Boudier & Koeller in: Die neue Pfälzer Leichtigkeit

2012 Boudier & Koeller -  die neue Pfälzer Leichtigkeit

(NM) „Deutscher Wein“ steht hinten auf dem hübschen Etikett. Vorne, unter dem klangvollen Namen „Boudier & Koeller“, so etwas wie „Coming Out“ oder „Mathilde von Tuszien“. Was hat das nur alles zu bedeuten? Drunkenmonday klärt auf.

Mal wieder haben die Medienagenten ihren Fuß in der Tür. In letzter Zeit fällt mir schon beängstigend häufig auf, dass immer wenn mir ein Label angenehm ins Auge strahlt, die Designer-Burschen aus Bad Dürkheim daran herumdesignt haben. Dazu schmeckt der Wein auch fast immer ganz vorzüglich. Und daran wird sich auch heute nichts ändern. Hübsch verspieltes Label kombiniert mit wunderbaren Weinen. Diese kommen von den Traditions-freien „Senkrechtstartern“ der Nordpfalz: Boudier & Koeller.

Die Story hinter diesem „neuen“ Weingut klingt eigentlich wie ein alter Hut: Zwei Männer im besten Alter haben die Nase voll von ihren gutbezahlten Jobs und machen ein Weingut auf. Soweit so gut. Nur was Dr. Robert Boudier und Elmar Koeller von den meisten ihrer Vorgänger unterscheidet ist eins: Mut zum Selbstversuch. Denn die beiden legen im Weingut selbst Hand an – zu 100%. Nach dem das Pfarrhause 2007 im idyllischen Stetten (Nordpfalz) gekauft und auf Hochglanz poliert wurde, widmete man sich ab 2010 dem Weinmachen. Der erste Jahrgang war 2011. Ab April 2013 wurde mit der Verpflichtung von Jan Gross (ehemals Herr der Reben bei dem Pfälzer Weingut Karl Schaefer) der nächste Turbo gezündet. Eine kleine Auswahl aus dem Jahr 2012 stelle ich nun heute euch vor. Vorhang auf. Weiterlesen

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Querbeet durchs Parkett – VDP Mainzer Weinbörse 2012

Mein Favorit bei den Spätburgundern... Am letzten Wochenende im April treffen sich jedes Jahr (fast alle) VDP Betriebe in den Mainzer Rheingoldhallen zur Mainzer Weinbörse. Da zur ProWein im März die meisten Weine des aktuellen Jahrgangs noch am gähren sind bzw. nicht gefüllt waren, zeigen die Betriebe in Mainz deutlich fertigeren Traubensaft. Von QbA bis TBA und von Pinot Medelaine bis Sauvignon Blanc Auslese wurde alles gezeigt, was die Lager der Betriebe im Moment füllt. Da die Großen Gewächse aus 2011 natürlich noch nicht der Öffentlichkeit gezeigt werden dürfen, brachte der ein oder andere Betrieb ein GG aus den Jahren 2008 bis 2010 mit.

Bei der Masse an Betrieben und Weinen war es für mich in den wenigen Stunden nicht möglich, einen kompletten Überblick über die VDP Qualitäten des Jahrgangs 2011 zu bekommen. Jahrgangsprognosen, beste Kollektionen und wilde Statements sollen andere ausrufen. Ich habe im Großen und Ganzen versucht, meine Wissenslücken neben den Superstar-Rebsorten Riesling und Spätburgunder zu stopfen. Deswegen gibt es hier und heute sozusagen ein „Best of“ der 2011er Mainzer Weinbörse inklusive Empfehlungen und Kuriositäten meinerseits. Weiterlesen

Weinrallye #49 : Guter Müller – schlechter Müller

1,99€ Müller-Thurgau aus dem Lidl(NM) Es ist wieder Weinrallye! Nachdem es um diese Institution der deutschen Weinblogger-Szene gegen Ende 2011 sehr ruhig geworden ist, ruft Cucina-Casalinga zur Neuauflage der Weinrallye im März 2012 auf. Das Thema ist so simpel wie komplex: Müller-Thurgau. Nun, obwohl Müller-Thurgau im Lebensmitteleinzelhandel omnipräsent ist, tut sich die Rebsorte im qualitativ anspruchsvollen Fachhandel äußerst schwer. Für die heutige Weinrallye hab ich mich somit für zwei Extreme aus beiden Handel-Lagern entschieden. Den Lebensmitteleinzelhandel vertritt ein 1,99€ Liter Müller-Thurgau Qualitätswein Trocken. Die Trauben kommen aus Rheinhessen und dem Fabel-Jahrgang 2011. Abgefüllt wurde das Ganze von der Peter Mertes KG für den Discounter Lidl. Ehrlich gesagt traue ich mich an solche Weine normalerweise so gut wie gar nicht ran. 1,99€ für ein Liter Wein inklusive Flasche, Label, Transport, Gewinnspannen, etc. – da bleibt bei den Spritpreisen für den Vollernter momentan nicht mehr viel für den Trauben-Landwirt übrig. Der Fachhandel Müller-Thurgau kommt von dem Winzerhof Stahl. Genauer gesagt ist es der 2010er Winzerhof Stahl Müller-Thurgau „Hasennest“. Christian Stahl ist weit über die Grenzen seiner Tauber-Fränkischen Heimat für seine Müller-Thurgau Interpretationen bekannt. Hier hatte ich schon einmal über den sympathischen Franken berichtet. Weiterlesen

Winzerhof Stahl – das etwas andere Franken

Winzerhof Stahl(NM) Wein aus Franken? Klar, kenne ich: In Bocksbeutel gepresste Silvanerexzesse. Weinromantik direkt am Main. Doch wenn man sich der Heimat des Winzerhofs Stahl nähert, sieht man kein Main und schon gar keine Reben. Ich muss ehrlich gestehen, die mit Kopfsteinen gepflasterte Hauptstraße des Ortes Simmershofen, welche man passieren muss um in Auernhofen zu den Stahls zu kommen, erinnerte mich eher an Milchkannenromantik wie an Weinromantik. Keine Reben weit und breit. Doch das lässt mich nicht abschrecken. Gut gelaunt und entspannt treffe ich Christian Stahl auf dem Weingut. Nur die Zeit wäre etwas knapp, da in 30 Minuten 200 Gäste einer Hochzeitsgesellschaft kommen werden, welche im Winzerhof Stahl und dem anhängenden Restaurant ordentlich feiern möchten. Gutes Timing für einen Spontanbesuch, Herr Medenbach. Weiterlesen

Große Verwirrung in der 1 Liter Klasse

Hübsch anzusehen - Literweine(NM) Auch das muss mal sein. Drunkenmonday begibt sich zurück an die Basis: der bodenständigen 1 Liter Klasse. Wer seinen Wein in die meist dickbäuchige 1000 ml Flasche füllt, strebt schon per Füllmenge nicht die Qualitätsspitze seines Schaffens an. Es sollen einfache, aber doch ordentlich gemachte Weine sein. Sortentypisch, leicht zu trinken, liebevoll auch „Schoppen-Wein“ oder „Schorlentod“ getauft. Wir verkosteten im Rahmen einer Auswahl für eine Weinladeneröffnung 18 Weine dieser Klasse. Weiterlesen

Wirklich trinkbar? Müller-Thurgau – Rivaner Verkostung

Winzerhof Stahl(PT) Wie die Zeit vergeht…. Anfang Juni kam der Giessener Weinkreis zusammen, um die für eher „beliebige“ Leichtweine bekannte Rebsorte Müller Thurgau, genauer unter die Lupe, bzw. auf die Zunge zu nehmen.

Zu den Weinen, zum Warm werden gab es einen feinen Franciacorta:
Castel Faglis Franciacorta

Daraufhin konnte das müller’sche Vergnügen beginnen: Weiterlesen