Napa Valley at its best: 2002 Lewis Cellars Cabernet Sauvignon

2002 Lewis Cellars Napa Valley Cabernet Sauvignon(NM) Manche Weine trinkt man vielleicht nur einmal in Leben. Manche hoffentlich nur einmal. Dieser hier fällt eindeutig in die Kategorie eins: „Leider“ nur einmal im Leben. Randy Lewis, der Besitzer von Lewis Cellars, ist ehemaliger Indy Car Fahrer (und lebt noch!). Erst schöne Autos, schnelle Frauen, genügend Geld und nun besitzt er ein Weingut im sonnigen Napa Valley. Sprich: dieser Mann hat in seinem Leben wohl alles das erreicht, wovon der Maxim Leser von heute so träumt. Derzeit produzieren sie durchschnittlich 9000 Kisten Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah, Chardonnay und Sauvignon Blanc.

Heute wird sich folgender Wein angeschaut: 2002 Lewis Cellars Cabernet Sauvignon aus dem Napa Valley. Dieser „einfachste“ Cabernet Sauvignon des Weinguts (1.400 Kisten wurden erzeugt) ist ein Blend aus 100% Cabernet-Trauben aus verschiedenen Hanglagen wie Pritchard Hill, Oakville und Rutherford. Ab Weingut muss man 85$ für eine Flasche des aktuellen Jahrgangs hinlegen. Sicher nicht der günstigste Napa Valley Cabernet auf dem Markt, aber qualitativ misst sich Lewis Cellars mit klangvollen Namen wie Harlan Estate, Spottswoode, oder Dunn Vineyards. Auch Robert Parker und der Winespectator vergeben hier regelmäßig hohe 90er Bewertungen. Also 3,2,1 – auf die Flasche.

2002 Lewis Cellars Napa Valley Cabernet SauvignonErster Eindruck beim reinriechen: Großartig! Nasentennis der Extraklasse. Ungemein tief und vielschichtig. Eukalyptus, Minze, Wellen von reifer Frucht: reife Brombeere, Himbeere, schwarze Kirsche, dazu etwas Sojasoße, Lakritz und sehr dosierter Holzeinsatz. Hier wird nicht mit Charme gegeizt. Ein Duft der Kategorie „Das brauch ich als Wunderbaum“. Am Gaumen wird es dann wie erwartet intensiv! Volle Konzentration und Intensität, aber ohne plump oder süß zu wirken. Die Textur ist rund, harmonisch und geschliffen. Wie Seide legt sich der Wein um die Zunge. Obwohl die Frucht Vollgas gibt, wirkt sie keines Falls „fake“ oder marmeladig. Der edle Charakter wird von dem perfekt integrierten Tannin und der zarte Säure noch unterstrichen. Zudem sind die 14.2 % Alkohol sehr gut eingebunden. Den langen und fruchtig-würzigen Abgang muss ich eigentlich nicht noch extra erwähnen. Eine Fruchtbombe? Definitiv ja, aber eine verdammt gute – wobei die Balance alle Komponenten außergewöhnlich ist! Auch die Qualität des „winemaking“ ist nicht zu bestreiten. Voll auf die Zwölf: 95 Punkte!

Man kann diese Art von Wein lieben oder hassen. Ich liebe sie. Ab und an erquickt sich auch mein Gaumen an weichem Tannin, explosiver Frucht und hedonistischem Weingenuss. Gary Vaynerchuk war nebenbei ganz begeistert von der 2008er Version dieses Weines.

http://www.lewiscellars.com/

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4 thoughts on “Napa Valley at its best: 2002 Lewis Cellars Cabernet Sauvignon

  1. Hi Nico,

    Kleiner Tipp: „Napa Valley *at* its best…“

    Der Wein hört sich lecker an…

    Grüße,
    Martin

    • Schwupp, geändert 🙂 Besten Dank! Da hab ich wohl nur den Text Korrektur gelesen.

  2. Hi Nico,
    danke das ich diesen Wein probieren durfte!!!
    Ganz grosse klasse, leider echt schwer zu bekommen.

  3. Pingback: Robust, doch elegant & barock: 1993 Poderi Aldo Conterno Barolo „Romirasco“ « Drunkenmonday Wein Blog

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