Der ultimative Champagner wird gesucht: „No Limit Champagne“ Blindverkostung

Champagner "No Limit"

(NM) Mal angenommen 16 Deutsche Top Sommeliers, Wein Journalisten und Blogger werden gefragt, ihren Lieblings Champagner (preislich „no limit“) in einer Blindprobe gegeneinander antreten zu lassen. Diese 16 Wein Nasen bewerten und verkosten dann in einem K.O. System alle Schaumweine in 2er Flights. Der „Bessere“ kommt weiter, der „Schlechtere“ fliegt raus. Wunschdenken? Nein, denn genau das passiert am 6. Mai 2017 zwischen 13 und 16 Uhr in der Grapes Weinbar in München. „Champagner No Limit“ heißt das Ganze. Ausgeführt auf dem neutralen Boden der Grapes Weinbar. Und am Ende wird wohl der ultimative der ultimativen Champagner gekrönt.

Dort mit aufzulaufen ist eine große Ehre für mich, denn ich darf den Drunkenmonday Weinblog würdig vertreten. Welchen Champagner ich ausgewählt habe, wird natürlich nicht verraten. Hier die Infos zu dem Event im Detail:

“No Limit Champagne“ – Blindverkostung

Grapes Wine Bar in München am 6. Mai 2017 – 13 bis 16 Uhr

Der Live-Stream auf Facebook startet um 12:30h mit der Vorstellung der einzelnen Champagner durch die teilnehmenden Sommeliers und Journalisten, die zu diesem Zeitpunkt ihre Smartphones abgeben müssen. Hier ist der Link dazu.

16 Champagner
16 Top Sommeliers und Journalisten (keine Händler)
1 Moderator (Stefan Grabler/Grapes Weinbar)


Die Teilnehmer:
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Nobelhart & Schmutzig Veranstaltungs-Tipp: ‚Steinbeisser’s Experimentelle Gastronomie‘

Nobelhart & Schmutzig – Billy Wagners und Micha Schäfers Wirkungsstätte wird ab Donnerstag ein noch besonderer Ort: Nicht irgendeine Food Veranstaltung findet dort statt, sondern eine mit einem besonderen Ansatz:

Vom 2. – 5. Juli findet die erste Ausgabe der Veranstaltung ‚Steinbeisser’s Experimentelle Gastronomie‘ in Berlin statt. Ein 4 Tage langes Esserlebnis mit künstlerisch gestalteten Essgerätschaften, wie Besteck und Geschirr.

Die Veranstaltung wird von Micha Schäfer & Billy Wagner kulinarisch geleitet. Serviert wird ein exklusives 5-Gänge-Menü, das auf rein pflanzliche Zutaten aus biologisch-dynamischem Anbau aus Deutschland basiert.

Die Besteckstücke sind aus Metall- und Werkzeug-Restbeständen der Sowjetunion geformt worden. Hierfür ist der Eisenschmied Nils Hint verantwortlich. Neben dem ausgefallenen Besteck haben wir Weiterlesen

Nobelhart & Schmutzig – Das Innenleben des bekanntesten, noch nicht eröffneten Restaurant Deutschlands

Nobelhart & Schmutzig. Eine Mahlzeit. Speiselokal.

Nobelhart & Schmutzig Billy Wagner - Fass dein Essen einfach mal wieder an. Innen.

(PT) „Keine Fotos!“ bricht es aus Billy Wagner heraus. Vor dem Richtfest am kommenden  Montag führt er uns durch die wohl spannendste Gastro-Baustelle Deutschlands: Nobelhart & Schmutzig. Sein eigenes Restaurant. Anders soll es werden. Radikal anders. Begehung ohne Bilder? Sollen/können wir das überhaupt veröffentlichen?

Wir schauen Billy tief in die Augen – Entschlossenheit. Er rückt nicht von seiner Linie ab. Auch wenn er damit anecken sollte. Gut so. Stromlinienförmige gibt es mehr als genug.

Ein Versuch ihn zu besänftigen – die Bar:

Nobelhart & Schmutzig Billy Wagner - Bar

Nobelhart & Schmutzig – Die Bar

„Ok.“ Ein Anfang ist gemacht – das Eis ist dünn auf dem wir uns bewegen, aber das Risiko ist es wert. Mal schauen, wie weit wir Weiterlesen

I Love Riesling @ ProWein 2014

I Love Riesling @ ProWein 2014

(NM) Bilder sagen mehr als 1000 Worte. Somit widme ich meine Hochachtung dieses Jahr nicht den großartigen Weinen der ProWein 2014, sondern den Menschen hinter diesen Weinen. Der Slogan „I love Riesling“ komplettiert die jeweiligen Schnappschüsse und verknüpft das große Bild mit der Passion der abgebildeten Individuen. „I Love Riesling @ ProWein 2014“ : Mein persönlicher Rückblick der turbulentesten Weinmesse der Welt. Südhang auf! (kleines Wortspiel am Rande) Weiterlesen

Keine Tradition, etwas Revolution und wenig Manipulation: Deutsche „Orange Wines“

(NM) Mir geht dieses sporadische „Orange Wine“ heruntermachen in Deutschen Weinkreisen ehrlich gesagt ganz schon auf den Zeiger. „Schmeckt wie Dreck“, „Unsaubere Weine“, „Eldorado der Weinfehler“ wird hier fröhlich über ein Kann geschert. Doch dabei gibt es für diese „Orange Wine“ Geschichte überhaupt keine klare Definition, keine gemeinsame Grundlage für „das braucht kein Mensch“. Oft wird das Thema Naturwein und Orange Wine einfach zusammen abgefrühstückt. Doch hinter dem einen steht eine Philosophie (Naturwein: Biodynamie im Weinberg + wenig/kein Schwefel + weglassen sämtlicher Hilfsmittel zur Klärung/Schönung etc.), im anderen Fall eine Weinbereitungsmethode (Orange Wine: Maischegärung bei Weißweinen).

Ich möchte jetzt auch nicht in das Pro und Contra Naturwein, Orange Wine und Konsorten abdriften. Nur so viel: Sicher gibt es Winzer die diese Ansätze/Methoden nicht so gut umsetzen wie andere. Sicher gibt es Naturweine und Orange Wines, die aromatisch dem Ottonormal Weintrinker die Fußnägel zum hochrollen animieren. Das ist unbestritten und steht auch hier nicht zur Debatte. Doch das eigentliche Ziel des maischevergorenen Weißweines (gerne auch Orange Wine) ist es, durch den längeren Kontakt mit den Traubenschalen und Kernen (und den in ihnen vorhanden Tanninen) eine Erweiterung des Aromen- und Geschmacks-Spektrums hervorzurufen. So simpel das auch klingen mag. Dafür sind weder Koalitionen mit den Herrn Steiners Theorien notwendig, noch spielt der heilige Schwefel hier eine übergeordnete Rolle.

Die Herangehensweise um Tannine in den Weißwein zu bekommen, kann relativ unterschiedlich sein. Die Vorstufe der Maischegärung wäre die Maischestandzeit. Hier wird der Most mit Kernen und Schalen für einige Tage „ziehen“ gelassen. Diese Technik ist aber für Weißweine in der heutigen Zeit nicht wirklich ungewöhnlich oder neu. Betriebe wie zum Beispiel Koehler-Ruprecht wenden diese Methode schon seit Jahren erfolgreich an. Es verleiht den Weinen mehr Struktur und Tiefe, ohne aber an den typischen Aromen Entwicklungen der Traube – geprägt durch das „Terroir“ – zu kratzen. Durch entsprechende Kühlung wird verhindert, dass die Maische die alkoholische Gärung beginnt. Um bei einer längeren Maischestandzeit (auch Mazeration genannt) die Oxidation mit Sauerstoff zu verhindern, kann die Maische mit Hilfe eines Gases (welches schwerer als Sauerstoff sein muss) oder z.B. Trockeneis „verschlossen“ werden. Um aber so viel Farbe und Tannin wie möglich aus den Beerenschalen zu lösen, können auch Weißweine eine Maischegärung durchlaufen. Da auch die Schalen von Weißweintrauben nicht wirklich „weiß“ sind, kommt es bei dieser Methode zu den berühmten orangefarbenen Weinen – Orange Wines – ein umstrittener Mythos ist geboren.

In den letzten zwei Jahrzehnten lag das Epizentrum des Orange Wines im italienischen Nordosten, genauer gesagt im Collio, an der Grenze zu Kroatien. Hier vinifizieren Winzer wie Stanko Radikon oder Josko Gravner einzigartige orangene Weißweine. Doch seit kurzem scheuen auch deutsche Winzer nicht, sich an diese Themengebiet heranzuwagen. Ich habe lange gebraucht, diese teilweise versteckten Schätzchen in Deutschland aufzutreiben. Die wenigsten Weine stehen offiziell auf den Weinkarten der Güter. Hier war wirklich der Jäger und Sammler Trieb gefragt. Als Bonus-Gast an diesem Abend hatten wir Jörn Goziewski, seines Zeichens Kellermeister beim Weingut Ankermühle am Tisch. Er brachte gleich 3 außergewöhnliche Rieslinge mit. Nun also „Vorhang auf“, zur ersten deutschen (mehr oder weniger) Orange Wine Probe. Weiterlesen

Nachgefragt @drunkenmonday.de: 13 Fragen/Aussagen an, von und mit Billy Wagner

Sommelier Billy Wagner(NM) Mittwoch. Es wird also wieder Zeit für Nachgefragt @ drunkenmonday. Heute haben wir nach Hendrik Thoma den zweiten (Wahnsinns) Sommelier gebeten, unsere 13 Fragen und Aussagen zu vervollständigen: Billy Wagner!

Der 1981 geborene Billy Wagner entdeckte nach einer Ausbildung zum Restaurantfachmann im Hotel Herzogs Park in Herzogenaurach seine Liebe zum Wein und startete eine Ausbildung zum Sommelier unter dem Restauranleiter/Sommlier Ivan Jakir im Restaurant Essigbrätlein in Nürnberg. Über mehrere Stationen („Zur Traube“ in Grevenbroich – dem Kölner Vintage – Monkey’s Plaza in Düsseldorf) spülte es den ambitionierten Billy dann nach Berlin in die Weinbar Rutz. Seit August 2008 arbeitet er dort als Gastgeber und Sommelier zusamen mit Marco Müller. Im September 2009 wurde Billy zum „Berliner Meister Sommelier 2010“ von der Stadt Berlin ausgezeichnet. Zwei Jahre später folgte dann der Ritterschlag des Falstaff Deutschlands: Wein Trophy 2011 zum Sommelier des Jahres! Billy geht richtig steil – hier nun seine Antworten:

1.) Trinkt mehr Weiterlesen

Hochmoselübergang – kann der Wahnsinn noch gestoppt werden? Inkl. Videobeitrag von Hugh Johnson und Stuart Pigott

moselübergang bei ürzig vorhermoselübergang bei ürzig nachher(PT) Wir hatten uns bisher noch nicht zu dem geplanten bereits begonnen Bau des Hochmoselübergangs bei Ürzig geäußert. Aber als ich heute morgen durch ein posting von Billy Wagner auf den Brief von Katharina Prüm (Weingut J.J. Prüm) aufmerksam wurde, mußte ich das Thema und den Brief euch hier zugänglich machen:

Sehr geehrter Herr Balzerowiak, (Grand Cru Select, Geisenheim)

ich kontaktiere Sie heute aus einem etwas ungewöhnlichen Anlaß, wegen einer Sache, die uns hier an der Mittelmosel seit einiger Zeit beschäftigt und besorgt für die sich nun endlich… auch in Deutschland mehr Publizität entwickelt: der geplante Bau einer Brücke über das Moseltal, höher als der Kölner Dom, und die weitere Streckenführung auf dem Berg über unseren Weinbergen. Für dieses „Monster“, welches die rheinland-pfälzische Landesregierung als „Bauwerk der Superlative“ anpreist, wurden im Rahmen des Konjunkturpaketes der Bundesregierung bereits 250 Millionen EUro vom Bund bewilligt und weitere 20 Millionen vom Land zugesagt, man erwartet aber letztlich deutlich höhere Kosten. Das UNESCO-Weltkulturerbe-würdige Moseltal bei Ürzig würde verschandelt und wir haben Sorge, dass der Wasserhaushalt unserer Weinberge und auch die Stabilität des Hanges beeinträchtigt werden könnte. Der gesamte Schiefer-Steilhang zwischen Zeltingen und Bernkastel ist bereits als sensibles Rutschgebiet bekannt. Weiterlesen