2011 Knebel Riesling Uhlen -R-

2011 Knebel Riesling Uhlen -R-
(NM) Ich mag die Weine von Knebel. Sehr sogar. Der Riesling „von den Terrassen“ gehört Jahr für Jahr zu meinen Lieblingen unter der 10€ Marke. Die Lagen Rieslinge aus Uhlen oder Röttgen (egal ob „geschmacklich trocken“ oder „süß“) gehören oft zu dem Besten, was die Mosel in diesem Bereich zu bieten hat. Im Jahr 2011 produzierte Matthias Knebel neben dem „normalen“ Uhlen auch eine „R“ Version. „R“ steht hier nicht für Reserve, Rasur oder Rettich, sondern für „Reinhard“ – Matthias Vater, welcher 2004 verstarb. Der Wein ist sozusagen eine Hommage an Reinhard Knebel, vinifiziert in seinem Stil, welcher bis 2003 das Weingut prägte. Weiterlesen

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Trüb, trocken, 16.5 % Alkohol ?! – Riesling – Uhlen – Heymann Löwenstein

1989 Heymann-Löwenstein Riesling Beerenauslese trocken(PT & NM) Zeiten ändern sich, Weinstile ändern sich, Weinmachen ändert sich. Wahrscheinlich wäre heute dieser Wein aus diesem Weingut gar nicht mehr vorstellbar. Die Rede ist von einem Wein, der damals wie heute viel Kopfschütteln, Skepsis, Verwunderung und Neugier auslöst. Das Weingut Heymann-Löwenstein erzeugte 1989 einen trockenen Riesling, genauer gesagt eine trockene Riesling Beerenauslese aus der Lage Winninger Uhlen. Die damals noch in dem Weingut eingesetzten Reinzuchthefen wandelten nahezu den kompletten Zucker in Alkohol um. Am Ende entstand ein Wein mit entspannten 16.5% Alkohol. Nicht nur an der Mosel heutzutage quasi undenkbar. Eine Flasche dieses Unikates zu ergattern war durchaus mit Kosten und Mühen verbunden. Aus diesem Grund ist es selbstverständlich, dieses einmalige Weinerlebnis hier mit euch zu teilen.

Alleine die Farbe spricht Bände: Weiterlesen

Gerade im Glas: 2005 Heymann-Löwenstein Uhlen „R“ Riesling Erste Lage

(NM) Was hab ich mich darauf gefreut: Der legendäre Uhlen Rothlay von Heymann-Löwenstein in der 2005er Edition. Erstmal 2 Stunde in den Dekanter gekippt. Die Nase präsentiert sich auf den Punkt: ein wunderschöner Früchtekorb mit reifen, gelben Früchten (Mirabellen, Quitten), ein wenig Ananas & Zitrus und einer unglaublichen Tiefe von fast schwebender Mineralität. Ganz großes Nasentennis! Am Gaumen dann eine tolle Konzentrations, einer fazinierender Präzision des „Ganzen“, die aber noch in der Primärphase der Entwicklung steht. Ein Wink mit dem Zaunpfahl, das ich den Wein locker 4 Jahre zu früh aufgemacht habe. Im wirklich sehr langen Abgang (bis zu 1 Minute!) hält sich eine fast rauchig/staubige Mineralität, umgeben von einem gelben Fruchkompott und ein wenig weißem Pfeffer. Ganz groß! Wer also in dem Besitz eines solchen Schätzchens ist: Bitte im Keller vergessen! Danke! 93-94++ Punkte!