Give it a second…it’going to Space / New Elloinos – Veranstaltungs- & Lesetipp

(PT) Zur Mitte der Woche haben wir hübsches fürs Auge & Kopf: Eine Vernissage-Empfehlung und eine gaaanz frische website vom Elloinos – viel Vergnügen!

Die Kunstagentin präsentiert vier aufstrebende Künstler, darunter unsere von der Mosel stammende Leiblingswahlberliner Julia Benz, deren Werke vor allem durch farbliche und raumgreifende Präsenz beeindrucken. Großformatige Malerei als Inszenierungen des alltäglich Banalen, schwere Scratchboards mit eingeritzten Gestalten, südamerikanische Maskenbildnisse und urbanpoetische Statements treffen auf rund 400qm Ausstellungsfläche aufeinander und wir sind uns sicher: Dieser Sommer wird bunt, laut und impulsiv!

GIVE IT A SECOND, IT´S GOING TO SPACE
Vernissage: 19.07.2012, 19-22h

Künstler: Julia Benz, Andreas Gaertner, Bronco, Danny Figueroa
Ausstellungsort: Die Kunstagentin, Maastrichter Strasse 26, 50672 Köln – Ausstellungsdauer: 20.07.-01.09.2012

 

 

Markus Stolz - Elloinos

Markus Stolz – Elloinos

Den passionierten Wahlgriechen Markus Stolz haben wir vor über vier Jahren via Twitter kennengelernt und waren begeistert:
Mit faszinierender Zielstrebigkeit hat er handwerklich hochwertig ausgebauten griechischen Wein zu Aufmerksamkeit und Listungen in der Welt verholfen – jetzt ist seine website Elloinos ganz frisch & neu:

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Assyrtiko, Mouhtaro, Liatiko, Tinaktorogos – Griechenlands autochthone Bodenschätze

Der Weinbau in Griechenland(NM) Autochthon (altgriechisch αὐτός autós „selbst“ und χθών chthōn „Erde“, also etwa „einheimisch“, „eingeboren“, „alteingesessen“, „bodenständig“ oder „an Ort und Stelle entstanden“) bezeichnet Dinge, Personen oder Phänomene, die an ihrem ursprünglichen Entstehungsort existieren. So steht es bei Wikipedia. Wenn ich dabei an Griechenland denke, kommt mir unweigerlich die omnipräsente Staatspleite in den Sinn. Autochthone Geldprobleme. An sich aber kein singulär für Griechenland gepachtetes Phänomen. Die wahren autochthonen Stärken des Landes liegen augenscheinlich nicht in dem Finanzsystem, sondern wachsen an den Hängen und Bergen der weitverbreiteten Griechischen Weinbaugebiete. Es sind Rebsorten wie Assyrtiko, Mouhtaro, Xinomavro, Liatiko, Tinaktorogos oder Argiorgitico, welche ganz außergewöhnliche und eigenständige Weine hervorbringen können. Insgesamt gibt es in Griechenland an die 300 (!) autochthone Rebsorten.

Vassilios Christodoulatos, Geschäftsführer und Mann für alles bei Ariston Fine Food GmbH, übernahm die Aufgabe die Drunkenmonday Wissenslücke über (zumindest) ein Teil der für uns völlig unbekannten Rebsorten zu stopfen. Keine leichte Aufgabe, da schon alleine die korrekte Aussprache von Liatiko, Tinaktorogos und co. einige Zeit in Anspruch nahm. Vassili ist ein harter Hund wenn es darum geht, seine Vorstellung von Griechischen Weinen auf dem deutschen Markt zu repräsentieren. Auf der Suche nach den autochthonen Bodenschätzen Griechenlands selektiert er strickt und mit System. Keine „internationale Rebsorte“, gewachsen auf Griechischem Boden, kommt in sein Sortiment. „Syrah und Cabernet kann jeder.“ – „Griechenland sollte sich auf das fokussieren, was sie Einzigartig macht“ – so seine klare Aussage. Um diese Eigenständigkeit weiter zu fördern, berät er auch „seine Winzer“ direkt in Griechenland. Ein ausgesprochen gelungenes Beispiel für diese Mühen ist der 2009er Mouses Estate „Mouhtaro“. Diese Rebe wächst nur noch auf einem zusammenhängenden Weinberg in der Region Theben. Kurz vor dem Aussterben ermutigte Vassili den Winzer Nikolaos Zacharias diese Traube weiter auszubauen. Doch dazu später mehr. Weiterlesen

Viel Schatten, wenig Licht: Pinot Noir World Tour in einer Blindprobe

Pinot Noir World Tour

(NM) Die Idee zu dieser Probe war schnell geboren: Eine Pinot Noir Probe mit Pinots aus Ländern, wo diese Rebsorte keine große Reputation hat. Somit suchten wir nach Pinots, welche nicht aus Frankreich, Deutschland, Neuseeland oder den USA kamen. Nach einigen Tagen intensiver Suche hatten wir 10 Pinot Noir aus folgenden Ländern für eine Probe zusammen: Schweiz, Österreich, Brasilien, Griechenland, Portugal, Italien (Südtirol), Chile, Australien, Argentinien und Kanada. Somit konnte das Abenteuer „Pinot Noir World Tour“ beginnen. Um die Probe insgesamt noch spannender zu machen, entschieden wir uns für eine Blindprobe der Weine. Niemand wusste welcher Wein aus welchem Land kam. Jeder der Probanden schrieb aber seinen Tipp unter seine Verköstigungsnotizen. Diese Länderzuweisungen erwiesen sich aber schwieriger als angenommen. Oder wie schmeckt noch einmal Pinot Noir aus Brasilien? Das Preislimit lag bei max. 20€ die Flasche.

Doch was uns im Laufe der Probe ins Glas kam, war teilweise grenzwertig. Des Öfteren wurden wir an diesem Abend als interessierte Weinfreunde mit der Tatsache konfrontiert, dass sich Pinot Noir nicht überall wohlfühlt. Die „Diva“ der Rebsorten zeigte uns einige Male die kalte Schulter. Auch der Umgang mit ihr im Weinkeller kann bei dem ein oder anderen Winzer nicht ladylike gewesen sein. Die Rache in Form von Fehltönen folgte auf dem Fuße. Eine „Cabernet Sauvignon World Tour“ Probe wäre wohl nicht ganz so Gaumenraubend ausgegangen. Wie dem auch sei, diese Weine wurden von uns getestet und wie folgt bewertet:

10. Platz Weiterlesen