Raw Berlin Winefair 2016 – Isabelle Legeron in der Cordobar & das Programm fürs Wochenende

raw-berlin-winefair-2016

Dieses Wochenende kommen die Ökos, die Biodynamiker, die NATURALiker, die RAWisten und die ORANGEisten der Winzer & Weinjünger in Berlin zusammen. Und viele Weinhändler & Gastronomen machen mit. Um einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen, präsentierte die RAW Macherin Isabelle Legeron MW – übringes einzige weibliche französische Master of Wine – im Salon Krankl der Corbobar eine Auswahl Naturweine und erläuterte die Idee.

RAW Berlin Winefair 2016 - Isabelle Legeron & Willy Schlögel im Cordobar Salon Krankl
RAW Macherin Isabelle Legereon MW & Cordobar Wirt Willy Schlögl im Salon Krankl

Mit einer bunten Auswahl verschieden stark ausgeprägter Naturweine gab uns Isabelle Legeron Einblick in die stilistische Vielseitigkeit der Naturweine. Ein spannend-wilder Ritt auf dem Aromenhengst: Weiterlesen

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WINEWICHTELN 2016 – Lasst die Flaschen reisen

winewichteln 2016

(PT) „Wichteln. In cool? Geht das? Sozusagen winewichteln?“ haben wir 2014 und 2015 gefragt. Die Antwort:
(for english version, please see below)

2015 haben unglaubliche 1035 Weinenthusiasten aus 15 Ländern beim winewichteln 2015 mitgemacht. (Zum Vergleich: Im ersten Jahr 2014 waren es 464 aus 9 Ländern)

Diese Anzahl der Teilnehmer hat unsere Erwartungen nicht übertroffen, sie hat uns absolut überwältigt: Menschen aus der ganzen Welt – sogar aus Singapur – teilten ihre Weine mit „Fremden“ auf der ganzen Welt. In diesem Sinne verbindet die Weinleidenschaft Menschen.

Und wir brauchen Helfer: Der Aufwand dieses Projektes ist groß und wir sind auf Unterstützung angewiesen. Es geht um das community management. Ergo, wenn du dich einbringen möchtest, schreibe bitte eine kurze mail an hello@winewichteln.com

winewichteln Karte 2014

Es entstanden Weinrunden in Städten wie Hamburg, Berlin, München oder in Regionen wie zum Beispiel an der schönen Mosel um gemeisam die Leidenschaft Wein zu teilen. Die winewichteln Facebook Gruppe entwickelte sich zum großen Forum.

Was uns ganz besondere glücklich gemacht hat: Weiterlesen

Gault Millau Weinguide 2017 – Winzer des Jahres Hanno & Dorothee Zilliken

(PT) Es ist soweit: Der neue Gault Millau Weinguide wurde veröffentlicht. Es ist die 24. Ausgabe und die Auszeichnungen haben uns insbesondere für zwei Weingüter das Herz hüpfen lassen: Weingut Zilliken & Weingut Rudolf May.

Die Geschichte zu Zilliken folgt, hier die zu Rudi Mays Silvaner:

Rudi ist ein leiser und bodenständig-sympathischer Charakterkopf, dessen Weine uns immer wieder begeistert und berührt haben: Herzlichen Glückwunsch Rudi May für die Auszeichnung „Silvaner des Jahres“. Wir finden: absolut verdient. Hier kurz unsere Reaktion vom 28.8.16 als wir die Silvaner Großen Gewächse vom Rudi bei der Vorpremiere der GGs in Wiesbaden kosten durften:

Rudolf May, ich verneige mein Haupt ehrfurchtsvoll vor diesen Silvaner GGs. Langenberg „Himmelspfad“ – ist das ein geiler Saufwein. Ja, genau das ist er. Und noch viel mehr. Tief, komplex aber bereits jetzt schon unglaublich trinkig & animierend. Man kann gar nicht genug davon bekommen. Einfach zum Reinlegen. Mehr davon!
Rothlauf – der würzige, tiefgründige fast schon unnahbar wirkende Monolith. Meditationswein. Von diesem Wein würde ich gern die kommenden 5-10 Jahre je eine Flasche probieren – das wäre eine faszinierend Reise.

Dringender Kaufbefehl. Wer sich mit diesen Weinen nicht eindeckt, dem ist nicht mehr zu helfen. #vdpGG16

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Gault Millau Weinguide Deutschland 2017

Hier die weiteren Auszeichnungen:

Winzer des Jahres: Weiterlesen

Wenn Wein die Seele füttert: 2011 Houillon-Overnoy Chardonnay Arbois Pupillin

2011 Houillon-Overnoy Chardonnay

(NM) Im Englischen gibt es mitunter ganz wunderbare Sprüche und Floskeln, welche ins Deutsche übersetzt einfach nur merkwürdig klingen. „This wine feeds my soul“ – „dieser Wein füttert meine Seele“ klingt im Englischen nach „Balsam für die Seele“, im Deutschen nach Magenknurren im parapsychischen Unterhaus. In der Weinwelt finden sich aber durchaus Weine, die genau dieses Balsam für die Seele sind und diese auch mit dem füttern, was ihr vielleicht bedingt durch Stress oder Trauer abhandengekommen ist. Wein als Stimmungspendel in Richtung Heiterkeit und innerer Zufriedenheit. Und voila, hier ist einer dieser Gattung, zumindest für mich. 2011 Houillon-Overnoy Chardonnay Arbois Pupillin aus dem Jura.

Maison Pierre Overnoy ist bzw. war sowas wie der stille Großmeister des „Vin Naturel“ im Jura bzw. vielleicht neben dem Zappelphilipp Nicolas Joly auch in ganz Frankreich. Als Pierre 1968 von Papa Overnoy die 2,6 Hektar Weinberge in Pupillin – in der Nähe des Dorfes Arbois – übernahm, führe er den Betrieb dort „traditionell“ weiter. Keine Fungizide, Pestizide oder Herbizide, nur Kupfer und Schwefel wurden verwendet. Und davon so wenig wie nötig. Am besten gar kein Schwefel. Während sein Bruder den Obst und Gemüse Teil des Väterlichen Erbes weiterführte, setzte Pierre damals in 1968 unbewusst einen Meilenstein der alternativen Weinbereitung. Weiterlesen

Hinter den Kulissen: „Riesling Schlösser and Friends“ / Ente, Wiesbaden

Die Ente in Wiesbaden

(NM) Genuss kommt von genießen. Das ist so richtig. Doch hinter jedem Genuss steckt auch eine Menge Arbeit. Meist hat der Genießende damit wenig am Hut. Er betritt das Restaurant seiner Wahl, genießt das exzellente Essen, großartige Weine und im besten Fall eine noch bessere Kombination aus beiden. Doch diese Symbiose zwischen Wein und Essen entsteht nicht aus Zufall. Ein ganzes Team von Menschen „arbeitet“ an dem vollkommenen Genuss anderer. Doch wie sieht diese Arbeit aus? Drunkenmonday hat einmal ein Blick hinter die Kulissen bzw. in die Vorbereitungen zum Genuss-Event „Riesling Schlösser and Friends“ im Sterne-Restaurant „Ente“ in Wiesbaden geworfen. Und da für diese Veranstaltung noch Karten verfügbar sind, dürfen wir euch heute erst recht den Mund wässrig machen.

Der Rheingau gehört mit Sicherheit als Mitteldeutsche Schlemmerzentrale ganz weit nach vorne in Sachen außergewöhnliche Ess- und Trinkkultur. Ein Highlight im späten Herbst sind die „Glorreichen Rheingau Tage“. Ein Highlight dieser Veranstaltungsserie rund um dem Rheingauer Wein und speziell dem Riesling ist das Event „Riesling Schlösser and Friends“, welches diese Jahr am 10. November im Sterne Restaurant „Ente“ in Wiesbaden stattfindet. Die Riesling Schlösser Schloss Vollrads und Schloss Johannisberg laden jedes Jahr ein weiteres befreundetes Weingut ein, welche genauso wie sie selbst zu 100% Riesling anbaut. Für das Jahr 2016 wurde mit dem Moselaner VDP Weingut Reichsgraf von Kesselstadt ein mehr als ebenbürtiger Partner für das 5. Gänge Menu umfassende Gala Dinner gefunden. Sternekoch Michael Kammermeier wird ein sensationelles Menu abliefern, soviel sei vorne weg verraten. Doch woher wissen wir das? Das Stichwort lautet: Testessen.

Riesling Schlösser and Friends Weiterlesen

Guzzle Buddy – das Weinflaschen Glas für den großen Durst

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Als der „Guzzle Buddy“ gestern durchs Netz schwappte, dachten wirt noch es wäre ein Joke. Aber nein: Den Guzzle Buddy – quasi eine „Ausschenkhilfe“, die aus einer Flasche Wein ein extra großes Glas Wein macht, gibt es wirklich auch direkt bei Amazon.

Jetzt stellt sich uns die Frage: Wird es auch eine Weißwein, Champagner und Süßwein Variante geben? Hat sich Riedel schon eingeklinkt? Das wäre doch was nach dem Cola & Espresso Glass. Oder wird eine feine „Universal“ Variante von Zalto geben?

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„The original guzzle buddy turns your wine bottle into your oversized XL wine glass. It is the true, ultimate wine bottle glass, because everyone loves Weiterlesen

Jörn Goziewski – Riesling Magic

Jörn Riesling Rheingau

(NM) Es gibt Winzer und es gibt Winzer. Die einen produzieren Jahr ein Jahr aus bodenständige Weine, beglücken mit konstanten Qualitäten die Kundschaft und sind in Sachen Evolution und Revolution eher konservativ unterwegs. „Wir machen das schon immer so“. Zu Recht. Der Kunde kauft. Alles gut. Und dann gibt es Winzer wie Jörn Goziewski. Ja genau, der Jörn Goziewski. Jörns Weine hatten wir schon einige Male hier auf dem Blog vorgestellt. Jörn kann man gut und gerne als das komplette Gegenteil des „das Weingut ist seit 1792 in Familienbesitzt – der Wein schmeckt immer gleich“ Winzers bezeichnen. Wenn man glaubt, er hat das Thema Riesling auf die Spitze getrieben, setzt er im nächsten Jahr noch einen drauf. Seine Heimat ist der Rheingau, seine Hommage an ihn der Riesling und seine Markenzeichen ist sein Mut die Sachen einmal etwas anders anzugehen.

Jörn Goziewski

Umtriebiger Teufelskerl

Nachdem Jörns Ära bei dem Weingut Ankermühle 2013 zu Ende ging, machte sich der umtriebige Riesling Virtuose mit der Marke „Jörn Wein“ selbständig. Auf 1,4 Hektar gepachtetem Mutterboden, selbstredend im Rheingau rund um Geisenheim und Rüdesheim ansässig, produziert er je nach Ertrag zwischen 3000 und 4000 Flaschen Wein pro Jahr. Das der aktuelle 2015er Jahrgang zum Teil noch in den Fässern auf der Hefe schlummert, kann durchaus als Markenzeichen bezeichnet werden. Denn Jörn macht langsamen, Natur bezogenen Wein. Der forcierte Ansatz „im Herbst ernten, pressen, Hefe drauf, vergären, in die Flasche und beim Kunden bis Januar“ lässt Jörn kalt. Frisch und knackig in rauen Mengen machen Andere. Weiterlesen

Planet Berlin – Tim Raue & Team greifen im Planetarium nach den Sternen

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(PT) Neues Gastroprojekt & -objekt am/unterm Sternenhimmel: PLANET BERLIN. Die 3 Gastronomen Elmar und Gernot Karger sowie Tilo Barenthin – eingespieltes Gastro Team der Bread & Butter – werden kommendes Jahr in Europas modernstem Wissenschaftstheater die Gastronomie bespielen. Dafür haben sie wirklich verrückte Ideen in der Tasche – mit prominenter Unterstützung von Sternekoch Tim Raue.
Ein „Best of“ der brandneuen Planetarium-Programme sowie ein Auszug aus den Menüs aus der Feder von Tim Raue gab es Dienstagabend schon zum Pre-Opening.

Das Konzept für die Kantine beschriebt Tim Raue mit „Es wird simpel, aber lecker, mit guten Zutaten“. Kein Schischi sondern eher Wurststullen und guter Eintopf. Schließlich sind zum Großteil Kinder die Besucher des Planetariums im Tagesgeschäft.

Kürzlich für mehr als 13 Millionen Euro umgebaut will das Wissenschaftstheater auch besonderer Veranstaltungsort sein. Man kann es – mit Küchenservice by Tim Raue & rund um Veranstaltungsservice mieten.

Eindrücke des Pre Openings:

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Uwe Schiefer startet crowdfunding – ein Interview

(PT) Das Winzerleben lehrt – im Gegensatz zur Politik oder Wirtschaft – Demut. Wenn der Hagel die Ernte vernichtet. Wenn sintflutartige Regenfälle deinen Weinberg wegspülen. Dann kann gleich wie groß dein Ego ist, jeder noch so schöne Plan den Bach hinuntergehen.

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Besonders hart hat es Uwe Schiefer getroffen. Und das mehrmals. Der österreische Spitzenwinzer war massgeblich an der Renaissance des eleganten, feinen und charakterstarken Blaufränkisch beteiligt. Heimisch in Burgenlands faszinierendem Eisenberg Gebiet, haben die Wetterkapriolen vier Jahre hintereinander nicht nur die Erntemenge extrem dezimiert, sondern Weingärten teilweise zerstört.

Um den Kraftakt finanziell zu stemmen, startet Uwe Schiefer ein crowdfunding. Wir haben ihn dazu interviewt:

Lieber Uwe, du startest jetzt eine Crowdfunding Kampagne für dein Weingut – wie kam es dazu?

„Die Idee entstand, da die letzten vier Jährgänge hintereinander Missernten bzw teilweise gar keine Ernten mehr waren. Seit 2007 hab ich die Weinbau Schiefer Rebfläche verdoppelt und das Winzerleben zu meinem Haupterwerb gemacht. Es wurde viel investiert, teilweise krasse Hanglagen rekultiviert und durch die schwierigen Ernten ist dabei die Luft so dünn geworden, dass das wirtschaftlich fast einem Selbstmord gleicht.
Henrik Möbitz hat mich auf die Idee das crowdfundings gebracht. Er meinte, es sei eine gute Möglichkeit durch weinaffine Leute Unterstützung zu bekommen. Dann versuchte ich es so schnell wie möglich umzusetzen. Schließlich sitzen mir die schlechten, teils katastrophalen Jahre im Rücken. Verschlimmernd sind auch noch die Auswirkungen das diesjährigen Hagelschadens. Das Rebholz ist teilweise so arg angegriffen, dass manchen Reben selbst kommendes Jahr kaum oder keinen Ertrag bringen werden.

„Wie schlimm ist es wirklich ? Existenzbedrohend?

Ja, wer meine Situation kennt weiß, dass ich nicht mit Nichts angefangen habe, sondern mit einem minus. Hier gab es keinen alten Betrieb, keinen Traktor, kein nix. Alles musste von Null aufgebaut und bezahlt werden.
Auch mit gutem Namen und guten Vertrieb bleibt als junger Betrieben zu wenig unterm Strich übrig, um mehrere Jahre hintereinander unter der kalkulierten Mindestmenge zu überleben. Fast nicht zu überleben.
Auch die Auspflanzungen von diesem Jahr, die Stützmauern nach dem Hangrutsch usw bis das ertragbar gemacht werden, kann brauche ich Mittel.
Das kann ich nicht mehr aus dem cash flow finanzieren.“

Was hab ich vom einem Investment? Weiterlesen

Christian Witte verlässt Schloss Johannisberg

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Schloss Johannisberg im Rheingau – Quelle: Schloss Johannisberg Facebook

(PT) Es wurde schon länger gemunkelt – jetzt ist es offiziell: Chrsitian Witte – seit 2004 Domänenverwalter – verlässt Schloss Johannisberg.

Und bleibt über Umwege doch:

„Christian Witte (46), seit 2004 Domänenverwalter der Fürst von Metternich’chen Domäne Schloss Johannisberg wird mit Wirkung zum 1.Oktober die Verantwortung für die internationale Vermarktung der Weine der gesamten Henkell & Co Gruppe in Wiesbaden übernehmen. Dies umschließt alle Exportländer außerhalb Europas.

Zukünftig wird die Fürst von Metternich-Winneburg’sche Domäne Schloss Johannisberg in Nachfolge von Herrn Witte gemeinsam von Stefan Doctor und Marcel Szopa geführt.

Während Stefan Doktor für den Vertrieb der Schloss Johannisberger un G.H. von Mumm’schen Weine zuständig ist, verantwortet Marcel Szopa zentral die Produktion. Beide übernehmen ihre Aufgaben ebenfalls zum 1.Oktober 2016.

Stefan Doktor (43) hat im Jahr 2016 sein Studium an der Weinakademie Österreich erfolgreich abgeschlossen. Nach seiner Karriere als Sommelier in der Top-Gastronomie ist er bereits seit 2008 auf Schloss Johannisberg in verantwortungsvoller Funktion tätig und betreut die Kunden für dessen Rheingauer Premiumweine.

Marcel Szopa (34) ist seit 2012 in der Henkell & Co.-Gruppe verantwortlich für die Sektherstellung, zu der auch Fürst von Metternich Sekt gehört.Die Aufgaben auf Schloss Johannisberg übernimmt er zusätzlich.

gez. Christian Witte, Stefan Doktor, Marcel Szopa“

Quelle: Schreiben des Gutes datiert auf den 9.9.16

Weinrallye #101: Herzensweine – alle Artikel gesammelt

weinrallye herzensweine drunkenmonday weinblog

(PT) Im Rahmen der 101sten Weinrallye mit dem Thema „Herzensweine“ sammeln wir hier alle Artikel. Die Reiehnfolge ist willkürlich, oer grad so, wie die Artikel eintruddeln:

Torsten von weintasting.de schreibt über 2000er Bordeaux
Susanne von Hunderachtziggrad schreibt über die eine, wahre Liebe
Peter beschriebt, warum man nur mit dem Herzen wirklich gut sieht
Dorothee nimmt uns mit auf Safari in Tanzania
Nico erklärt was Hagel und Frost mit dem Herzenswein zu tun haben
Anja erzählt bei weingeschichte-n wie ihr Herz auf einem Markt erobert wurde
Laura legt ihr Wein-Gelübde ab
Peter offenbart die Liebe zur Chardonnay Königin
Claudia Stern mit einer traurigen Geschichte über gute Freunde und der 2012er Riesling Benn von Katharina Wechsler
Juliane schreibt auf einfachwein.net über Südafrika und ihre Herzensweine von Laibach.
Thorsten Hammers Herzensweine kommen heute einmal nicht aus dem Priorat, sondern aus dem Jura. Eine schöne Geschichte!
Cordula Eich schwärm von einem Rosé aus der Provence. Ihrem Herzenswein.
Stefan von Baccantus Herz gehört u.a. dem Languedoc – hier seine coup de Coeurs.
Dorit Schmitt erzählt uns auf „Magazin Chateau et Chocolat“ über ihre Herzensweine.
Martin Riedl schreibt u.a. über die Quatratur des Ovals und einem 5€ Chianti.
Hans Joachim Klose’s Herzenwein ist LiquidSun – seiner erste TBA.

Herzenswein, Hagel und Frost. Andreas Tscheppe und die grüne Libelle.

2013 Tscheppe Grüne Libelle

Dieser Artikel ist unser Beitrag zu aktuelle Weinrallye #101: Herzensweine. Gastgeber sind wir selbst, der Drunkenmonday Weinblog.

(NM) Der Arbeitsplatz eines Winzers bewegt sich in der Regel zwischen Weinberg, Weingut und Weinverkaufsveranstaltung. In durch Wände, Dächer, Türen und Toren räumlich getrennten Einhausungen kann er Temperatur und Luftfeuchtigkeit meist selbst bestimmen, ist also nicht auf Mutter Natur angewiesen. Sogar die Wunschwärme bzw. Kälte der Gärung im Stahltank kann bei guter Ausstattung der Gerätschaften mitgegeben werden. Draußen im Wingert sieht das für seine Trauben natürlich ganz anders aus.

Südsteiermark

Wünsch dir was.

Der beste Freund des Winzers ist ein gut gestimmter Petrus. Weiterlesen

Weinrallye #101: Herzensweine

weinrallye herzensweine drunkenmonday weinblog

(PT) 2010. Sage und schreibe sechs Jahre ist es her, dass wir zum ersten Mal bei der Weinrallye mitgemacht haben. Umso mehr freuen wir uns bei der 101sten Weinrallye Gastgeber zu sein. Das Thema: Herzensweine. Und da wir uns freuen würden, viele Leute und Blogger – gerne auch „Nicht-Weinblogger“ zum Teilnehmen zu bewegen, hier eine kleine Einführung:

Was ist die Weinrallye?

Die Weinrallye ist ein Weiterlesen

Trinkt mehr Champagner: Charles Dufour „Bulles de Comptoir #4“

Dufour #4 Champagne

(NM) Champagner! „Gibt es was zu feiern?“ Nö. „Warum denn dann Champagner?“ … Seid ihr es auch leid euch immer rechtfertigen zu müssen, wenn euer Verlangen nach einem Schäumer aus der Champagne schreit? Mir geht es zumindest so. Und was tue ich dagegen? Einfach mehr Champagner aufmachen und mit Freunden teilen. Grundlos. Mittwochsabends. Freunde einladen, Flasche öffnen und anstoßen. Anderen Menschen seine Wertschätzung ihnen gegenüber mitzuteilen. Denn dafür eignet sich dieses Getränk ganz hervorragend. Das geht natürlich auch verbal, aber Champagner schafft dies wortlos. Also: trinkt mehr Champagner – einfach nur so.

Und damit man im Supermarkt an der Kasse nicht immer sich von der Lebensmittelfachangestellten die Vitrine aufschließen lassen muss, um an den Moet Chandon, Veuve Clicquot oder Heidsieck dran zu kommen, bestellt man sich im Internet einfach mal Winzer Champagner. Denn der ist in der Regel nicht nur günstiger wie die Kollegen mit den großen Namen, sondern auch oft viel spannender. Und einen dieser Winzer Champagner möchten wir euch hier und heute ganz besonders ans Herz legen: Charles Dufour „Bulles de Comptoir #4“ Weiterlesen

München 22.7.16 #nofear

München 22.7.16  #nofear
Harald Scholl auf Facebook:

„Seit heute 18:00 ist München eine andere Stadt, ist München nach 32 Jahren, in denen ich hier wohne, ist München ‚MEINE‘ Stadt … ich bin vom Glockenbach (wo ich arbeite) bis zum Rotkreuzplatz (wo ich wohne), quer durch die Stadt gelaufen. Im Regen, begleitet von Blaulicht. Ich habe in der Fraunhoferstrasse im Pop-Up Quartier mit vorher Unbekannten Gin Tonic getrunken, Tischfussball gespielt, mit Rosi – einem kleinen Mops – Freundschaft geschlossen. Ich bin durch eine aufgeregte und verunsicherte Stadt bei Marion und Oliver in der Kork-Weinbar auf einen Zigarillo stehen geblieben. Habe am Hauptbahnhof ganz unterschiedliche Menschen getroffen, einen jungen Türken, einen Afghanen, Karstadt-Verkäuferinnen auf dem Heimweg, mehrere Stadtstreicher. Wir haben gesprochen, es wurden Getränke angeboten, Mitfahrgelegenheiten diskutiert, Schlafplätze angeboten. An der Seite des Bahnhofs, dem Starnberger Bahnhof, zwei gestrandete australische Backpackerinnen getroffen. Sie mit meiner Visitenkarte ausgestattet, gesprochen, Informationen ausgetauscht, uns Glück gewünscht. Am Augustiner neben dem BR-Funkhaus besoffene Wildbiesler ermahnt, gelacht, gefeixt, gespottet. Und am Ring zwei Polizisten, die vom Einsatz kamen, einfach mal ein „Danke!“ zugeworfen. 
Meine Stadt ist geschockt, meine Stadt ist traurig. Aber meine Stadt hat keine Angst. Meine Stadt weint um alle unschuldigen Toten. Aber meine Stadt ist stärker, als es alle Idioten mit ihrer dummen und anmaßenden Waffengewalt es sein können. Ihr kriegt uns nicht. Mich nicht, die Münchner nicht, meine Stadt nicht. 

Niemals. 

#nofear #munich #muenchen“

Günther Jauch bei Nachgefragt @ drunkenmonday.de

Günther Jauch Nachgefragt @ Drunknenmonday.de

(NM) Ich muss gestehen, es war eines der entspanntesten Interviews meiner „Karriere“ als Weinblogger. Es wurde viel gelacht und geschmunzelt, aber auch reflektierend nach interessanten und amüsanten Antworten gesucht. Mein Gegenüber und Interview Partner war Günther Jauch. Ja, der Günther Jauch. Seit vielen Jahrzehnten bekannt aus Funk und Fernsehen ist genau dieser Herr Jauch mit dem Erwerb des Weingutes von Othegraven an der Saar anno 2010 als Weingutsbesitzer vielen Weintrinkern in bester Erinnerung. Das letzteres nicht nur als strategischer Schachzug rund um die Marke und Person Günther Jauch zu werten ist, wurde in unserem Gespräch schnell klar. Seine Passion für das Kulturgetränk Wein war nicht zu übersehen. Dabei hat gerade die Stilistik des feinen, mineralischen und restsüßen Saar Riesling Kabinetts es ihm und seiner Frau sehr angetan. Praktischerweise sind diese Weine auch eine der Stärken des Weingutes von Othegraven – dem großartigen Kellermeister und Geschäftsführer Andreas Barth sei Dank.

Die Historie des heutigen Weingutes von Othegraven geht bis in das 16. Jahrhundert zurück. Weiterlesen

Award, Award, wir haben ein Award!

Da isser! Der Lieblings Award!

(NM) Jedes mal wenn ich neue Artikel auf meinem Lieblings Weinblog lese, freue ich mir ein Schnitzel in dem Bauch. Denn Felix Bodmann und sein Weinblog „der Schnutentunker“ geben mir in Sachen Wein 2.0 eine innere Zufriedenheit und Bestätigung, welche mich persönlich immer wieder antreibt, hier in Sachen Wein weiter zu missionieren. Und dann das: Felix vergibt Drunkenmonday einen „Liebster Award“. Ein Award. Für Drunkenmonday. Toll!

Der Liebster Award ist dafür ausgelegt die „guten alten Blogger Zeiten“ wieder etwas zurück in die Realität von 2016 zu holen. „Damals“ wurde zum Beispiel fleißiger Blogübergreifend verlinkt, kommentiert und ausgetauscht. Wir waren das A-Team der virtuellen Weinszene, gejagt von den großen alten Recken der Weinaufsicht. Wir erlaubten uns Punkte zu veröffentlichen, ohne vorher Wein im Wert eines Einfamilienhauses gesoffen zuhaben. Wein-Meinungs-Revoluzzer. Hach, schön wars.

Der Liebster Award!

Doch nun genug der nostalgischen Gedanken. Hier die Regeln für den Liebster Award: Weiterlesen

Boden und Zeit. Marc Tempé.

Marc Tempe Magic!

(NM) Es gibt durchaus ganze Weinbauregionen auf dieser unseren Welt, mit denen ich Wein-Stilistisch nicht klar komme. Sicher darf man ganze Gebiete mit hunderten von Winzern, etlichen Rebsorten und den unterschiedlichsten Bodenbeschaffenheiten nicht über einen Kamm scheren. Doch meine persönlich Erfahrung und der Wille die Weine des Elsass zu entdecken war bis zu dieser Probe recht dünn und schwach. Vieles was mir aus diesem Fleckchen Wein Welt bis dato in das Glas kam war mir persönlich zu süß, zu mächtig oder zu Alkohol dominiert. Im schlimmsten Fall alles 3 zusammen. Somit ließ ich Elsass den Elsässern und schaute mich weiter um. Bis, ja bis auf einmal ein Winzer namens Marc Tempé meine Wege kreuzte und ich aus dem Schwärmen nicht mehr raus kam. Hier nun die Geschichte dazu.

Mit nur 8 Hektar zählt Marc Tempé sicher zu den kleineren Winzern im Elsass. Doch diese Fläche sitzt in rund 30 eigenständigen Parzellen in den Gemeinden St. Hippolyte, Hunawihr, Zellenberg, Riquewihr, Sigolsheim und Kientzheim. Solch eine Lagenvernarrtheit findet man selten. Markus Molitor an der Mosel kommt mir da vielleicht noch in den Sinn. 1993 übernahm Marc das Weingut von seinen Eltern. 1996 wurde schon auf Biodynamie umgestellt. Für ihn ist das Biosiegel auch kein Marketing Gag, sondern tiefste Überzeugung. Marc vertraut seiner peniblen Lese und Selektionierung derartig, dass er beim Abpressen und der Maischestandzeit keinen Schwefel hinzufügt. Im großen Fuder Fass findet dann die Vergärung statt. Zwischen 18 und 24 Monate liegt der Wein anschließend auf der Hefe. Den ersten Schwefel verwendet er nur im letzten Schritt bei der Abfüllung. Ein absolut puristischer Ansatz.

100/100 Weiterlesen

Die Mosel bekommt Verstärkung: Dirk verlässt Niepoort!

Dirk Niepoort & Philipp Kettern - FIO

Die zwei FIO Köpfe: Dirk van der Niepoort & Philipp Kettern

(NM+PT) Ok Freunde, festhalten: Dirk van der Niepoort verlässt eines der Kultweingüter Portugals, sein Familienweingut Niepoort und gründet zusammen mit Philipp Kettern das Projekt FIO an der Mittelmosel, wie Philipp Kettern telefonisch bestätigt. Dirks Sohn Daniel (24) wird auch involviert sein.

Das Weingut Niepoort aus Vila Nova de Gaia, die Quinta de Nápoles und Quinta do Carril werden weiterhin von Dirks Mutter Ingrid Niepoort und Schwester Verena weitergeführt. Auch Dirks Erstwohnsitz wird weiterhin in Porto bleiben, aber sein vinophiler Fokus wird sich von nun an auf den Mosel Riesling richten.

FIO, der verbindene Faden

FIO bedeutet „Faden“ auf portugiesisch. Seit 2012 verbindet ein besonderer Faden Dirk van der Niepoort und Philipp Kettern miteinander: In diesem Jahr schufen sie erstmalig den Mosel Riesling namens FIO als Gemeinschaftsprojekt. Spontan vergoren, zwei Jahre ohne Weiterlesen

Save the date: Graf Stephan von Neipperg live / Veritable 16

Graf Stephan von Neipperg

(NM) Liebe Freunde und Leser von Drunkenmonday,

Ich möchte euch gerne diesen Sommer wieder zwei Termine ganz nahe an euer vinophiles Herz legen.

Es handelt sich einmal um den Sonntag den 3. Juli 2016, wo kein geringer als Graf Stephan von Neipperg im Saalbau in Neustadt an der Weinstrasse eine 2 Stündigen Vortrag halten wird. Graf Stephan von Neipperg gilt als einer der Initiatoren der Qualitätsrevolution im Bordeaux. Als Besitzer von sechs namhaften Gütern wird er einiges zum Thema Bordeaux und dessen Entwicklung der letzten Jahrzehnte erzählen können. Der Vortrag beginnt um 14:30 Uhr und ist nach offizieller Anmeldung hier kostenlos.

Einmal in Neustadt und Umgebung angekommen, kann man auch direkt im Anschluss am Montag den 4. Juli 2016 die vielleicht schönste Weinmesse Deutschlands* – genannt Veritable – im idyllischen St. Martin besuchen. Weiterlesen

Deutscher Chardonnay? Ein Blindproben-Selbstversuch.

Deutscher Chardonnay - Wo stehen wir?

(NM) Beim Spätburgunder haben wir Deutschen „so von außen betrachtet“ ja schon einiges erreicht. Auch wenn Sieben Achtel der weltweiten Wein Freaks unseren „Schpahtburgunder“ nur vom hören-sagen oder der Dekanter Trophy kennen, darf man der deutschen Interpretation der Königin der Rotweinsorten einen gewissen Qualitätsruf und Anspruch nicht ausreden. Regelmäßig schicken wir mit Spätburgunder von der Ahr, aus Baden, Rheinhessen oder der Pfalz renommierte Premier und Grand Grus aus dem Burgund in Blindproben nach Hause. Doch um International die ganzen großen Schnitte zu machen, sind die Produktionen der großen Spätburgunder viel zu gering. Und selber saufen wir das Zeug ja auch noch recht gerne. Somit ist der deutsche Pinot Noir „so von außen betrachtet“ fast schon mit dem Yeti zu vergleichen – alle kennen ihn, doch noch keiner hat ihn gesehen.

Doch was macht eigentlich deutscher Chardonnay? Sind wir doch einmal ehrlich. Außer dem ständigen Vergleich mit seinem ideal Vorbild aus dem Burgund antreten zu müssen, hat deutscher Chardonnay stilistisch bzw. typizizätisch (neues Wort – geht auf mich) in etwa so viel Strahlkraft wie eine 4 Watt Stromspar-Funzel von Ikea. Und das ist sehr schade. Sicher, Riesling hat die Pole Position der Weißweinsorten in Deutschland auf ewig gebucht, doch ist auch der deutsche Chardonnay durchaus in der Lage sich seine Lorbeeren zu verdienen – und wir helfen ihm heute dabei. Weiterlesen

Wild Things Winebar Berlin – wo die wilden Tiere hausen

The wild animals of Wild Things Winebar - artwork by www.kristinabekker.com

The wild animals of Wild Things Winebar – artwork by Kristina Bekker

(PT) Wild Things Winebar? Wild und zügellos. Die Weine? Ne, die Stimmung. Dieser Laden wird die Nacht zum Brennen bringen. Hier werden die Tucholskys von heute die Nacht zum Tag machen. Angespornt von Schönheiten der ganzen Welt, die es nach Berlin zog.

Wild Things Winebar - Weine so wild, dass sie hinter Gitter müssen

Wild Things Winebar – Weine so wild, dass sie hinter Gitter müssen

Kein Schischi. Kein Design. Sozusagen Anti Design. Die Theke als „zusammengeflickt“ zu beschreiben ist noch ein Kompliment. Who cares? Dafür gibt es eine raumfüllende Kirchenbank, eine Popcorn Maschine (JA!!) und bald auch eine Mezcal Bar, die ihresgleichen sucht. Natürlich im Hinterzimmer. Bis dahin sorgt die wohl umfangreichste Naturwein Auswahl Berlins für Vergnügen. Und guter Weiterlesen

ProWein 2016: Spread the love!

ProWein 2016

(NM) Man könnte schon sagen, dass ich es gut habe. Meine ProWein Planung startet jedes Jahr mit einem leeren Zettel. Wo muss ich hin? Was möchte ich unbedingt mal verkosten? Wem sollte ich die Hand schütteln? Luxusprobleme. Später finden sich auf diesem Zettel neben 5-7 Veranstaltungen, von welchen ich maximal 1 schaffe zu besuchen, ca. 25-30 Winzer welche ich unbedingt besuchen möchte. Kontaktpflege, Menschen drücken, Hände schütteln, Bussis geben, Schwätzchen halten, Wein probieren, Wein ausspucken, gute Miene machen. Doch am Ende vom Tage bin ich nur einer von vielen, einer von Hunderten, welche sich an den Ständen herumtreiben und genau das Gleiche tun wie ich. Kontaktpflege, Menschen drücken, Hände schütteln, Bussis geben, Schwätzchen halten, Wein probieren, Wein ausspucken, gute Miene machen. Soll es das gewesen sein?

Ich bin Weinblogger. Ich muss dort nichts kaufen, nichts verkaufen, kein Schnäppchen finden, keine 90 Punkte Fass Ware für 1,99€ pro Liter auftreiben und keinen Großhändlern den jährlichen Besuch abstatten. Ich bin frei. Sechstausend und ein paar zerquetschte Austeller, zehntausende von Weinen – und ich bin frei. Was also macht ein Weinblogger nun auf der ProWein?

Ganz einfach: Etwas zurückgeben. Weiterlesen

Champagne Gun – Wie könnte man nur ohne?

Champagne Gun? Champagne Gun! Welche Bilder gehen da einem durch den Kopf? Bzw wie viele Flaschen Champagner müssen dafür geleert werden? Kann die Champagne Gun die Lösung für viele Konflikten werden? Sozusagen der Weltfrieden Bringer? Man stelle sich vor: Sigmar Gabriel exportiert statt deutscher Waffen die Champagne Gun zu den Saudis (lässt sich auch mit deutschem Sekt bestücken – aber nur Magnums). Eine neue Epoche des Geldregens für deutsche Sekthäuser würde anbrechen. Ganz zu schweigen von den „Schlachtfeldern“. Statt sich gegenseitig umzuschießen, würden sich die Armeen g’scheit einen reinballern – verdursten würde keiner.

champagne gun targeting

Wir sehen schon die neue Qualität der Diplomatie: Putin, Obama, Assad und Kim Jong Il versammeln sich zum fröhlichen Champagne Gun ballern – nur ob diese feucht-fröhliche Party auch Merkel gefällt ist eine andere Frage, da sie ja bekanntlich „…allenfalls bei Gesprächsabschluss ein Glas Wein oder Sekt“ trinkt. Ach, bei der Gelgenheit würde sicherlich auch Sarkozy dazustossen – sozusagen mit der Munition. Ob Berlusconi nur Franciacorta verballern würde? Oder wird sein Bunga Bunga Kumpel Briatore bei Jay Z alle Armand de Brignac Magnums leer kaufen – farblich würden sie passen…

Aber wir scheifen ab, zurück ins Studio:

Champagne Gun

champagne gun - champagner maschinenpistole

THE Champagne GUN

Für läppische Weiterlesen

200 Prozent Riesling: 2013 Joern Riesling „Arancia“

Die dunkle Seele des Rieslings: 2013 Jörn Arancia Riesling

Lange habe ich versucht den 2013er Joern „Arancia“ Riesling in eine bereits existierende Schublade zu stecken. „Riesling Großes Gewächs“ – nein: Der Wein ist viel zu Lagen/Gebiets- untypisch. „Deutscher Landwein“ – um Gottes Willen: Das ist wohl die Schublade mit der geringsten Aussagekraft. „Riesling Orange Wine“ – auch schlecht: Entspricht zwar seiner Herstellungsmethode, aber unterstreicht nicht die Qualität, die dieser Riesling zu zeigen vermag. „Riesling Naturwein“ – ganz übel: Absolut verschrienes Genre, fehlinterpretiert und sowieso in der breiten Masse nicht verstanden. Was mache ich also mit diesem extremen Riesling? Ganz einfach: zeigen, erklären und erleben lassen. Was sollte man auch sonst mit einem Wein tun, welcher einem so unverfälscht auch die dunkle Seele seiner Rebsorte zeigt? Weiterlesen