München 22.7.16 #nofear

München 22.7.16  #nofear
Harald Scholl auf Facebook:

„Seit heute 18:00 ist München eine andere Stadt, ist München nach 32 Jahren, in denen ich hier wohne, ist München ‚MEINE‘ Stadt … ich bin vom Glockenbach (wo ich arbeite) bis zum Rotkreuzplatz (wo ich wohne), quer durch die Stadt gelaufen. Im Regen, begleitet von Blaulicht. Ich habe in der Fraunhoferstrasse im Pop-Up Quartier mit vorher Unbekannten Gin Tonic getrunken, Tischfussball gespielt, mit Rosi – einem kleinen Mops – Freundschaft geschlossen. Ich bin durch eine aufgeregte und verunsicherte Stadt bei Marion und Oliver in der Kork-Weinbar auf einen Zigarillo stehen geblieben. Habe am Hauptbahnhof ganz unterschiedliche Menschen getroffen, einen jungen Türken, einen Afghanen, Karstadt-Verkäuferinnen auf dem Heimweg, mehrere Stadtstreicher. Wir haben gesprochen, es wurden Getränke angeboten, Mitfahrgelegenheiten diskutiert, Schlafplätze angeboten. An der Seite des Bahnhofs, dem Starnberger Bahnhof, zwei gestrandete australische Backpackerinnen getroffen. Sie mit meiner Visitenkarte ausgestattet, gesprochen, Informationen ausgetauscht, uns Glück gewünscht. Am Augustiner neben dem BR-Funkhaus besoffene Wildbiesler ermahnt, gelacht, gefeixt, gespottet. Und am Ring zwei Polizisten, die vom Einsatz kamen, einfach mal ein „Danke!“ zugeworfen. 
Meine Stadt ist geschockt, meine Stadt ist traurig. Aber meine Stadt hat keine Angst. Meine Stadt weint um alle unschuldigen Toten. Aber meine Stadt ist stärker, als es alle Idioten mit ihrer dummen und anmaßenden Waffengewalt es sein können. Ihr kriegt uns nicht. Mich nicht, die Münchner nicht, meine Stadt nicht. 

Niemals. 

#nofear #munich #muenchen“

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