Gerd Rindchen bei Nachgefragt @drunkenmonday.de

Gerd_Rindchen

(PT) Studium? Lieber Wein. Das dachte sich Gerd Rindchen mit 24 Jahren und schmiss sein Studium hin. Mit dem VW Bus holte er Weine aus der Pfalz und Frankreich direkt vom Winzern. Heute ist er einflußreicher und hochdekorierter Weinhändler in Hamburg – weit über die Hansestadtgrenzen hinaus bekannt und erfolgreich. Der Bonvivant ist nicht nur mit einer feinen Nase und unterhaltsamen Schreibe gesegnet. Er ist auch ein begnadeter Netzwerker. Wie kein anderer versteht Gerd es, den Zeitungen und Verlagshäusern Deutschlands besten Wein ans Herz zu legen – davon profitieren Leser & Winzer gleichermaßen. „Ich finanziere nicht das Lotterleben dekadenter Adeliger, indem ich ihnen überteuerte Weine abkaufe. Ich rette gute Weine und huldige dem Winzer.“ Wir freuen uns, euch den sympathischen Gerd Rindchen bei Nachgefragt @ drunkenmonday.de zu präsentieren:

Gerd_Rindchen_am_Tisch

Die Regel sind klar: Unsere Fragen in normaler Schrift, die Antworten von Gerd in fett.

Wer bist du & was machst du?

Ich handele seit 1977 (erst neben- dann hauptberuflich) mit großer Leidenschaft mit Wein (damit war ich immerhin 2011.12, 13 und 14 Weinhändler des Jahres), schreibe nebenher Bücher und Artikel und esse und trinke und genieße sehr gerne. Daher mache ich auch nicht unbedingt „Bella Figura“.

1.) Trinkt mehr Riesling!

2.) Weltuntergangszenario: Meine letzte Flasche Wein wäre ein grandioser Pinot Noir aus dem Burgund.

3.) Mein erstes Wein-WoW-Erlebnis hatte ich mit meiner Tante Susanne, die mich immer in gute französische Restaurants ausgeführt hat, 1978 mit einer Flasche Bordeaux Château de la France.

4.) Den schlimmsten Kater hatte ich nachdem ich einen Abend im „Sperl“ am Großneumarkt in Hamburg auf die bescheuerte Idee gekommen war, mich durchgängig an einem Mixgetränk aus Guiness und Portwein zu laben.

5.) Das dümmste Vorurteil über Wein ist, dass man „Ahnung“ davon haben muss, um Wein genießen zu „dürfen“ Mein halbes Leben verbringe ich damit, Menschen klarzumachen: „Sagt einfach ´schmeckt mir oder schmeckt mir nicht´- um euch das richtige zu empfehlen sind wir zuständig“.

6.) Ohne Wein wäre ich jetzt Lehrer oder Versicherungskaufmann.

7.) Thema Weingimmik: Ich kann nicht mehr ohne einen größeren Notvorrat trockene Rieslinge und Veltliner im Keller.

8.) Wein und Lakritz und Gummibärchen geht gar nicht.

9.) Meine Eltern wollten dass ich auf gar keinen Fall obdachlos werde.

10.) Mit Gerard Depardieu würde ich gern ein Glas Wein zu viel trinken.

11.) Deutlich mehr Aufmerksamkeit sollten Cabernet Franc von der Loire und die Crus de Beaujolais bekommen.

12.) Völlig überschätzt wird der Rosé von Brangelina.

13.) Ein Weinblog ist nur so gut wie, die, die ihn befüllen.

Danke für deine offenen Antworten Gerd. Beim Riesling können wir dir nur zustimmen und sind sicher, dass auch Gerard Depardieu sich gerne mal daran laben würde. „Überhypte“ Roses von VIPS sind auch nicht unser Ding. Lieber sollten die Weintrinker vorurteilsfrei auf solche Perlen stossen wie die feinen Cru-Beaujolais – denen wir auch gerne frönen. Denn bei diesen Weinen findet man nicht nur ausgesprochen trinkanimierende und elgente Weine die mit feinen Burgunder mithalten können, sondern bekommt diese Qualitäten auch noch zu ausgesprochen fairen Preisen.

Alle Artikel der Nachgefragt @ Drunkenmonday Serie

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2 thoughts on “Gerd Rindchen bei Nachgefragt @drunkenmonday.de

  1. Sehr schönes Interview von Herrn Rindchen – mehr Riesling ist immer gut und den Hype von Brangelinas Wein kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen.

  2. Pingback: Bernd Kreis Nachgefragt @Drunkenmonday: 13 Fragen/Aussagen an, von und mit Bernd Kreis | Drunkenmonday Wein Blog

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