33 (!) Monate im Barrique : 2008 Wegner Pinot Noir R

2008 Wegner Pinot Noir R

(NM) Im März dieses Jahres besuchte ich zum ersten Mal die Präsentation der Großen Weine des Barrique Forum Pfalz. Diese Vereinigung von Pfälzer Weingüter verfolgt in erster Linie die Idee, individuelle Rotweine von internationalem Format im „inspirierendem Austausch“ in den Pfälzer Weinbergen zu schaffen. 29 Betriebe sind aktuell Mitglied des Barrique Forum Pfalz. Abseits der bekannten VDP Betriebe gab es hier beste Möglichkeiten, sich ein Bild über Entwicklungen in den restlichen Pfälzer Wein-Qualitätsschmieden zu machen. Neben mir sehr vertrauen Betrieben wie Rings, Krebs oder auch Hanewald-Schwerdt, machte ich die ein oder andere sehr interessante Entdeckung. Neben den großartig feinen Spätburgundern vom Weingut Jülg fiel mir ein Betrieb besonders positiv auf: das Weingut Wegner aus Bad Dürkheim.

Barrique Forum Pfalz

Auf knappen 10 Hektar bewirtschaftet das Weingut Wegner zu 57% Weißwein und 43% Rotwein. Doch Joachim Wegner geht in vielerlei Hinsicht einen etwas anderen Weg. Weiterlesen

Weißwein im Barrique: Rings Sauvignon Blanc vs. Wittmann Chardonnay

(NM)Deutschland, deine Barrique-Weine... Weißwein und Barrique-Ausbau verlangt von der Winzer-Zunft viel Fingerspitzengefühl. Bei minderwertigen Trauben, ausdrucksschwachen Rebsorten oder exzessivem Toasting der Fässer nimmt das „Weinbereitungsgefäß“ viel zu schnell aromatisch die Überhand. Das Ergebnis kennen wir alle: Vanille/Kokos/Butter/Popcorn/verbranntes Holz Aromatiken ohne Ende. Die Rebsortentypizität tritt in den Hintergrund und der Wein agiert nur noch als Barrique-Aromen-Transporter. Auf die Spitze wird das ganz gerne beim Chardonnay getrieben. Ohne kräftiger Holzdosis schmecken dem stilsicheren Chardonnay-Liebhaber die Weine fast gar nicht mehr. Gerade für dieses Überschminken des Weins werden liebend gerne einige extra Euros verlangt und vom Kosument auch ausgegeben. Gutes Holz kostet eben gutes Geld. Wenn dann oben drein noch die Fehler im Weinberg retuschiert oder der schwache Jahrgang ausgeglichen werden kann – umso besser. Es braucht schon etwas Erfahrung, Erfahrung und Erfahrung um den Wein und das Barrique zu einer Einheit zu formen. Egal ob Rot oder Weißwein, der Ausbau im Barrique sollte den Wein in seinem Geschmacksbild immer nur unterstützen bzw. erweitern und ihn nicht dominieren. Den Faktor Zeit darf man bei aller Barrique-Kritik aber nicht außen vor lassen. Nach einigen Jahren Partnerschaft in der Flasche wird oft aus Wein und Holz eine Symbiose – vorausgesetzt der Wein bringt die richtigen Parameter dafür mit. Weiterlesen

Klimawandel? Cabernet Sauvignon aus Deutschland

Deutscher Cabernet Sauvignon die Plätze 1-3(JR) Klimawandel – alles Verschwörungstheorie, so die Skeptiker. Wir Weintrinker wissen es besser.Denn im Weinbau lassen sich ganz konkret und in Zahlen die zum Teil dramatischen Klimaveränderungen der Neuzeit ablesen.

Die nördliche Anbaugrenze von Cabernet Sauvignon hat sich zum Beispiel in den letzten 40 Jahren in Mitteleuropa um rund 800 Kilometer vom 45. bis an den 50. Breitengrad hin verlagert. Verlief sie in den siebziger Jahren noch bei Bordeaux, rückte sie über das österreichische Burgenland und die Donau bis nach Deutschland vor. 1984 stehen die ersten bescheidenen zehn Hektar in Baden, Württemberg und in der Pfalz. Im Jahr 2007 sind es bereits 278 (!) Hektar, mit Pfalz und Rheinhessen an der Spitze. Dies sind zwar nur 0,3% der deutschen Rebfläche, aber der Trend geht ganz klar nach oben. Daher: Anlass für Drunkenmonday, den status quo unter die Lupe zu nehmen. Uns hat neben dem allgemeinen Qualitätsniveau vor allem interessiert, wie sich die Typizität der Traube präsentiert. Kann man vielleicht schon von einem deutschen Stil in Sachen Cabernet Sauvignon sprechen? Weiterlesen

Rotweine von Seeger – Best of Badische Bergstraße

Weingut Seeger
(OW/CLD) Allein auf weiter Flur ist Thomas Seeger als einziger Topwinzer im Bereich der badischen Bergstraße an den Ausläufern des Odenwaldes – seit den 70er ist die Region dem Weinbaugebiet Baden zugehörig. Typisch badisch kann man seine Kollektion auch nennen, in der Hauptsache macht Seeger auf sich aufmerksam mit den Burgundersorten, aber zunehmend auch mit seinen Rieslingen. Der Mann mit dem Indianer-Jones-Schlapphut gilt als einer der versiertesten Winzer in Deutschland beim Barrique-Einsatz. DrunkenMonday befasst sich mit den 08er-Rotweinen des Weingut Seeger, nachdem auf der ProWein ein erster Kontakt zu Thomas und (Su-)Sanne Seeger entstand und die dort verkosteten Weine großen Anklang bei uns fanden. Nun aber Fakten, statt Geschwafel:

2008 Seeger Blauer Spätburgunder QbA
Erdbeere mit etwas schwarzer Johannisbeere und einer Spur Brombeere. Weiterlesen