Weinrallye #45: Andreas Durst – Entspannter Wein für einen entspannten Sonntagnachmittag.

Egon Müller Scharzhofberg

Gastbeitrag von Andreas Durst zur Weinrallye #45

Den 89er Scharzhofberger Spätlese habe ich mal bei einem Wuppertaler Weinhändler zusammen mit 5 anderen Botteln gekauft. Noch eine 89er, zwei 90 Spätlesen, eine 90er Spätlese Versteigerung und eine Wehlener Sonnenuhr Spätlese Versteigerung von J.J. Prüm. Alle zusammen für 150€ . Fair ist anders. Billig ist so.

Die 89er ist kein überdrüber Wein. Sind die Rieslinge von Egon eigentlich auch seltenst. 89 war nicht einfach hat er mir mal verraten als ich ihm über die Trouvalien erzählte. Das ist schmeckbar, denn der Wein läßt die letzte Leichtigkeit und Brillianz vermissen die die Scharzhofberger auszeichnet. Dafür ist er einfach zu rustikal.
Eben gut für diesen Sonntag. Beim Autorennen. Guck ich sonst nie, aber heute ist Entspannung angesagt nach einer ganz normalen Tsunamiwoche und dem Abend gestern. Gestern. Eigentlich war ich schon fertig nach dem Fotojob am Abend. Hatte mich dann doch nochmal aufgerafft vom Schlummersofa. Samstagabend. Kurz mit dem Sohnemann noch das Schaulaufen der Schalker mit dem Pott gesehen und nach 3 Minuten schon im Tal der Träume. Aber eben dann doch nochmal aufgewacht und aufgerafft den 2. Teil des Jobs zu knipsen. Mit hängenden Augliedern hingefahren und dann die Explosion. Party. Aufgekratzte Menschen. Run DMC, Grandmaster Flash + the furious five. Da geht es mit mir durch. Tanzen, knipsen, tanzen, knipsen. Absacker.
Um 3 war Schluss. Aber nicht mit lustig. Der Dorftrottel aus meiner Straße fährt noch Rennen bei uns vor der Tür. Meine Ansprache geht ins Leere. Seine Fäkalien kotzt er mir in die Ohren. Dann der Schlag ins Gesicht. Mein Kopf donnert an die Tür. Ich verspotte ihn. Klingel seinen Vatter raus. Der feige Hund bekommt sein mit Anabolika aufgepumptes Söhnlein nicht gebändigt. Ich schrei ihn an. Er wacht langsam auf aus seiner Kleinbürgerlethargie und zerrt den fortwährend kotzenden Bengel ins Haus. Aus die Maus.

Also heute die Spätlese von der Orgie am Donnerstag übergeblieben und aus dem Kühler geholt. Halbe Flasche ist noch drin.

Schmeckt fast trocken. Bisschen ölig, Schiefer. Rosine. Und dann doch Traube. Viel Traube. Etwas staubig, etwas sperrig. Sogar ein bisschen Brand. Nichts zum runterschütten, eher zum reingleiten.

Nase? Egal lecker riecht das nicht. Wein ist für mich auch kein Uhu zum Schnüffeln wie die Kinder in den Ghettos dort und den Suburbias hier.

Ich möchte ihn trinken. Langsam. Aber sicher. Flasche leer. Sonntag.

Andreas DURST
durst-wein.de

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