Locker machen: Vergleichbarkeit von Weinen.

Vergleichbarkeit von Weinen

(NM) Heute gibt es ein kniffeliges Thema. Eines, welches mir schon lange im Kopf herumschwirrt und regelmäßig in Wein 2.0 zu Diskussionen führt. Es geht um die Vergleichbarkeit von Weinen, bezogen auf ihre Qualität in Verbindung mit den persönlichen Vorlieben. Denn irgendwie kennen wir doch alle die Situation: Ein geselliger Abend, größere Runde, mehrere Flaschen Wein werden aufgemacht, es wird blind verkostet. Keiner kennt alle Weine auf dem Tisch. Die ersten Vermutungen werden ausgesprochen, die Weine in Kategorien gepackt. Persönliche Vorlieben bestimmen, von welchem Wein nachgeschenkt wird, welcher einem persönlich also besser schmeckt. Unterbewusst werden die Weine in unserem Kopf verglichen. „Wein A hat eine super klare Frucht, reifes Tannin, ein wenig Kräuter und Röstaromen, eine tolle Säure – den mag ich den ganzen Abend trinken. Wein B und C sind mir hingegen viel zu üppig und fett. Ihnen fehlt es an Struktur. Sie wirken plump und langweilig – haben aber mit Sicherheit viele Parker Punkte. Nicht meins….“ So oder so ähnlich läuft es doch in unseren Köpfen ab. Und was machen wir? Wir vergleichen die Weine. Für uns. Nach unserem Geschmack. Und siehe da: Wein A, kühler Blaufränkisch aus dem Burgendland gefällt mir viel besser wie Wein B und C, einem Primitivo aus Apulien und einem modernen Syrah aus der Toskana. Doch die Gruppe am Tisch ist sich nicht ganz so einig…

Doch darf man diese Weine auf Grund ihrer unterschiedlichen Rebsorten, Regionen, Macharten und Jahrgängen qualitativ vergleichen? Zwei unterschiedliche Thesen hierzu fasse ich hier nun einmal zusammen: Weiterlesen

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Gerade im Glas: 2007 Weingut Künstler Riesling Stielweg Alte Reben

Weingut Kuenstler Stielweg Alte Reben 2007(NM) Jahr für Jahr wenn nicht sogar mein Lieblingswein von Franz Künstler – Weingut Künstler. Auch die 2007er Version gefällt mir wieder ausgesprochen gut. „Alte Reben“ kommt nicht von irgendwoher: Die Reben in der Lage Stielweg sind bis zu 50 Jahre alt und genau das merkt man in diesem Wein. Eine fast aristokratischer Kraft gepaart mit einer ungemein feinen Riesling-Ader. Große Fruchfülle, feine Säure und ein langer Abgang überzeugen mich jedes Jahr wieder aufs neue.

Die Nase bringt wunderbar cremige und würzig frische Noten von Ananas, Zitrone und saftigen Pfirsichen. Saftig geht es dann auch im Mund weiter: Klasse reife Frucht, gute Konzentration und eine schön eingebundene Säure lassen den Wein sehr komplett erscheinen. Jetzt gerade schon sehr gut trinkbar, aber ich denke da wird sich noch einiges bewegen in den nächsten 2-5 Jahren. Weingut Künstler Stielweg Alte Reben 2007 – Absoluter Tip! Lockere 91/100 Punkte gibts von mir.

Weingut Künstler