Auf dem Weg nach oben: Gottes Berg Spätburgunder 2009

8 04 2012

2009 Gottes Berg Spätburgunder

(NM+PT) 2+2=1! Was mathematisch völliger Käse ist, trifft auf diesen Wein in vinophiler Auslegung zu 100% zu. Man nehme 2 Pfälzer Lagen wie sie unterschiedlicher nicht sein können, addiere 2 Freunde und Weinmacher die aus den Trauben beider Weinberge 1 Spätburgunder vinifizieren: Fertig ist der Gottes Berg! Andreas Rings vom Weingut Rings aus Freinsheim und Thomas Pfaffmann vom Weingut Wageck-Pfaffmann aus Bissersheim sind die beiden Köpfe hinter diesem eigenständigen “Projekt-Wein”. Der Freinsheimer Gottesacker liefert dank Buntsandstein-Böden eine gewisse Kraft, Dichte und Farbe, wohin gegen der Bisserheimer Goldberg mit kalkigen Bodenstruktur Mineralik, Finesse und Eleganz mit in den Wein bringt. Auf Grund des 2 Lagen-Konzeptes wird dieser Tropfen als “einfacher” Tafelwein verkauft. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch die Pfälzer Weinmacher Legende Bernd Philippi. Den Rest des Beitrags lesen »





Volnay, Gevrey-Chambertin und Chambolle-Musigny – Pinot Herz, was willst du mehr?

13 01 2012

Pinot Herz was willst du mehr?

(NM) Pinot Noir war im vergangenen Jahr bei unseren Proben oft Quelle der Freude. Ob gut und günstig aus deutschen Landen, gereift aus Kalifornien oder wild und schräg aus dem Rest der Welt, wir hatten 2011 sehr viel Spaß mit dieser Rebsorte. Konsequenterweise wurde hierbei aber der “heilige Gral” aus dem Pinot Noir Mutterland verschmäht: Burgund! Das konnte so nicht weiter gehen. Mit Hilfe von www.noblewine.de wurde so klangvolle Namen wie Volnay, Gevrey-Chambertin und Chambolle-Musigny eingeladen. Die Messlatte lag hoch, die Vorschuss-Lorbeeren waren geerntet. Nun musste “Burgund” zeigen, was in ihm steckt. Um die Kosten unter Kontrolle zu halten wurde auf die großen Häuser fast gänzlich verzichtet. Somit zeigten einige Underdogs und Geheimtipps der Region, was sie aus den wohl klingenden Appellationen des Burgunds zusammengezaubert bekamen. Mit dabei waren:

2008 Domaine Louis Boillot et Fils Gevrey-Chambertin “Les Evocelles”
2008 Domaine Ghislaine Barthod / Barthod-Noëllat Chambolle-Musigny
2008 Domaine Dublère Volnay 1er Cru “Taillepieds”
2009 Domaine Dublère Savigny-lès-Beaune 1er Cru “Les Talmettes”
2009 Domaine Denis Bachelet Côte de Nuits Villages
2009 Faiveley Nuits St. Georges 1er Cru “Les Porêts Saint-Georges”

Mögen die Spiele beginnen! Den Rest des Beitrags lesen »





Viel Schatten, wenig Licht: Pinot Noir World Tour in einer Blindprobe

2 12 2011

Pinot Noir World Tour

(NM) Die Idee zu dieser Probe war schnell geboren: Eine Pinot Noir Probe mit Pinots aus Ländern, wo diese Rebsorte keine große Reputation hat. Somit suchten wir nach Pinots, welche nicht aus Frankreich, Deutschland, Neuseeland oder den USA kamen. Nach einigen Tagen intensiver Suche hatten wir 10 Pinot Noir aus folgenden Ländern für eine Probe zusammen: Schweiz, Österreich, Brasilien, Griechenland, Portugal, Italien (Südtirol), Chile, Australien, Argentinien und Kanada. Somit konnte das Abenteuer “Pinot Noir World Tour” beginnen. Um die Probe insgesamt noch spannender zu machen, entschieden wir uns für eine Blindprobe der Weine. Niemand wusste welcher Wein aus welchem Land kam. Jeder der Probanden schrieb aber seinen Tipp unter seine Verköstigungsnotizen. Diese Länderzuweisungen erwiesen sich aber schwieriger als angenommen. Oder wie schmeckt noch einmal Pinot Noir aus Brasilien? Das Preislimit lag bei max. 20€ die Flasche.

Doch was uns im Laufe der Probe ins Glas kam, war teilweise grenzwertig. Des Öfteren wurden wir an diesem Abend als interessierte Weinfreunde mit der Tatsache konfrontiert, dass sich Pinot Noir nicht überall wohlfühlt. Die “Diva” der Rebsorten zeigte uns einige Male die kalte Schulter. Auch der Umgang mit ihr im Weinkeller kann bei dem ein oder anderen Winzer nicht ladylike gewesen sein. Die Rache in Form von Fehltönen folgte auf dem Fuße. Eine “Cabernet Sauvignon World Tour” Probe wäre wohl nicht ganz so Gaumenraubend ausgegangen. Wie dem auch sei, diese Weine wurden von uns getestet und wie folgt bewertet:

10. Platz Den Rest des Beitrags lesen »





Eine Zeitreise in das Weinland Kalifornien

27 10 2011

Reife Kalifornier(NM) Das Internet – unendliche Weiten. Doch irgendwo zwischen Google Advertisements und Amazon Cookies gibt es sie noch: außergewöhnliche Wein-Online Shops, welche mit viel Enthusiasmus und Liebe eine großartige und detailreiche Weinauswahl dem deutschen Kunden anbieten. Einer von diesen Shops ist CaliforniaWines.de! Weit weg vom Gallo Einheitsbrei bietet Margot Schmitt dem neugierigen Kunden eine für Deutschland einmalige Auswahl an Weinen aus Kalifornien und Oregon an. Der Fokus von CaliforniaWines.de liegt hier aber nicht auf einzelne Weine einzelner Winzer. Vielmehr werden Jahrgangsvertikalen sorgfältig ausgewählter Weine bis teilweise Ende der 80ziger Jahre angeboten (Beispiel Rosenblum Zinfandel: 18 verschiedene Abfüllungen, 65 verschiedene Weine aus 9 Jahrgänge). Ebenso findet man seltene, nur ab Weingut erhältliche Sonderabfüllungen oder eine breite Auswahl an Großflaschen. Neben bekanntere Weingütern wie Ravenswood, Silver Oak, Darioush, Etude, Joseph Phelps oder Dunn Vineyards gibt es aber auch in Deutschland noch völlig unbekannte Namen wie Calera, Morgan oder Hahn Estate. Für ihre Bemühungen Rund um den Kalifornischen Wein wurde Margot Schmitt am 8. März 2007 vom Parlament des US-Bundesstaates Kalifornien “für ihre langjährigen überragenden Verdienste um die Förderung von Ansehen und Absatz kalifornischer Weine in Deutschland und anderen EU-Ländern mit der Declaration of Appreciation (Erklärung der Wertschätzung) ausgezeichnet”. Ein Glückwunsch für diese ehrenvolle Auszeichnung von unserer Seite.

Als großen Fan gereifter Kalifornischer Weine ging mir natürlich bei solche einer Auswahl und Angebot gleich ein Gedanke durch den Kopf: eine Montagsprobe für Drunkenmonday musste organisiert werden. Ganz nebenbei wollte ich der Gruppe natürlich auch (wieder einmal) beweisen, wie großartig die meist als Fruchtbomben über einen Kamm gescherten kalifornischen Weine altern können. Somit standen folgende Weine auf unserem Proben Tisch:

1991 Dunn Vineyards “Howell Mountain” Cabernet Sauvignon
1992 Calera Pinot Noir “Mills Vineyard”
1993 Calera Pinot Noir “Mills Vineyard”
1997 Morgan Chardonnay
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Aller guten Dinge sind Drei – Pinot bis 10€ aus Deutschland

15 09 2011

Deutsche Pinots unter 10 Euro - Part 3

(JR) Auf zur letzten Runde. Zum dritten und letzten Mal beschäftigt sich Drunkenmonday in einem Panel Tasting mit Pinots aus Deutschland im unteren Preissegment. Diesmal waren wir zu Gast im Gianoli, einer neu eröffneten Pasta- und Weinbar in der Gießener Innenstadt. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an unseren Gastgeber Giancarlo Biscardi. Bevor wir die leckeren Nudelgerichte probieren durften, standen fünfzehn deutsche Spätburgunder zur Verkostung und Beurteilung auf dem Tisch.
Wie üblich, um objektiv zu bleiben, wurden alle Weine blind in zufälliger Reihenfolge verkostet. Jeder Teilnehmer erstellte während der Probe sein individuelles Ranking von Platz eins bis 15. Es herrschte zudem „Redeverbot“ in Bezug auf die Weine, um eine gegenseitige Beeinflussung auszuschließen. Am Ende wurden die Einzelbewertungen aufsummiert und zusammen mit dem Gesamtergebnis besprochen. Die Summen der Einzelplatzierungen sind zur besseren Orientierung mit angegeben, wobei „Ausrutscher“ – das jeweils beste und schlechteste Ergebnis – aus der Wertung genommen wurden. Den Rest des Beitrags lesen »





Roxanich: Im Keller eines kroatischen Naturwein-Winzers

20 07 2011

Roxanich

(JL) Mladen Rozanic ist gelernter Maschinebauingenieur, enorm erfolgreicher Geschäftsmann und seit mehreren Jahren Winzer. Seine Weine begeistern uns seit zwei Jahren und ich wollte mir auch während unseres Kroatien-Urlaubs die Gelegenheit nicht entgehen lassen, seine neuen Jahrgänge im Keller zu verkosten.

www.orange-wines.com schreibt über Roxanich:
“Roxanich ist komplett anders als der übliche internationale Mainstream. Die Weine sind eher unkommerziell. Keine internationale Machart ist spürbar, trotzdem sind sie in ihrer besonderen Art trinkfreudig und können jeden Tag aufs Neue konsumiert und entdeckt werden. Sie teilen sich mehr als nur ein paar Eigenschaften im Strom des “natürlichen” Weins. Eigentlich genau das Gegenteil was man von einem Weingut erwarten sollte, welches von einem industriell geprägtem Mensch geführt wird. Derartige Weine sucht man in vielen Vinotheken und Restaurants unseres Landes leider vergebens.”
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Fünf Winzer – ein Wein: 2008 Südpfalz Connextion Gräfenhauser Spätburgunder

20 06 2011

2008 Südpfalz Connexion Gräfenhauser Spätburgunder(NM) Zu Beginn zitiere ich hier gerne den Text auf der Webseite der
Südpfalz Connexion:
“Ja, wir sind jung. Es macht uns Spaß, neue Ansätze zu verfolgen, mit Mut und Leidenschaft Innovationen umzusetzen. Jeder von uns schärft in der Gruppe seine Individualität, denn gerade das Gemeinsame schafft Raum für den Einzelnen. Wir hinterfragen uns, unterstützen uns, kritisieren, motivieren und helfen uns gegenseitig. Aus fünf Richtungen bewegen wir uns auf ein Ziel zu: absolute Qualität. Herzstück der Südpfalz Connexion ist ein gemeinsam erzeugter Wein – der Gräfenhauser Edelburgunder.”

1999 lernten sich die fünf Winzer der heutigen Südpfalz Connection auf den Weintagen in Landau kennen. Sven Leiner, Boris Kranz, Peter Siener, Volker Gies und Klaus Scheu war schnell klar, dass sie nur zusammen ein ganz besonderes Projekt stemmen können. Sie entschieden sich die große Weinbauhistorie und Weinbautradition in und um Gräfenhausen wieder aufleben zu lassen. 2000 qm Rebfläche wurden einem Waldstück am Rande von Gräfenhausen abgerungen und mit Pinot Klonen direkt aus dem Burgund bepflanzt. Durch die Pacht der Nachbarparzelle mit rund 40 Jahre alten Pinot Reben vergrößerten Sie die Fläche auf 0,4 Hektar. Somit war die Grundlage für ein außergewöhnliches Weinprojekt geschaffen: Der Gräfenhauser Edelburgunder.

“Ein Schluck in die Zukunft von gestern”. Den Rest des Beitrags lesen »





How much “R” can you take? Pinot Noir von Bernd Philippi

2 06 2011

Philippi Pinot Noirs(NM) Angetriggert durch einen schönen Artikel über Bernd Philippis “Tafelwein” Pinot Noirs auf Captain Cork, entdeckte ich beim stöbern in meinem deutschen Lieblings Online-Wein-Shop “Behringer und Sohn” eine grandiose Auswahl an genau diesen Weinen. Der Mannheimer Weinhändler Ralf Behringer ist bekannt für sein außerordentliches Pfalz-Sortiment. Gerade die Weine von Bernd Philippi sind bei ihm auch noch in älteren Jahrgängen zu erwerben. Folgende Auswahl schaffte es dann auf den Probentisch von Drunkenmonday:

2003 Philippi Pinot Noir “R”
2003 Philippi Pinot Noir “RR”
2004 Philippi Pinot Noir Barrique
2004 Philippi Pinot Noir “R”
2004 Philippi Pinot Noir “RR”
2005 Philippi Pinot Noir Barrique
2005 Philippi Pinot Noir “R”

Bei Bernd Philippi dürfen Tafelweine gerne auch einmal etwas Den Rest des Beitrags lesen »





August Kesseler im Gespräch mit Drunkenmonday

14 05 2011

Drunkenmonday bei August Kesseler

(JR) August Kesseler gehört zu den erfolgreichsten Winzern Deutschlands und hat es geschafft, durch kontinuierliche Leistung auf höchstem Niveau einen Kultstatus zu erreichen. Seine selbstbewusste Preispolitik hinterlässt vielleicht bei manchem Weinliebhaber ein dickes Fragezeichen auf der Stirn: Für Drunkenmonday jedoch zählen die Kesseler’schen Spätburgunder aus den letzten Jahren zu dem Größten, was in Deutschland je aus dieser Rebsorte gemacht wurde. Sie sind aus unserer Sicht deshalb – auch im internationalen Vergleich – ihren „Preis wert“. Wir möchten August Kesseler an dieser Stelle ein dickes Lob dafür aussprechen, dass er dem Spätburgunder aus dem Rheingau immer die Treue gehalten hat und viele einsame Jahre sein einziger ernstzunehmender Repräsentant war. Das Gespräch nebst Verkostung der Kesseler´schen Pinots fand Anfang Mai im Sonnen durchfluteten Verkostungsraum des Weinguts statt. Den Rest des Beitrags lesen »





Nachgefragt @drunkenmonday.de: 13 Fragen/Aussagen an, von und mit “the Burghound” Allen Meadows

23 03 2011

Erica and Allen Meadows (NM) When it comes to the wines of Burgundy, there is really no alternative in terms of passion, knowledge and excitement to Allen Meadows. He spends more than four months a year visiting, researching, tasting, exploring and evaluating Burgundy! Since 2001 he is publishing quarterly review of the wines out this remarkably area on burghound.com. He is delivering content to the subscribers of his issues in more than 50 countries and nearly all 50 US states. Beside Burgundy, he covers Pinot Noir from Oregon and California as well. Actually, we are very glad to see that German Spätburgunder is getting more and more of his attention at the moment, after he is hosting a tasting in Singapore called “The rise of Spätburgunder – German Pinot Noir the equal of Burgundy” in April this year. Our thanks also go to Allens lovely wife Erica Meadows, helping us to get in contact with him and finally get Allens thoughts on our 13 questions and statements.

After Jancis Robinson and Mark Squires we are very proud and excited to have Allen Meadows on “Nachgefragt @ drunkenmonday“.

So here we go: Allens answers as usual in bold.

1.) Drink more Den Rest des Beitrags lesen »





Blindprobe: Deutscher Pinot bis 10€ – Part 2

14 03 2011

17 Deutsche Spätburgunder bis 10€(JR) Die drittgrößte Spätburgunder-Anbaufläche weltweit(!) findet man in Deutschland.
Entsprechend groß war auch die Resonanz auf unsere erste Runde zum Thema „Deutscher Pinot bis 10€“. Hier nun die zweite Verkostung zum Thema. Für das Lineup haben wir diesmal neben unseren Favoriten auch den ein oder anderen Leservorschlag berücksichtigt, bei Wein Nr. 17 aber aus Vernunftsgründen für den Abend die Reißleine gezogen. Eine Flasche hatte wiedermal einen muffigen/korkigen Flaschenfehler und wurde deshalb aus der Wertung genommen. Ich plädiere hiermit für eine EU-weite Schraubverschlussregelung für Weine unter 10€ ! Was bei der Glühbirne geht, muss doch auch beim Wein möglich sein.

Verkostet und bewertet wurde nach der gleichen Methode, welche wir auch bei der “Deutscher Pinot bis 10€ – Top oder Flop?” verwendeten: Um objektiv zu bleiben, wurden alle Weine blind in zufälliger Reihenfolge verkostet. Jeder Teilnehmer erstellte während der Probe sein individuelles Ranking von Platz 1 bis 16. Es herrschte zudem „Redeverbot“ in Bezug auf die Weine, um eine gegenseitige Beeinflussung auszuschließen. Am Ende wurden die Einzelbewertungen aufsummiert und zusammen mit dem Gesamtergebnis besprochen. Die Summen der Einzelplatzierungen sind in Klammern angegeben. neun mal Platz 1 würde also die Traumbewertung (9), neun mal Platz 16 die Rote Laterne (144) ergeben. Additiv dazu wurden auch noch “Parker Punkte” aus der Runde vergeben. In den Klammern hinter dem Wein finden wir also folgendes Bild: (Schnitt der Punkte / Summe der Platzierungen / Preis)

Los gehts! Die Top Five

Platz 1: Den Rest des Beitrags lesen »





Rossignol-Trapet – Top Burgunder zu “bezahlbaren” Preisen

13 02 2011

Rossignol Trapet 1er Crus(OW) DM trifft sich in wechselnder Besetzung mal bei dem, mal bei dem. Gastgeber zu sein hat hier seine Vor- und Nachteile. Nachteile sind: Essen und Wasser besorgen, Spülen, Bude putzen, die Nachbarn nach einem Gelage zu Wochenanfang beruhigen und die Gattin davon überzeugen, dass alles ja nicht so schlimm ist.
Vorteile: es bleiben immer mehr Anbruchflaschen übrig, als mitgenommen werden. So hat man auch den Rest der Woche noch das ein oder andere Glas zum nachverkosten., was ja auch sehr schön ist.
Bei dieser Probe war leider alles anders. Außer dem Korkschmecker wurde alles brav ausgetrunken oder mitgenommen und gespuckt wurde wenig, womit schon fast alles über die Qualität der Weine gesagt ist.

Etwas ernsthafter betrachtet finden wir, dass die Preise für die Rossignol-Trapet Weine für deutsche Pinot Fans und Fans deutschen Pinots wirklich nachvollziehbar sind. Vom einfachen Bourgogne über die 1er Cru bis hin zum Grand Cru bewegen sich die Weine in einem Preisbereich, wie man ihn von deutschen Spitzenerzeugern wie Kesseler, Fürst oder Stodden auch kennt und akzeptiert. Den Rest des Beitrags lesen »





Russian River Valley: 2004 Rochioli Estate Pinot Noir

30 01 2011

2004 Rochioli Estate Pinot Noir(NM) Das Russian River Valley im Sonoma Country gehört zu den fähigsten Gebieten für “cool climate*” Trauben wie den Pinot Noir in ganz Kalifornien. Joe Rochioli gehört zu den fähigsten Winzern für diese anspruchsvolle Rebsorte an der gesamten Westküste der USA. Dazu war 2004 noch eines der besten Jahre im Sonoma Country. Auf dem Papier also ein “no_brainer”. Doch ob der Wein die hohen Erwartungen erfüllen kann?

Der 2004 Rochioli “Estate” Pinot Noir ist eine Komposition aus Trauben von mehreren verschiedenen “Vineyards” des Weinguts (der Begriff “Weinberg” war mir bei den doch recht flachen Lanschaften eher unangebracht). Neben diesem Wein produziert Rochioli noch 5 weitere Einzellagen Pinots, einen Chardonnay und einen Sauvignon Blanc. Die Nase zeigt gut dosierten “Neue Welt“ Sunshine: Den Rest des Beitrags lesen »





Ommas Couch returns: 1998 Lageder Pinot Krafuss

8 01 2011

1998 Lageder Krafuss(NM) Ein Nasendéjà-vu der besonderen Art hatte ich mit dieser äußerst interessanten Flasche “Blauburgunder” aus Südtirol: 1998 Alois Lageder “Krafuss” Pinot Nero. Nachdem ich meinen Riechkolben tief in das Glas gesteckt hatte, schoss es mir wie ein Blitz durch den Kopf: Das riecht original so wie Omas Couch (Möge sie in Frieden ruhen. Die Oma und die Couch).

Bevor ich nun in die Tiefen meiner Kindheit abdrifte, versuche ich mal das ganze ein wenig genauer zu beschreiben: Aromatisch ist der Wein extrem interessant. Den Rest des Beitrags lesen »





Jura flasht Jury bei K&U: Stéphane Tissot schafft Weine mit Charakter

6 12 2010

Stéphane Tissot auf der K&U Hausmesse(CLD) Charakterstark sind die Weine im Jura. Die Region zwischen Burgund und Schweiz hebt sich mit einem eigenwilligen Stil, manche mögen sagen exzentrisch, von den Gleichmachungstendenzen im Weinbau ab. Neben Vin Jaune, Vin de Paille und allerlei authochtonen Klonen hat das Jura aber noch mehr zu bieten: Wir betrachten die Rebsorten-(Aller)Weltstars Chardonnay und Pinot Noir – einzigartig interpretiert von Stéphane Tissot aus Montigny in der Appellation Arbois, am nordöstlichen Rand des Jura. Mit biodynamischen Anbau, Ertragsbeschränkungen und dem unbedingten Willen zum Terroir kreiert Tissot langsame Weine, die einen so schnell nicht loslassen wie er DrunkenMonday auf der K&U-Hausmesse kürzlich in Nürnberg mitteilte. Seine Weine waren die Entdeckung des Tages…

2006 Chardonnay ‘La Mailloche’ Arbois 19,90 €
Weit entfernt vom fetten, breiten und holzgeschwängertem Einheitsbrei an Chardonnay liefert dieser Wein Knackigkeit und Frische in für Chardonnay ungeahnter Dimension. Den Rest des Beitrags lesen »





Nachtrag zur 10€ Pinot Noir Probe: 2008 Friedrich Becker Spätburgunder

11 11 2010

2008 Friedrich Becker Spätburgunder(NM) Bei der kürzlich von Drunkenmonday einberufenen “10€ deutsche Pinot Noir Probe” gab es eine Flasche, welche völlig aus dem Rahmen fiel: der 2008 Friedrich Becker Spätburgunder. Mit deutlichen “Nachgärer” Noten wurde dieser Wein an diesem Abend aus der Wertung genommen. Nach einer Email an das Weingut bezüglich der fehlerhaften Flasche antwortet Friedrich Becker persönlich und schickte mir/uns eine Probeflasche dieses Weines zu. Er vermutete ebenfalls nach unserer Beschreibung zu urteilen einen sogenannten “Nachgärer”, das heißt das durch Spülrückstände in der Flasche der Wein ein zweites mal zu gären anfängt und somit nahezu ungenießbar wird. Das dieses Problem ganze Weinchargen vernichten kann, zeigte mir ein Gespräch mit Simon Hunn vom Weingut Hunn aus Gottenheim am Tuniberg / Südbaden, dessen komplette Abfüllung 2008er Spätburgunder Barrique durch unsaubere Flaschen zum Opfer fielen.

Der 2008er Friedrich Becker Spätburgunder hingegen zeigte aus der korrekten Flasche eine wunderbar zarte und leichte Pinot Note mit mittlerem Körper und umgänglicher Säure. Zurückblickend auf unsere Pinot Blind Probe hätte sich der Wein wahrscheinlich auf den Plätzen 6-9 eingereiht. Rein hypothetisch, versteht sich.





Deutscher Pinot bis 10€ – Top oder Flop?

25 10 2010

16x Pinot Noir bis 10€ aus Deutschland(JR) Der Handel lebt von Lügen und Illusionen. Überzeugende Spätburgunder aus deutschen Landen im unteren Preissegment zu finden, bleibt trotz aller Werbeversprechen eine Herausforderung. Diese anspruchsvolle Traubensorte mit ihrer dünnen Schale stellt hohe Ansprüche an die Winzer. Was geht da bis ca. 10.- € die Flasche? Oder sollte man als Weinliebhaber ganz die Finger davon lassen und lieber was „ordentliches“ kaufen? Wieder diese Fragen. Ein Abend, zehn Weinkenner und 16 verschiedene Weine brachten Antworten und manche Überraschung.

Um objektiv zu bleiben, wurden alle Weine blind in zufälliger Reihenfolge verkostet. Jeder Teilnehmer erstellte während der Probe sein individuelles Ranking von Platz 1 bis 16. Es herrschte zudem „Redeverbot“ in Bezug auf die Weine, um eine gegenseitige Beeinflussung auszuschließen. Am Ende wurden die Einzelbewertungen aufsummiert und zusammen mit dem Gesamtergebnis besprochen. Die Summen der Einzelplatzierungen sind in Klammern angegeben. Zehn mal Platz 1 würde also die Traumbewertung (10), zehn mal Platz 16 die Rote Laterne (160) ergeben.

Top Five

Platz 1: Den Rest des Beitrags lesen »





Rotweine von Seeger – Best of Badische Bergstraße

18 10 2010

Weingut Seeger
(OW/CLD) Allein auf weiter Flur ist Thomas Seeger als einziger Topwinzer im Bereich der badischen Bergstraße an den Ausläufern des Odenwaldes – seit den 70er ist die Region dem Weinbaugebiet Baden zugehörig. Typisch badisch kann man seine Kollektion auch nennen, in der Hauptsache macht Seeger auf sich aufmerksam mit den Burgundersorten, aber zunehmend auch mit seinen Rieslingen. Der Mann mit dem Indianer-Jones-Schlapphut gilt als einer der versiertesten Winzer in Deutschland beim Barrique-Einsatz. DrunkenMonday befasst sich mit den 08er-Rotweinen des Weingut Seeger, nachdem auf der ProWein ein erster Kontakt zu Thomas und (Su-)Sanne Seeger entstand und die dort verkosteten Weine großen Anklang bei uns fanden. Nun aber Fakten, statt Geschwafel:

2008 Seeger Blauer Spätburgunder QbA
Erdbeere mit etwas schwarzer Johannisbeere und einer Spur Brombeere. Den Rest des Beitrags lesen »





Stilsichere Reife: 1996 ZD Wines Pinot Noir, Carneros Kalifornien

4 10 2010

1996 ZD Wines Pinot Noir(NM) Es macht richtig Spaß mit Vorurteilen aufzuräumen. Oft wird Pinot aus Kalifornien lächelnd als fruchtbetontes, seelenloses und meist auch eindimensionales Weinchen abgestempelt, welche (leider noch zu oft) mit anderen Deckrebsorten auf Power getrimmt wird. Aber es gibt auch wahre Pinots aus dieser Region, welche farblich und auch alterungstechnisch mit ihren europäischen Pondons mithalten können. Einer dieser Kandidaten ist der 1996 ZD Wines Pinot Noir aus der AVA Carneros. Diese AVA ist durch die kühlen Pazifikwinde bekannt für großartige Weine aus frühreifenden Rebsorten wie Pinot Noir oder Chardonnay, getragen durch ein straffes Säuregerüst. Geographische liegt Carneros zum Teil im Sonoma Country und auf der anderen Seite im Südzipfel des Napa Valley, nördlich von San Francisco.

Der 1996er ZD Wines Pinot Noir steht mit einem durchsichtigen Rotbraun im Glas. Den Rest des Beitrags lesen »





1998 Byron Pinot Noir Nielson Vineyard / Santa Maria Valley

25 07 2010

1998 Byron Pinot Noir Nielson Vineyard (NM) Ich liebe dieses Spiel. Relativ unbekanntes Weingut, ein Paar Jahre auf dem Buckel… Wird der Wein noch schmecken? Der heutige Kandidat ist der 1998 Byron Pinot Noir “Nielson Vineyard” aus dem schönen Santa Maria Valley im Santa Barbara Country / Kalifornien. Schon alleine der Blick auf das informative Rückenlabel macht mich glücklich: Kein “passt gut zu rotem Fleisch, Grill-Käse oder anderen trivialen Mahlzeiten”, sondern massive Detailüberflutung über das Getränk in der Flasche: Durchschnittliche “Büte bis zur Lese” Zeit 121 Tage – Handgelesen und Handsortiert – Ertrag 1,75 Tonne / Acre – 100% Pinot Noir – Natürliche Hefen – 15 Tage Mazeration mit 3 maligen Unterheben pro Tag – 16 Monate in Französischer Eiche – “gravity flow handling” – Verblendet aus 10 Lots – 12.384 Flaschen produziert – 14% Alkohol. Wow, dann nenne ich mal Transparenz, Mister Ken Brown (Byron’s Winegrower & Winemaker). Den Rest des Beitrags lesen »





Das Beste aus zwei Welten: Johner spricht Pinot Noir

1 07 2010

Weingut Johner
(JL) Vor nicht allzu langer Zeit fand eine denkwürdige Pinot Probe mit Weinen aus dem Weingut Johner statt. Wir waren alle sehr gespannt, denn Patrick (Johner) hatte uns exklusiv für diese Verkostung Fassproben seiner 07er und 08er Pinots zukommen lassen. Besonders gespannt durfte man auf die 07er sein, war doch der Jahrgang 2006 als eher durchschnittlich bewertet worden. In einem Vorgespräch verriet uns Patrick, dass im Jahr 2007 die Trauben bewusst nicht zur Vollreife gebracht wurden, um länger lagerfähig zu sein und um ein stabileres Tanningerüst zu bekommen. In Burgund sind solche Vorgehensweisen unter anderem auch üblich, welches jedoch nur in guten Jahrgängen funktioniert. Die Rotfruchtigkeit geht dadurch etwas zugunsten von Würz- und Kräuternoten verloren. Wir waren alle sehr gespannt. Verkostet wurden nun folgende Weine:

2007 Spätburgunder Kaiserstuhl
Der Spätburgunder Kaiserstuhl stellt den Einstieg in die umfangreiche
Palette der Johner Pinots dar. Den Rest des Beitrags lesen »





Es ist wieder er soweit: Der Pinot Day 2010 steht vor der Tür!

4 06 2010

(PT) Am Samstag den 5.6.2010 ist es wieder soweit: Nachdem der erste Pinot Day im Jahre 2009 als Überrschungserfolg viele Reaktionen auslöste (beim Weinkaiser kann man eine schöne Zusammenfassung lesen inkl. des Beweisfotos seiner professionellen Sportlerausstattung;) findet morgen der Pinot Day 2010 statt.

Jochen Leeder, seines Zeichen Vollblut Sportler, Chemiker, ehemaliger Top-Langlauftrainer und Lehrer, ist das Mastermind hinter dem “Pinot Day”. Wie er auf die Idee kam:

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Drunkenmonday Weihnachtsfeier @ Tandreas Giessen

16 12 2009

Drunkenmonday Weihnachtsfeier (NM) Ein logisches Event zu dieser recht besinnlich/stressigen Zeit ist ja die sehr beliebte Weihnachtsfeier. Dick Essen, anständig Trinken, fröhliches Zusammensein – das alles hatten wir in großartigem Ambiente im Restaurant Tandreas in Giessen. Nicht ganz selbstverständlich gab es neben wirklich tollem Essen auch unsere “eigenen” Weine.

Zu essen gab es folgendes:

Kürbiscremesüppchen / Entenleberparfait
Marbre von der Eismeerforelle / Sauerrahm / Kräutersalat
Iberico Schweinerücken & Schulter / Kartoffelbohnenragout
Créme Brûllée von der Zimtblüte / Schokoladensorbet

Unsere Weinauswahl bestand aus: Den Rest des Beitrags lesen »





Historiker, Fotograf, Sammler: Winzer Sean Thackrey

16 10 2009

“Essence of winemaking is the art of winemaking”

(PT) Bin über @medo303 auf diesen fazinierenden Charakter gestossen:

Sean Thackrey is a winemaker, indeed, but he is so much more: Den Rest des Beitrags lesen »





Burgund zum Grund: Weine von der Domaine de Suremain

8 10 2009

suremain(NM) Ein weiteres Montags-Tasting wurde dem Thema Burgung gewidmet, genauer gesagt der Weine der Domaine de Suremain von dem Winzer Eric de Suremain. Eric fokusiert sich auf weniger “bekannte” Lagen im Burgund, was sich sehr positiv auf die Preise dieser Weine auswirkt. Im Pressetext kling das wie folgt: “Monsieur de Suremain verkauft seinen roten Monthélie unter dem Château-Namen und verteidigt seit Jahren erfolgreich seinen ersten Platz in der Appelation.” Den Rest des Beitrags lesen »








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