Offener Themenabend: Hauptsache der Wein passt zur Trüffelbutter

getrueffelte_spaghetti(NM) Was war das wieder ein lustiges Ründchen! Mit Gasttrinker Marc aus Mannheim gings an ein spannedes Thema: Hoffentlich passt der Wein zur Trüffelbutter! (Es gab dank Jan ca. 2 Kilo Spaghetti inkl. mächtiger Trüffelbutter-Tränke) Und so konnte jeder in seinem Keller wühlen und einen mehr oder weniger passenden Tropfen anschleppen. Hier das bunte Starterfeld:

2008 Spreitzer Blanc de Noir
2006 Heymann-Löwenstein Riesling Uhlen Laubach Erste Lage
2007 Wittmann Riesling QbA „K&U“ Edition
1998 J.J. Christoffel Ürziger Würzgarten Riesling Kabinett Halbtrocken
2006 Kim Crawford Sauvignon Blanc „Spit Fire“
2004 Weninger Sankt Laurent Reserve
2005 Kesselstadt Piesporter Goldtröpfchen Riesling Erste Lage Spätlese Trocken
2000 Johner Blauer Spätburgunder „SJ“
1988 Rivesaltes Ambre Hors d’Age
2006 Muscat de Rivesaltes

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Der wohl kontroverseste Wein des Abends war der Neuseeländische Einzellagen Sauvignon Blanc „Spit Fire“ von Kim Crawford. Dieser Wein spaltete den Tisch. Über den ganzen Abend und mit zunehmender Luftaufnahme kamen erst extreme tropische Maracuja/Pfirsich/Stachelbeere Töne mit dem gewissen Etwas an Katzenpippi zum Vorschein, dann gab es intensive Himbeer-Aromen und nach ca. 2 Std in der Flasche konnte es die komplette Sellerie/Brennnessel/Gemüse Front bestaunt werden. Für die Einen definitiv zu viel des guten, die Anderen fanden den Wein höchst spannend. Krasses Zeug. Die Rieslinge waren aber alle sammt wieder eine Bank! Die Kesselstadt Goldtröpfchen Spätlese war höchst konzentriert, der 98er Würzgarten zeigte sich auf dem absolutem Höhepunkt und Uhlen L von Löwenstein presentierte sich auch äußerst stark mit viel Potential für die nächsten Jahre.

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Sehr außergewöhnlich und spannend auch Pauls Mitbringsel: Ein 1988 Rivesaltes Ambre Hors d’Age und ein 2006 Muscat de Rivesaltes, beides aufgespritete Süßweine aus Südfrankreich. Hier macht man gern den Haken bei „muss man mal probiert haben“. Der Blanc de Noir von Spreitzer machte auch sehr viel Spaß und ist für um die 8€ ein super P/L Verhältnis. Die Roten waren auch in guter Stimmung und machten sehr viel Spaß! Gerade der Johner „SJ“ zeigte deutlich, wieviel Potential noch in ihm steckt.
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Den eindeutigen Trüffelbutter-Wein gab es leider nicht, jedoch schlugen sich die Rieslinge (gerade der Uhlen „L“) sehr gut mit der doch recht deutlichen Trüffelnote der Nudeln. Toller Abend. Bitte mehr!

5 thoughts on “Offener Themenabend: Hauptsache der Wein passt zur Trüffelbutter

  1. Dem Schlußwort kann ich nur zustimmen! Es war war ein interessant abwechslungsreicher Abend mit einigen (blind) Überraschungen.

    Da ich ja ein bissl riesling-addicted bin, kam mir die Wein Auswahl gerade recht;)

    Der 1998 Ürziger Würzgarten Kabinett von J.J. Christoffel war einfach ein Traum: Leichtigkeit, Frische mit einem zarten Hauch von Firne (kaum merklich) einfach herrlich! Genau das, was ich an der Mosel gern hab. Das ganze bei gerade einmal 9 % Alc.

    Die knackige Frische des Spreitzer Blanc de Noir hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.

    Der Laubach war geradezu ‚erdig‘. Die Verkostungsnotiz: volle samtige Frucht, leicht malolaktisch, lang, extraktreich, würzig, erdig, schmeckt älter als er ist

    Die Kesselstadt Goldtröpfchen Spätlese (1.Lage) schmeckte wie „zu viel gewollt“ .

    Unsere Freunde aus Österreich hatten mal wieder ganze Arbeit geleistet: Der St.Laurent von Weninger ist einfach gelungen und einfach lecker:)

  2. Wieder mal ein spannender und lustiger Abend, wie eigentlich immer.

    Mein Favorit war der Spätburgunder von Johner. Kein Allerweltswein und bestimmt auch nicht jedermanns/fraus Sache, weil er die für Johner wohl typische „Stinker“-Note hatte. Ein toller, schon gut gereifter deutscher Pinot !

    Auch sehr lecker fand ich die beiden südfranzösischen Süßweine. Da hüpfte doch mein Sauternes-liebendes Herz vor Freude ….. 😉

    Grüße vom
    Matze

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  5. Toller Abend, tolle Weine!
    Der J.J. Christoffel und der Heymann-Löwenstein Riesling Uhlen waren meine
    klaren Favoriten. Gibt halt nichts besseres als einen gut gemachten Riesling.
    Der Kim Crawford Sauvignon Blanc war nicht so mein fall, aber interessant. Freue mich schon auf das nächste Tasting.

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