Scheurebe to the Max – 2011 Pfeffingen Scheurebe SP

Quasi ein GG: 2011 Pfeffingen Scheurebe "SP"
(NM) Die Scheurebe hat in den letzten 20 Jahren im Deutschen Weinbau schwer einen auf den Deckel bekommen. Oft genug musste sie Mode-Rebsorten wie z.B. dem Sauvignon Blanc weichen. Doch zum Glück es gibt noch echte Verfechter dieser in ihrer Aromatik sehr außergewöhnlichen Traube: das Pfälzer VDP Weingut Pfeffingen zum Beispiel. Es zählt Deutschland weit zu den Meistern der Scheurebe. Die Eheleute Jan Eymael und Karin Lambert führen zusammen mit Jans Mutter Doris Eymael seit 2003 das Weingut. Rainer Gabel ist dazu seit 1995 als Kellermeister und technischer Betriebsleiter ein wichtige unterstützende Kraft. Neben dem auf 2/3 der Rebfläche kultivierten Riesling, hat sich die Scheurebe zum heimlichen Star des Weingutes gemausert. Dies konnten wir schon bei einer früheren Probe auf Drunkenmonday mit einer Scheurebe Auslese und Beerenauslese aus dem Hause Pfeffingen dokumentieren.

Heute aber widme ich mich der trockenen Spitze des Scheurebe Sortiments: der 2011 Pfeffingen Scheurebe „SP“. Das Kürzel „SP“ steht hier für „Selektion Pfeffingen“, quasi das Scheure Großes Gewächs des Hauses. Mit 0,8 Gramm Zucker pro Liter darf man durchaus auch von trockener Spitze sprechen. Die Trauben für diesen Wein wurden aus dem Ungsteiner Herrenberg zwischen 85 und 103° Oechsle mit der Hand gelesen. Nach einigen Stunden Maischestandzeit erfolgte die Gärung in neuen Amerikanischen Eichenfässern. Diese Ausbauart gibt der sowieso schon exotisch anmutenden Scheurebe noch einen Extra-Kick in ihrer Aromen-Bandbreite.

Die "beste" trockene Scheurebe aus dem Hause PfeffingenIm Glas habe ich einen richtigen Nasen-Wein. Der Duft ist extrem vielschichtig! Von floralen Noten (weiße Blüten), über etwas Kamille, viel Passionsfrucht, Maracuja, weißer Pfirsich, Cassis, Limette und leichte Tahiti-Vanille Aromen ist alles drin. Doch der Wein ist dabei nicht laut, sondern muss auf Grund seiner jugendlichen Anmutung erst noch Schicht für Schicht entdeckt werden. Hier kann man sich ganz leicht für mehrere Minuten fest riechen. Auch am Gaumen glänzt die Scheurebe „SP“ durch gekonnte Zurückhaltung, ohne dabei aber seine Qualitäten zu verstecken. Die Erscheinung ist grazil und fein, mit zarter Säure, leichter mineralischer Note und einer gewissen Cremigkeit. Der Holzausbau verleiht dennoch schönen Druck und ausladende Präsenz auf der Zunge. Die manchmal etwas kitschig wirkende Aromatik der Scheurebe wird hier sehr gut im Zaun gehalten. Auch die Holzintegration ist in meinen Augen auch sehr gelungen. Für etwa 16€ gibt es hier viel Wein zu entdecken und erschmecken. Für mich ist das auf jeden Fall die beste trockene Scheurebe die ich bis Dato im Glas hatte. 91+ Punkte in meinem Buch und für alle Freunde der trockene Scheurebe ein absoluter Pflichtkauf! 2011 Pfeffingen Scheurebe SP – trockene Scheurebe to the Max!

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