserve war die #2 in diesem Paket.
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ProWein 2010: Kaliforniens reichhaltige Zinfandel und Cabernets

zinfandel(NM+MF) Oder schöner gesagt: 60 Minuten geballte Fruchtorgie auf höchstem Niveau!

An diesem Messestand kommen wir kein Jahr drum herum. Viel zu groß ist der Verlockung sündhaft teure und exklusive Napa Cabs oder Lodi Zins in rauhen Mengen verkosten zu können. Mit gefühlt verdoppelter Größe frohlockte der Stand in diesem Jahr mit Namen wie Rubicon, Cakebread Cellars, Shafer Vineyards, Seghesio oder Spottswoode Estate.
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Wein&Drausen: Scheurebe im Gras + Hermannsberg Riesling

drausen01(NM) Welch ein wunderbarer Abend! Voll beladen mit Wein, Käse, Brot & Dippereien ging es mit einer fröhlichen Trinksportrunde raus in das idyllische Naherholungsgebiet „Schwanenteich“ am Giessener Innenstadtrand. Es wurde geschlemmt, gechilled, geredet, probiert & fotographiert was das Zeug hällt – und um den WeinWissenDurst ein wenig zu stillen, schauten wir uns das Thema Scheurebe mal ein wenig genauer an: Weiterlesen

Ein weites Feld: Cabernet Sauvignon!

(NM) Nach Sonntag kommt Montag und unsere aktive Weingruppe traf sich wie zu erwarten bei mir (Nico) um ein großes und spannendes Feld zu betreten: Cabernet Sauvignon! Es wurde im Vorfeld keine weiteren Einschränkungen gemacht, somit war die Auswahl kunterbund um den Erdball verteilt:

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