Ein Rückblick: WineVibes Vol.2 – oder: Wenn der Winzer mit dem Kunden tanzt

23 02 2012

WineVibes Vol.2 - die Winzer

(NM) Für mich als (angehender ex) DJ und bekennendem Wein-Enthusiast gibt es nicht schöneres wie seinen beiden großen Vorlieben an einem Abend zu begegnen: Wein und Musik. Genauer gesagt: viel Wein und laute Musik. Noch genauer: viel guter Wein und laute, elektronisch angehauchte Musik. So geschehen am Abend des 18. Februar 2012, in den Hallen der Ars24 Studios in München auf der WineVibes Vol.2!

Das ich als DJ keinen großen Rave bis um 10 Uhr morgens erwarten konnte war klar. Das Publikum war bunt gemischt. Junge Winzer trafen auf junges, weininteressiertes Publikum, ältere Winzer auf etwas ältere, belesenere Semester und umgekehrt. Alle hatten an diesem Abend eins gemeinsam: Viel Spaß! Die Musik wurde von meinen beiden DJ Kollegen (Michael Reinboth und Pierre Schrader) und mir für Club Verhältnisse bewusst recht locker gewählt. Da verlief sich schon mal Pink Floyd’s “Another brick in the wall” in einen 4/4 Takt oder “The Sound of Silence” groovte in der Version von Duptribe aus den Boxen. Dank der unglaublich filigranen und leichten Weingläser von Zalto (Denk’Art Universal!) konnte auch locker mit Glas in der Hand getanzt werden. Schön!

Es geht hier um den Wein!

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Großer Riesling von der Terrassenmosel – Weingut Knebel

8 11 2011

Winninger Röttgen(NM) Das Weingut Knebel aus Winningen an der Terrassenmosel besuchte Drunkenmonday das erste Mal im verschneiten Januar in 2010. Vor Ort zeigte uns Matthias Knebel damals seine Rieslinge aus dem Jahrgang 2008. Um 9.30 Uhr morgens probierten wir das gesamte Sortiment bis hoch zur sensationellen Beerenauslese aus dem Winninger Uhlen. Schöner konnte man einen Tag nicht starten. Doch heute werfen nur einen kleinen Blick auf den Jahrgang 2008 des Weinguts Knebel. Unsere heutige Probe besteht primär aus Rieslingen des Jahrgangs 2010. Welche großartige Tropfen Matthias und seine Mutter Beate Knebel dort in die Flasche bekommen hat – dazu später mehr.

Das Weingut Knebel gibt es in seiner heutigen Form seit 1990. Auf 7ha Steillagen bewirtschaftet Matthias Knebel zusammen mit seiner Mutter Beate bis auf etwas Weißburgunder ausschließlich Riesling. Das Wort “Respekt” steht ganz weit vorne im Umgang mit dem Wein. Respekt gegenüber dem Weinberg, den Reben, der Traube und letztendlich dem Wein. Durch möglichst geringe Eingriffe in der Weinbereitung und nahe am Naturweingedanken werden die Eigenheiten jeden Jahrgangs nahezu 1:1 durch die Traube in die Flasche gebracht. Durch die Gärung mit Hefen aus Weinberg und Keller und den Verzicht auf Entsäuerung und Schönungsmittel, entstehen jedes Jahr faszinierende Weine, welche Ausdrucksstark den Jahrgang und die Lage repräsentieren. Den Rest des Beitrags lesen »





Der neue Prototyp des Mosel Kabinetts? 2010 Immich Batterieberg Riesling C.A.I.

30 09 2011

2010 Immich Batterieberg Riesling C.A.I.

(NM) Mosel Riesling ist und bleibt das Aushängeschild des rest/edelsüßen Deutschen Weins in aller Welt. Keine andere Region hat in dieser Spielart des Rieslings im Ausland die Nase weit vorn. Egal ob Prüm, Haart, Christoffel oder Haag, der “non German”-Weintrinker liebt das leichte und restsüße Mosel Kabinettchen ebenso wie mächtige Auslesen oder noch höher konzentriertes Ambrosia. Viele Winzer verkaufen ihre süßen Weine primär nur noch über den Export, da es kaum noch einen Markt für “das süße Zeug” in Deutschland gibt. Trocken mag es der Deutsche. Und knackig bitte. Oft ein Wiederspruch zum “restsüßen Riesling Kabinettchen” von der Mosel. Doch nicht immer. Den Rest des Beitrags lesen »





Nachgefragt @drunkenmonday.de: 13 Fragen/Aussagen an, von und mit Gernot Kollmann

31 08 2011

Germot Kollmann in der Steillage - Weingut Immich Batterieberg

(PT) Mittwoch ist Nachgefragt @drunkenmonday Tag.
Heute dürfen wir euch sogar ein Geburtstagskind vorstellen: Gernot Kollmann vom Weingut Immich Batterieberg.

Gernot Kollmann - Weingut Immich Batterieberg

Gernot Kollmann ist maßgeblich für die mit dem 2009er Jahrgang eingeleitete Renaissance des Weinguts Immich Batterieberg in Enkirch (Mittelmosel) verantwortlich. Dies ist auch nicht verwunderlich: Den Rest des Beitrags lesen »





Viel Wein, wenig Alkohol – Riesling Kabinett 2009

12 06 2011

Riesling Kabinett(JR) Rieslinge mit dem gesetzlich festgelegten Prädikat „Kabinett“ sind weltweit etwas Einzigartiges. Ohne Alkoholeskapaden und ausladende Opulenz gewinnen sie durch Feinsinnigkeit, verführerische Frucht und Eleganz. Traditionell stammen Kabinettweine aus den eher nördlichen, oft steinigen Schieferhängen an Nahe, Mosel, Saar, Ruwer sowie dem Rheingau. Internationale Konkurrenz? Die ist rar gesät und muss in Bezug auf Finesse und Balance oft passen. Auch preislich gesehen machen Kabinettweine viel Spaß. In unserer regulären Montagsprobe haben wir uns daher einige Kandidaten des Jahrgangs 2009 und einen Ausreißer etwas näher angeschaut. Den Rest des Beitrags lesen »





Weinrallye #45: Andreas Durst – Entspannter Wein für einen entspannten Sonntagnachmittag.

22 05 2011

Egon Müller Scharzhofberg

Gastbeitrag von Andreas Durst zur Weinrallye #45

Den 89er Scharzhofberger Spätlese habe ich mal bei einem Wuppertaler Weinhändler zusammen mit 5 anderen Botteln gekauft. Noch eine 89er, zwei 90 Spätlesen, eine 90er Spätlese Versteigerung und eine Wehlener Sonnenuhr Spätlese Versteigerung von J.J. Prüm. Alle zusammen für 150€ . Fair ist anders. Billig ist so.

Die 89er ist kein überdrüber Wein. Den Rest des Beitrags lesen »





Weinrallye #43: Vollenweiders Riesling Spätlese in voller Pracht!

20 03 2011

Vollenweider Riesing Spätlesen(NM) Ein wunderbares Thema hat sich Ralf Kaiser a.k.a. “der Weinkaiser” hier zur Weinrallye #43 ausgedacht: Riesling Spätlese. So wunderbar, das ich mich sehr schwer getan habe, die Weine für diese Veranstaltung heraus zu suchen. Da steht man nun im Keller, lässt sich vom Anblick der Flaschen augenscheinlich inspirieren, öffnet im Moment später Cellertracker.com, filtert nach Riesling Spätlese und wirft seine ursprüngliche Planung wieder komplett über den Haufen. Nach einigen schlaflosen Nächten habe ich mich dann für folgendes LineUp entschieden:

2007, 2008 und 2009 Weingut Vollenweider Wolfer Goldgrube Riesling Spätlese Goldkapsel aus der 0.375 Liter Flasche.

Daniel Vollenweider bewirtschaftet auf 4 Hektar 100% Riesling. Erst im Jahr 2000 entdeckte der gebürtige Schweitzer die nicht flurbereinigte Lage “Goldgrube” in dem kleinem Ort Wolf, bestockt mit wurzelechten, uralten Reben. Vom Riesling-Fieber gepackt produzierte er im ersten Jahr gerade einmal 3500 Flaschen. Heute beläuft sich die Produktion auf ca. 25.000 Flaschen, 90% davon wird ins Ausland exportiert. Im Jahr 2003 wurde er vom Gault Millau als “Aufsteiger des Jahres” gefeiert, inzwischen wird er dort mit 4 Trauben geführt und gehört somit zu Spitzenweingüter Deutschlands. Auf Grund des hohen Exportanteils seiner Weine sind Daniel Vollenweiders Rieslinge hier zu Lande nicht sehr einfach zu finden bzw. bekannt, obwohl gerade seine BAs und TBAs oft zu den besten gehören, was die Mosel zu bieten hat. Den Rest des Beitrags lesen »





Trüb, trocken, 16.5 % Alkohol ?! – Riesling – Uhlen – Heymann Löwenstein

1 03 2011

1989 Heymann-Löwenstein Riesling Beerenauslese trocken(PT & NM) Zeiten ändern sich, Weinstile ändern sich, Weinmachen ändert sich. Wahrscheinlich wäre heute dieser Wein aus diesem Weingut gar nicht mehr vorstellbar. Die Rede ist von einem Wein, der damals wie heute viel Kopfschütteln, Skepsis, Verwunderung und Neugier auslöst. Das Weingut Heymann-Löwenstein erzeugte 1989 einen trockenen Riesling, genauer gesagt eine trockene Riesling Beerenauslese aus der Lage Winninger Uhlen. Die damals noch in dem Weingut eingesetzten Reinzuchthefen wandelten nahezu den kompletten Zucker in Alkohol um. Am Ende entstand ein Wein mit entspannten 16.5% Alkohol. Nicht nur an der Mosel heutzutage quasi undenkbar. Eine Flasche dieses Unikates zu ergattern war durchaus mit Kosten und Mühen verbunden. Aus diesem Grund ist es selbstverständlich, dieses einmalige Weinerlebnis hier mit euch zu teilen.

Alleine die Farbe spricht Bände: Den Rest des Beitrags lesen »





Nachgefragt @drunkenmonday.de: 13 Fragen/Aussagen an, von und mit Reinhard Löwenstein

16 02 2011

Die Heymann-Löwenstein's

(NM) Mittwoch ist Nachgefragt @drunkenmonday Tag.

Nachdem letzte Woche Rainer Trüby uns sehr kreativ und amüsant Rede und Antwort stand, haben wir heute eine der großen Winzerpersönlichkeiten Deutschlands am Start: Den Terroiristen Reinhard Löwenstein! Zusammen mit seiner Frau Cornelia Heymann-Löwenstein sind sie das DreamTeam hinter dem Winninger Spitzenweingut Heymann-Löwenstein. Reinhard ist einer der großen Querdenker und Kreativköpfe der deutschen Weinszene. Neben seiner begnadeten “Kunst” mit Rieslingtrauben die Vielfältigkeit der Winninger Schieferformationen in ihrer schönsten Form in die Flasche zu bekommen, ist Reinhard Löwenstein auch Autor des Buches: Terroir – Weinkultur und Weingenuss in einer globalen Welt. Ein Referenzwerk in Sachen Terroirismus. Interessant auch der Artikel zu dem Besuch von Drunkenmonday auf dem Weingut.

Hier nun seine Antworten und Aussagen aus unserer “Nachgefragt @drunkenmonday” Rubrik.

Wie immer die Spielregeln: Unsere Vorlage in normal, Reinhards Antwort in fett:

1.) Trinkt mehr Den Rest des Beitrags lesen »





Soll man so was trinken? Reifer Riesling: 1998 Kabinett halbtrocken Jos. Christoffel jr. Ürziger Würzgarten

7 01 2011
uerziger-wuerzgarten

Der Ürziger Würzgarten fotografiert von Thomas Günther / weinverkostungen.de

(PT) Wer kennt das nicht: Nach einer längeren Probe ist der Gaumen schon etwas müde um den nächsten “noch größer” “noch doller” usw. Wein zu genießen – was gibt es da erfrischenderes, als ein Kabinettchen von der Mosel, vor allem wenn dieses gerade auf dem Punkt ist?

Ebensolch einen Tropfen hatten wir zwischen den Jahren ins Glas bekommen: Der 1998er Ürziger Würzgarten Kabinett Halbtrocken (Riesling selbstredend) des Weinguts Jos. Christoffel jr. – einigen auch noch bekannt unter Weingut Christoffel-Prüm. Jetzt klingelt es wahrscheinlich: Ja der Name verweist auf Den Rest des Beitrags lesen »





Deutscher Pinot bis 10€ – Top oder Flop?

25 10 2010

16x Pinot Noir bis 10€ aus Deutschland(JR) Der Handel lebt von Lügen und Illusionen. Überzeugende Spätburgunder aus deutschen Landen im unteren Preissegment zu finden, bleibt trotz aller Werbeversprechen eine Herausforderung. Diese anspruchsvolle Traubensorte mit ihrer dünnen Schale stellt hohe Ansprüche an die Winzer. Was geht da bis ca. 10.- € die Flasche? Oder sollte man als Weinliebhaber ganz die Finger davon lassen und lieber was „ordentliches“ kaufen? Wieder diese Fragen. Ein Abend, zehn Weinkenner und 16 verschiedene Weine brachten Antworten und manche Überraschung.

Um objektiv zu bleiben, wurden alle Weine blind in zufälliger Reihenfolge verkostet. Jeder Teilnehmer erstellte während der Probe sein individuelles Ranking von Platz 1 bis 16. Es herrschte zudem „Redeverbot“ in Bezug auf die Weine, um eine gegenseitige Beeinflussung auszuschließen. Am Ende wurden die Einzelbewertungen aufsummiert und zusammen mit dem Gesamtergebnis besprochen. Die Summen der Einzelplatzierungen sind in Klammern angegeben. Zehn mal Platz 1 würde also die Traumbewertung (10), zehn mal Platz 16 die Rote Laterne (160) ergeben.

Top Five

Platz 1: Den Rest des Beitrags lesen »





Weiser Künstler Enkircher Ellergrub Riesling Beerenauslese 2005

27 09 2010

2005 Weiser Enkirchner Ellergrub Riesling Beerenauslese (PT) Es gibt sie noch, Winzer deren Weine trotz ihrer Singularität in der “Wein – Öffentlichkeit” kaum bis gar nicht vorhanden sind – oder läuft euch die Enkirchner Lage Ellergrub des öftern über den Weg?

Enkirch? Wo zur Hölle ist das überhaupt? Mosel.
Mittelmosel, von Traben Trarbach aus ca. 4 km die Mosel abwärts um genau zu sein.

Dieser Abschnitt der Mittelmosel wird von dem “Klitzekleinen Ring” repräsentiert, bei dem nicht nur die Weiser Künstlers Mitglieder sind, sondern auch weitere mehr oder weniger “Hidden Champions” wie Vollenweider, Martin Müllen (siehe auch: Zu Besuch bei Martin Müllen) und Melsheimer.

Zurück zur Enkirchner Ellergrub: Sie bildet das Herzstück des 2005 von Konstatin Weiser und Alexandra Künstler gegründetem Weingut. Mit Risikobereitschaft, Passion und viel Enthusiasmus gehen die beiden ans Werk – muß man auch, wenn man sich die Beschaffenheit der Ellergrub vor Augen führt:
Auf kleinen und mittelgroßen Terassen von blauem Devonschiefer in Steilstlage wachsen bis zu 100 Jahre, wurzelechte Reben.

Weiser Künstlers bringen es auf den Punkt: Den Rest des Beitrags lesen »





Wein Spot: Die beliebtesten Drunkenmonday Weinblog Beiträge im August

1 09 2010

Wie im Juni das erste mal geschehen, haben wir hier die am häufigsten gelesenen Artikel des August zusammen gestellt.

Überraschenderweise führt der Schraubverschluß Artikel die Rangliste an – was uns persönlich sehr freut, ist das der Artikel über Peter Kühn’s eigenständige Weine aus dem Doosberg anscheinend einen Nerv getroffen hat.

Viel Spass beim Stöbern:

1. Ein Bild – 1000 Worte: Schraubverschluss als Allheilmittel?

2. Bitte weitersagen: 2009er Rieslinge vom Weingut Pfirmann /Pfalz.

3. Riesling to the roots: 2001-2008 P.J. Kühn Doosberg „3 Trauben“ Vertikale

4. Weinwelt Riesling Preis 2010 – Entdeckung des Jahres: Winzerhof Thörle – Riesling des Jahres: Bassermann Jordan – Kollektion des Jahres: Rings

5. Lebt er noch? 1994 José Maria da Fonseca Periquita Classico

6. Zwei mal 1991er Reserva aus dem Ribera del Duero

7. Hochmoselübergang – kann der Wahnsinn noch gestoppt werden? Inkl. Videobeitrag von Hugh Johnson und Stuart Pigott

8. Domain Clavel aus Frankreichs „wildem“ Süden – Schnäppchen oder Märchenstunde?

9. Zu Besuch auf dem Weingut : K.J. Thul / Thörnich, Mosel

10. . Gitarre zum Wein? Wines that Rock!





Quo vadis Großes Gewächs? (via six-to-nine)

1 09 2010

pivu’s erste Eindrücke der 2009er Grossen Gewächse:

Quo vadis Großes Gewächs? Der Traubenadler feiert Geburtstag, immerhin 100 Jahre wird er alt. Zeit also, Bilanz zu ziehen, und was bietet sich dafür mehr an als eine Leistungsschau des Aushängeschilds des VDP, der "Großen Gewächse" aus dem mit viel Vorschusslorbeeren bedachten Jahrgang 2009. Diese wurden im Rahmen der Vorpremiere letzte Woche in bekannt professioneller Manier präsentiert. Der VDP selbst spricht von einem überragenden Jahrgang mit optimalen Reifeverlauf, s … Read More

via six-to-nine





Oldschool: 2007 Vollenweider Riesling Schimbock Trocken

11 07 2010

2007 Vollenweider Riesling Schimbock Trocken(NM) In der großen weiten Welt des H&M-Rieslings, zwischen Reinzuchthefen und designeten Geschmacksprofilen gibt es sie noch: den urtypischen Riesling. Daniel Vollenweider lässt mit seinen Rieslingen der Serie “Schimbock” genau diesen eigenständigen Rieslingtypus wieder aufleben. Die Weine kommen aus einer kleinen Parzelle des Trabener Würzgartens, eine Devonschieferlage mit über 40jährigen wurzelechten Reben, die sich aber geologisch und klimatisch von dem Rest des Würzgarten absetzt. Sie werden ganz altmodisch in alten Korbkeltern gepresst und danach sich völlig selbst überlassen, ohne Zugabe von Reinzuchthefen oder Most. Durch diese traditionelle Methode kann die Gärung locker 6-8 Monate dauern.

Dieser 2007er Riesling Schimbock von Daniel Vollenweider wird als QbA Trocken ausgezeichnet, obwohl die Reben mindestens Spätlese Niveau bei der Ernte hatten. Durch die “altmodische” Ausbaumethode bekommt der Wein eine feine hefige Kräuterwürze, eine vielschichtige Mineralik und nur wenig, aber dafür sehr feine Fruchtaromen. Die beste Performance zeigte er nach 3 Tagen offen im Kühlschrank, wo alle Komponenten wunderbar zusammen wuchsen. Alles in allem finden wir hier kein “großen” Riesling, aber ein eigenständiges Weinwerk, welches sich locker von der langweiligen getrimmten Rieslingwelt absetzt. Nichts für den “avaeage Riesling-Joe”. Der Gault Millau vergab seiner Zeit 89 Punkte für diesen Wein. Ich denke da kann ich locker mit “dacore” gehen.





Danke an St. Urbans-Hof: Mosel vs. Saar Riesling Restsüß

17 06 2010

St. Urbans-Hof Rieslinge(NM) Es geschah auf der Mainzer Weinbörse 2010. Nach der Probe der 2009er Rieslinge des renommierten Weingut St. Urbans-Hof und einem kurzen “Chat” mit dessen Besitzer und Winzer Nik Weis war sofort klar: Hier muss eine Probe für Drunkenmonday her! Das Thema war schnell gefunden: Wir vergleichen die Restsüßen Rieslinge des Piesporter Goldtröpfchens (Mosel) mit denen des Okfener Bocksteins (Saar) aus den Jahren 2007, 2008 und 2009. Zum Teil als Kabinett, Spätlese und Auslese. Im Detail waren dies:

2009 Okfener Bockstein Kabinett (RZ 59,2 – S 8,5)
vs.
2009 Piesporter Goldtröpfchen Kabinett (RZ 48,7 – S 7,6)
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Ich wollte Weinblogger sein… (via Der Schnutentunker)

10 06 2010

(PT) WordPress wird sozialer (-> im Sinne vom ach so oft gebrauchten “Social Media” Begriff – als ob das Netz nicht von sich aus auf sozialer Interaktion beruhen würde…):

Endlich gibt es auch eine “reblog” Funktion und da ich eben noch einen empfehlenswerten “Geburtstagsbeitrag” zum Thema Weinblogger vom Schnutentunker gelesen habe, möchte ich euch diesen nicht vorenthalten, voila:

…als ich mich heute vor einem Jahr ziemlich spontan bei WordPress anmeldete und ein Blog mit dem Namen ‚Der Schnutentunker‘ einrichtete. Ideen hatte ich einige und irgendwie war die Diskussion der Rebsorten, die mich am meisten interessieren, im Deutschen Teil des Internets erlahmt. Warum also nicht meine Gedanken und Notizen in einem eigenen Blog präsentieren? 365 Tage und gut 120 Beiträge später hat sich das Bild ein bisschen gewandelt. Ein ric … Read More

via Der Schnutentunker





Typisch Deutsche (?) Weine …

2 06 2010

Deutscher Wein(NM) So kurz vor der “Soccer World Championship” und in mitten von “wir sind Lena” wollte ich den typsich deutschen Wein einmal von einer anderen Perspektive zeigen. Da kam mir der Besuch eines amerikanischen Bekannten ganz recht, ihm einmal das Bild des typisch deutschen süßen Rieslings und dünnen Rotweins aus dem Kopf zu waschen. Dieses ist mir mit den unten beschriebenen Weinen bestens gelungen: Den Rest des Beitrags lesen »





Zu Besuch: Weingut Heymann-Löwenstein

29 05 2010

Oder: ein “Querdenker” packt aus.

im Keller von Heymann Löwenstein(NM/PT) Mit Joggingschuhen und Bademantel, äh „Freigeist-Mantel“ bewaffnet empfing uns ein sichtlich entspannter Reinhard Löwenstein. Ohne große Umwege ging es direkt in den beeindruckenden Keller.

Hier wechselte das Thema schnell von den „klassischen“ Weingesprächen hin zu weitergedachten Entwicklungen, wilden Hefen, Feng Shui, energetischen Teilchen und weiteren bewusstseinsverändernden Attributen. Die Konklusion jedoch bestand darin, dass die Dinge doch oft sehr pragmatischer Natur seien. Daher hat sich Reinhard im Winter 2009/2010 zu einem recht simplen Schritt entschieden, damit die gärenden Moste/Weine nicht in die „Winterstarre“ fallen: Der Keller wird mit einer Heizung gewärmt.

Sicher könnte man 3 Blogbeiträge über dieses Weingut schreiben, Den Rest des Beitrags lesen »





Zu Besuch: Weingut Martin Müllen – Traben Trarbach

27 01 2010

Weingut Martin MüllenWeingut Martin Müllen – Traben Trarbach
Oder die Korbpresse und Chantalle Schmidt

(OW) Das 1991 gegründete Weingut Martin Müllen war auf unserer Moseltour das dritte Ziel an diesem Tag. Wir waren auf Martin Müllens Weine mehr als gespannt, hatten wir doch bisher viel gutes über das Weingut gehört und gelesen aber noch keinen Tropfen der müllenschen Produktion getrunken!

Nach der Probe bei Knebel und der sehr ausgiebigen und enorm erhellenden Probe beim Weingut Heymann-Löwenstein, trafen wir mit einer knackigen Verspätung von fast 2 ½ Stunden beim Weingut ein. Hier noch mal ein großer Dank an Frau Müllen, dass sie uns überhaupt noch reingelassen hat. Susanne Müllen hat uns dann auch nicht im Unklaren darüber gelassen, was sie von solchen Verspätungen hält… Wir haben es geschluckt und mit dem 2008er Kröver Steffensberg Riesling Kabinett ordentlich nachgespült. Und danach wurde es ein richtig netter Abend. Den Rest des Beitrags lesen »





Zu Besuch auf dem Weingut : K.J. Thul / Thörnich, Mosel

18 01 2010

Weingut K.J. Thul(NM) Als finale Anlaufstelle unserer Mosel Tour fiehlen wir gegen 23 Uhr Abends auf dem Weingut K.J. Thul im verschneiten Thörnich ein. Da dieses Weingut auch über eine sehr nette Ferien-Pension verfügt, hatten wir neben leckeren Weinen auch alle Mann/Frau ein kuscheliges Bett nach einem spannden & anstrengenden Tag zur Verfügung gestellt bekommen.
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Winter-Impressionen von der Mosel: Unterwegs im “Thörnicher Ritsch”

13 01 2010

(NM) Nach unserer grandiosen Mosel-Tour letztes Wochenende gibt es hier schon einmal vorab ein paar wunderschöne Impressionen rund um den “Thörnicher Ritsch”. Die Berichte über die besuchten Winzer (Heymann-Löwenstein, K.J. Thul, Weingut Knebel & Martin Müllen) werden noch folgen.





Gerade im Glas: 2005 Molitor Niedermenninger Herrenberg Auslese ** Riesling Feinherb

5 01 2010

Markus Molitor(NM+PT) Nach 2 Stunden in der Karaffe zeigt sich der Wein in der Nase noch recht verhalten und schüchtern. Erst erregtes/erwärmendes schwenken entlockt ihm sehr feine Noten von gebackener Banane mit reifem Honig, eingetrockneten Zitronenscheiben und in Honig eingelegte Rosenblüten. Auch etwas herbes, an Tee erinnerndes kommt mit zunehmendem Luftkontakt heraus. Sehr dicht und voll. Am Gaumen kommt dann die “feinherbe” Süße deutlich zum Punkten. Alles nur nicht “babbig”, das Gegenteil von Eindimensional und sowas von “nicht langweilig” präsentiert sich der Wein am Gaumen. Wunderbarer Pfirsichschmelz, cremiger Blütenhónig, ungemein stoffig und breit (obwohl nur 11,5% Alkohol), aber nie überladen oder plump. Großartiger “Stil”, den man in dieser Ausbauart nur selten ins Glas bekommt.

Ein Wein von faszinierend eigenem Charakter, der durch seine mineralische Fülle, Konzentration und, obwohl widersprüchlich klingend, feine Eleganz unseren Weinhorizont erweitert.





Amtliche Prüfnummer: Ein Beispiel an zwei 1995er Auslesen vom Schloss Lieser

23 11 2009

Moseltal(NM) Ich muss sagen, dieses war ein sehr interessantes und lehrreiches Tasting. Zwei Weine, gleiches Weingut, gleiche Rebsorte, gleiches Jahr, gleiche Lage, gleiches Prädikatslevel, aber unterschiedliche AP# (amtliche Prüfnummern). Die “Verwendung” dieser Nummer wird von vielen Weingütern unterschiedlich im Bezug auf die Stilistiken der Weine ausgelegt.

Lange Rede, kurzer Sinn…

…im Detail waren das:

1995 Schloss Lieser Niederberg Helden Riesling Auslese *** AP #12
und
1995 Schloss Lieser Niederberg Helden Riesling Auslese *** AP #13
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Hochmoselübergang – kann der Wahnsinn noch gestoppt werden? Inkl. Videobeitrag von Hugh Johnson und Stuart Pigott

18 11 2009

moselübergang bei ürzig vorhermoselübergang bei ürzig nachher(PT) Wir hatten uns bisher noch nicht zu dem geplanten bereits begonnen Bau des Hochmoselübergangs bei Ürzig geäußert. Aber als ich heute morgen durch ein posting von Billy Wagner auf den Brief von Katharina Prüm (Weingut J.J. Prüm) aufmerksam wurde, mußte ich das Thema und den Brief euch hier zugänglich machen:

Sehr geehrter Herr Balzerowiak, (Grand Cru Select, Geisenheim)

ich kontaktiere Sie heute aus einem etwas ungewöhnlichen Anlaß, wegen einer Sache, die uns hier an der Mittelmosel seit einiger Zeit beschäftigt und besorgt für die sich nun endlich… auch in Deutschland mehr Publizität entwickelt: der geplante Bau einer Brücke über das Moseltal, höher als der Kölner Dom, und die weitere Streckenführung auf dem Berg über unseren Weinbergen. Für dieses „Monster“, welches die rheinland-pfälzische Landesregierung als „Bauwerk der Superlative“ anpreist, wurden im Rahmen des Konjunkturpaketes der Bundesregierung bereits 250 Millionen EUro vom Bund bewilligt und weitere 20 Millionen vom Land zugesagt, man erwartet aber letztlich deutlich höhere Kosten. Das UNESCO-Weltkulturerbe-würdige Moseltal bei Ürzig würde verschandelt und wir haben Sorge, dass der Wasserhaushalt unserer Weinberge und auch die Stabilität des Hanges beeinträchtigt werden könnte. Der gesamte Schiefer-Steilhang zwischen Zeltingen und Bernkastel ist bereits als sensibles Rutschgebiet bekannt. Den Rest des Beitrags lesen »








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