Sangiovese Classico: Felsinas “Fontalloro” Vertikale

13 12 2011

Fontalloro Vertikale

(NM) Ein Höhepunkt des Drunkenmonday’schen Pre-Weihnachtsverkostungskalenders war die mit viel Aufwand zusammen getragene Vertikal-Verkostung von Felsinas “Fontalloro”. Oft wird dieser IGT fälschlicherweise in die Ecke der Cabernet/Merlot-lastigen “Super Tuscans” gesteckt. Doch Fontalloro war und ist immer ein Wein aus 100% Sangiovese. Der IGT (früher Vino da Tavola) Status liegt aber an der Tatsache, dass die Sangiovese-Trauben für den Wein aus drei unterschiedlichen Weinbergen stammen: dem Namensgebenden Fontalloro (oder auch Poggio al Sole) im Chianti Classico und Casalino und Arcidossino im Anbaugebiet Chianti Colli Senesi. Die nach Südwesten gerichteten Weinberge liegen im Schnitt ca. 400 Meter über dem Meeresspiegel. Zum Teil sind die Reben bis zu 50 Jahre alt. Der Wein reift nach der malolaktischen Gärung 18-20 Monate in Barriques und wird nach weiteren 8-12 Monaten Flaschenreife auf den Markt gebracht. Geöffnet wurde an diesem Abend Fontalloro aus den Jahren 1990, 1997, 2000, 2003, 2005 und 2007. Somit hatten wir eine großartige Möglichkeit die Lager- und Entwicklungsfähigkeit dieses Weines zu beobachten. Alle Weine außer dem 1990er und 1997er wurden 90 Minuten vor der Probe dekantiert.

Auf alten Pferden lernt man … Den Rest des Beitrags lesen »





Viel Schatten, wenig Licht: Pinot Noir World Tour in einer Blindprobe

2 12 2011

Pinot Noir World Tour

(NM) Die Idee zu dieser Probe war schnell geboren: Eine Pinot Noir Probe mit Pinots aus Ländern, wo diese Rebsorte keine große Reputation hat. Somit suchten wir nach Pinots, welche nicht aus Frankreich, Deutschland, Neuseeland oder den USA kamen. Nach einigen Tagen intensiver Suche hatten wir 10 Pinot Noir aus folgenden Ländern für eine Probe zusammen: Schweiz, Österreich, Brasilien, Griechenland, Portugal, Italien (Südtirol), Chile, Australien, Argentinien und Kanada. Somit konnte das Abenteuer “Pinot Noir World Tour” beginnen. Um die Probe insgesamt noch spannender zu machen, entschieden wir uns für eine Blindprobe der Weine. Niemand wusste welcher Wein aus welchem Land kam. Jeder der Probanden schrieb aber seinen Tipp unter seine Verköstigungsnotizen. Diese Länderzuweisungen erwiesen sich aber schwieriger als angenommen. Oder wie schmeckt noch einmal Pinot Noir aus Brasilien? Das Preislimit lag bei max. 20€ die Flasche.

Doch was uns im Laufe der Probe ins Glas kam, war teilweise grenzwertig. Des Öfteren wurden wir an diesem Abend als interessierte Weinfreunde mit der Tatsache konfrontiert, dass sich Pinot Noir nicht überall wohlfühlt. Die “Diva” der Rebsorten zeigte uns einige Male die kalte Schulter. Auch der Umgang mit ihr im Weinkeller kann bei dem ein oder anderen Winzer nicht ladylike gewesen sein. Die Rache in Form von Fehltönen folgte auf dem Fuße. Eine “Cabernet Sauvignon World Tour” Probe wäre wohl nicht ganz so Gaumenraubend ausgegangen. Wie dem auch sei, diese Weine wurden von uns getestet und wie folgt bewertet:

10. Platz Den Rest des Beitrags lesen »





Clai, Radikon, Princic und Roxanich: Faszination “Orange Wines”

17 10 2011

Faszinations Orange Wines(NM) Faszination “Orange Wines”? Für die einen sind diese Weine ein offenes Buch der Wein(bereitungs)fehler, für andere ein Eldorado an Komplexität, Diversität und Individualität. Der Name bezieht sich auf die Farbe der Weine. Der Wein der etwas farbintensiveren Weißweintrauben (wie z.B. Malvasia) bekommt durch ihre teilweise Monate lange Maischegärung schon in ihrer Jugend eine zarte Orange Farbe. Dieses Verfahren wird in der Regal nur bei Rotweinen angewandt, um die Farbe und das Tannin aus den Schalen und Kernen zu gewinnen. Eine Maischegärung auf den Schalen wird bei “normalen” Weißweinen möglichst vermieden. Und genau dort liegt der Streitpunkt. Durch die lange Maischegärung auf den Schalen entstehen für Weißweinverhältnisse außergewöhnliche Aromatiken, welche gerne auch als “Fehlton” interpretiert werden. Hier scheiden sich ganz schnell die Geister. Gerade in Deutschland gibt es so gut wie keinen Markt für “Orange Wines”, in Österreich, Japan oder USA hingegen zählen diese Tropfen mit zu den gesuchtesten Überhaupt. Angebot und Nachfrage?

Generell sind “Orange Wines” keine einfachen Trinkweine. Den Rest des Beitrags lesen »





Montevetrano 1998 – Ein Star aus Kampanien

11 10 2011

1998 Montevetrano(NM) Nachdem wir kürzlich einen recht jungen Jahrgang des Kampanischen “Kultweins” Montevetrano im Glas hatten, trieb uns alle das Verlangen, diesen Wein einmal etwas reiferer und entwickelter zu verkosten. Schon in seiner Jungend ließ er auf großes Entwicklungspotential hoffen. Und voilà, hier ist er: Der 1998er Montevetrano. Doch bevor wir uns dem edlen Tropfen (50€ die Flasche) widmen, kurz noch etwas zu der Geschichte dieses Kampanischen Vorzeigeweins. Auf nur 5 Hektar kultiviert Silvia Imparato in der Region Salerno um San Cipriano Picentino die Rebsorten Cabernet Sauvignon, Merlot und Aglianico. Daraus erzeugt er jedes Jahr nur einen Wein: Den Montevetrano. Aus dem Enthusiasmus fünf Weinfreunde heraus wurde 1985 die Azienda Agricola Montevetrano gegründet und 1991 der erste Montevetrano gefüllt. Seit dem gibt es jährlich etwa 30.000 Flaschen dieses Weins. Den Rest des Beitrags lesen »





Guter Kork, böser Kork, Plastik Kork

5 09 2011

Plastik Kork funktioniert!(NM) Dem “Problemkind” Naturkorken wurde gerade erst von unserem geschätzten Blogger-Kollege Dirk Würtz die Windeln gewechselt. Es ging hoch her, es wurde viel diskutiert, nicht nur zwischen den Zeilen kritisiert und Qualitäten in Frage gestellt. Doch diesem teilweise “stinkenden” Thema werde ich mich heute nicht widmen. Vielmehr weckte der oft geschundene und geprügelte Plastikkorken meine volle Aufmerksamkeit.

Neulich öffnete ich von einem meiner Lieblingsweingüter der Toskana “Avignonesi” einen 1999er Avignonesi “Rosso di Toscana”. Ich gebe zu, dass dieser Rosso nicht gerade das Ende der Qualitätsspitze des Hauses markiert. Der Blend aus Sangiovese, Cabernet Sauvignon und Merlot rangiert eher in den Einstiegsqualitäten des Traditionsweingutes aus Montepulciano. Der aktuelle Jahrgang liegt in dem 13-15€ Bereich. Umso mehr wunderte mich die Tatsache, dass nach dem öffnen mich ein lupenreiner Plastikkorken anlächelte. Den Rest des Beitrags lesen »





Gute Presse, wenig Hype: vier dicke Dinger aus Italiens unterschätzten Regionen

29 07 2011

Vier dicke Italiener(NM) Italien bringt Jahr für Jahr ohne Zweifel mit die größten und angesehensten Weine der Welt auf den Markt. “Supertuscans” Blends wie Ornellaia, Masseto oder Sassicaia klingen und schwingen genauso in den Ohren großer Weinliebhaber wie Barbaresci von Angelo Gaja, große Baroli von Bruno Giacosa, Vietti und Roberto Voerzio oder mächtige Amarone von Allegrini und co. Doch abseits der bekannten und ruhmreichen Regionen hat Italien noch weitaus mehr an Spitzenweinen zu bieten. Drunkenmonday nahm vier “Top-Weine” mit guter Presse aus vier der eher unterschätzen Regionen Italiens einmal genauer unter die Lupe. Die Teilnehmer waren:

2004 Argiolas “Turriga” Isola dei Nuraghi IGT / Sadinien
2006 Di Majo Norante “Don Luigi” Riserva / Molise
2007 Azienda Agricola “Montevetrano” Colli di Salerno IGT / Kampanien
2008 Oasi Degli Angeli “Kurni” IGT / Marken
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Nebbiolo-Wonderland: 1999 Gianni Voerzio Barolo “La Serra”

9 03 2011

1999 Gianni Voerzio Barolo La Serra(NM) Das Dorf La Morra ist die größte der 11 Gemeinden der DOCG Region Barolo und liegt auf einem Hügel umgeben von malerischen Weinbergen. Hier wohnt und vinifiziert Gianni Voerzio. Auf 14 ha produziert er neben seinen Barolos auch noch diverse Barberas, Dolcettos, Freisas, Arneis und Moscatos. Die Weine aus der Region um La Morra sind in der Regel zarter und eleganter als die meisten Vertreter aus dem Barolo. Robert Parker nannte La Morra einst “das Pomerol des Piemonts”. Und wenn der Robert das schon sagt … ! Apropos Robert: Giannis Bruder Robert Voerzio ist einer “der” Namen/Produzenten im Piemont. Sein Barolo Riserva gehört wohl zu den besten und gesuchtesten Weinen in ganz Italien. Eine Winzerfamilie wie sie im Buche steht.

Doch nun zu Gianni Voerzio’s 1999er Barolo “La Serra”. Der Duft ist absolut betörend! Den Rest des Beitrags lesen »





Robust, doch elegant & barock: 1993 Poderi Aldo Conterno Barolo “Romirasco”

21 02 2011

1993 Poderi Aldo Conterno Barolo Romirasco(NM) Wieder ein Wein der Kategorie “once in a lifetime”. Aber im Vergleich zu dem 2002er Napa Valley Cabernet von Luise Cellars, wird hier einer der ur-traditionellsten Bereiche der Weinwelt betreten: der Barolo. Nebbiolo aus dem Barolo kann in jungen Jahren dem ambitionierten Weintrinker oft so gar kein Spaß machen. Hinter fiesen und undurchdringbaren Gerbstoffwänden schlummert ein Weinriese, der sich leider viel zu selten in seiner ganzen Pracht und Schönheit dem Barolo-Trinker zeigt. Zeit heilt hier bekanntlich so einige Wunden, somit war die Freude groß, einen doch etwas reiferen Barolo aus einem sehr renommierten Haus einmal in das Glas zu bekommen: 1993 Poderi Aldo Conterno Barolo “Romirasco”.

Die Lage Romirasco in der Bussia Soprana (Monforte) ist mit 3.8 ha der größte Rebberg der Familie Aldo Conterno, doch nur eine extrem geringe Menge der Trauben werden selektioniert und gelangen in die gleichnamige Abfüllung. Den Rest des Beitrags lesen »





Klimawandel? Cabernet Sauvignon aus Deutschland

3 02 2011

Deutscher Cabernet Sauvignon die Plätze 1-3(JR) Klimawandel – alles Verschwörungstheorie, so die Skeptiker. Wir Weintrinker wissen es besser.Denn im Weinbau lassen sich ganz konkret und in Zahlen die zum Teil dramatischen Klimaveränderungen der Neuzeit ablesen.

Die nördliche Anbaugrenze von Cabernet Sauvignon hat sich zum Beispiel in den letzten 40 Jahren in Mitteleuropa um rund 800 Kilometer vom 45. bis an den 50. Breitengrad hin verlagert. Verlief sie in den siebziger Jahren noch bei Bordeaux, rückte sie über das österreichische Burgenland und die Donau bis nach Deutschland vor. 1984 stehen die ersten bescheidenen zehn Hektar in Baden, Württemberg und in der Pfalz. Im Jahr 2007 sind es bereits 278 (!) Hektar, mit Pfalz und Rheinhessen an der Spitze. Dies sind zwar nur 0,3% der deutschen Rebfläche, aber der Trend geht ganz klar nach oben. Daher: Anlass für Drunkenmonday, den status quo unter die Lupe zu nehmen. Uns hat neben dem allgemeinen Qualitätsniveau vor allem interessiert, wie sich die Typizität der Traube präsentiert. Kann man vielleicht schon von einem deutschen Stil in Sachen Cabernet Sauvignon sprechen? Den Rest des Beitrags lesen »





Marzemino, Gardasee, Rotwein, Bahnhof?

20 01 2011

2006 Ca dei Frati RonchedoneWer in der obigen Überschrift für sich eine in sich schlüssige Logikkette findet, arbeitet auf ähnlichem Level wie ich. Ein kräftiger Rotwein von dem Südufer des Gardasees, hergestellt aus der Marzemino Traube. Absolutes Neuland für mich. Mit dem Kauf (und dem Öffnen) des 2006er Ronchedone des Weinguts Ca dei Frati wurde meine Neugierde gestillt. Der Ronchedone ist der „Top Rotwein“ des Hauses Ca dei Frati. Die Hauptrebsorte der Cuvée „Marzemino“ wird in (primär) Norditalien auf 863 Hektar kultiviert, komisch das ich diese Rebsorte noch nie auf dem Schirm bzw. bewusst im Glas hatte. Sogar Lorenzo Da Ponte und Wolfgang Amadeus Mozart haben in der Oper Don Giovanni dem Marzemino-Wein mit dem Ausruf „Versa il vino! Eccellente Marzemino!“ schon früh zum Ruhm und Ehre verholfen. Schau an, Mozart der alte Weinlackei.

Doch nun mehr zu diesem Wein. Den Rest des Beitrags lesen »





Ommas Couch returns: 1998 Lageder Pinot Krafuss

8 01 2011

1998 Lageder Krafuss(NM) Ein Nasendéjà-vu der besonderen Art hatte ich mit dieser äußerst interessanten Flasche “Blauburgunder” aus Südtirol: 1998 Alois Lageder “Krafuss” Pinot Nero. Nachdem ich meinen Riechkolben tief in das Glas gesteckt hatte, schoss es mir wie ein Blitz durch den Kopf: Das riecht original so wie Omas Couch (Möge sie in Frieden ruhen. Die Oma und die Couch).

Bevor ich nun in die Tiefen meiner Kindheit abdrifte, versuche ich mal das ganze ein wenig genauer zu beschreiben: Aromatisch ist der Wein extrem interessant. Den Rest des Beitrags lesen »





Langer Name, großer Wein: 2004 Ciacci Piccolomini d’Aragona Brunello di Montalcino Riserva Santa Caterina D’Oro “Vigna di Pianrosso”

9 12 2010

2004 Ciacci Piccolomini d'Aragona Brunello di Montalcino Riserva Santa Caterina D'Oro Vigna di Pianrosso(NM) Nicht nur deutsche Weine können mit Namen wie “2002 Hessische Staatsweingüter Kloster Eberbach Schönberger Herrnwingert Riesling Kabinett trocken Goldkapsel Primus Erstes Gewächs vom Sandkalkmuffel Barrique feinherb” (der Name des Weins ist frei erfunden) punkten, nein, auch in Italien ist es möglich drei oder mehr Zeilen auf einem Weinetikett mit dem Namen des Wein auszufüllen. Dieser Wein nennt sich 2004 Ciacci Piccolomini d’Aragona Brunello di Montalcino Riserva Santa Caterina D’Oro “Vigna di Pianrosso”. Ein Brunello di Montalcino also, aus dem großartigen Jahr 2004, in Riserva Qualität aus der Einzellage “Vigna di Pianrosso”, produziert von dem Weingut Ciacci Piccolomini d’Aragona und ausgezeichnet mit der “Santa Caterina D’Oro”. Diese spezielle Auszeichnung der Stadt Siena wird Betrieben/Produkten verliehen, die den Anspruch und Geist der Stadt Siena wiederspiegeln. Ein Brunello di Montalcino Riserva wird nur in überdurchschnittlich guten Jahren produziert und darf erst 6 Jahre nach der Lese auf den Markt kommen, wovon er 4 Jahre im Holzfass verweilt.

Soweit so gut, doch was erwartet uns hier Glas? Zu Beginn: Der Wein ist ultra jung (quasi weißer als weiß), aber jetzt schon ultra komplex. Den Rest des Beitrags lesen »





Sieh mal an: 1998 Feudi di San Gregorio Greco di Tufo “Cutizzi”

24 10 2010

1998 Feudi di San Gregoria Greco di Tufo Cutizzi(NM) Das sich konsequente Qualitätsorientierung auch im Basis-Wein Bereich auszahlt, zeigt dieser 12 Jahre alter Greco di Tufo des kampanischen Weinguts Feudi di San Gregorio. Der aktuelle Jahrgang dieses Weines liegt im Fachhandel bei 7-8€. Man muss also kein Weinscheich sein, um die diesen Tropfen leisten zu können. Feudi ist ein recht junges Weingut, welches 1986 in Sorbo Serpico östlich von Avellino gegründet wurde. In dieser doch recht kurzen Zeit hat sich Feudi di San Gregorio zu einem der Spitzenbetriebe in ganz Kampanien hochgearbeitet. Die Greco Trauben für den Cutizzi stammen aus besonders alten Weinbergen rund um Santa Paolina.

Der Wein riecht höchst interessant: Den Rest des Beitrags lesen »





Hot Spot: Die beliebtesten Drunkenmonday Weinblog Beiträge im Juni

1 07 2010

Wir haben uns mal den Spass erlaubt, anhand eurer Klickzahlen diese Hitliste zusammen zustellen – wie gesagt, dies sind nicht “unsere” Leseempfehlungen sondern die Drunkenmonday Weinblog Beiträge mit den höchsten Zugriffszahlen im Monat Juni.

Viel Spass beim Stöbern :)

1. Gerade im Glas: 2005 Amon-Ra Shiraz
2. Weine aus Italien – großes Thema, große Weine!
3. Typisch Deutsche (?) Weine …
4. Danke an St. Urbans-Hof: Mosel vs. Saar Riesling Restsüß
5. Es ist wieder er soweit: Der Pinot Day 2010 steht vor der Tür!
6. Bordeaux 2009 – fast geschenkt! Die Zukunft von Bordeaux liegt wohl in Asien…
7. Zu Besuch: Weingut Heymann-Löwenstein
8. Schnäppchen der Woche: Wein Video Verkostung enomio.de bricht alle Rekorde
9. Wein&Drausen: Scheurebe im Gras + Hermannsberg Riesling
10. Weingut Knipser – Der Rote Baron – Deutsche Wein Entdeckungs Gesellschaft





Scheiß Jahr, großartiger Wein: 1994 Montevertine Riserva / Chianti

5 06 2010

Montevertine Riserva Chianti 1994(NM) Das ausgesprochen spannende Weingut Montevertine liegt im Herzen des Chianti Gebiets, genauer gesagt in Radda. Dieser Montevertine Riserva Chianti 1994 wurde noch von dem 2000 verstorbenen ehemaligen Stahlproduzent Sergio Manetti erzeugt, welcher das Weingut 1967 aus Spaß an der Freude gründete. Nach seinem Tod übernahm sein Sohnemann Martino Marnetti das Gut. Oenologe ist der als “greatest connoisseur of Sangiovese” anerkannte Giulio Gambelli. 1994 gilt in der Toskana eher als schwieriger Jahrgang, somit hat uns die Qualität dieses Weines doch sehr überrascht. “Es gibt keine großen Weine, nur große Flaschen” trifft es mal wieder auf den Punkt.

In der Nase erwartet uns eine fruchtige Schwarzteemischung, sommerlicher Waldboden, eingekochte Pflaumen und reife Amarenakirschen. Ein wohl abgestimmtes und einladendes Gesamtwerk. Am Gaumen kommt der Wein weich, seidig & rund. Die geschliffenen und mürben Tanninen und die reife Säure lassen den Montevertine Riserva alles andere als “über den Berg” daher kommen. Trotz nur 12.5% Alkohol wirft er einen enormen Körper und ausbalancierter Fülle dem Trinker entgegen. Der Abgang komplettiert den Eindruck, dass auf Jahrgangsbewertungen zwar Wert, aber keine bahre Münze vom Stamm fällt.





Harmonie im Glas: 1990 Felsina “Fontalloro”

28 04 2010

1990 Fontalloro(NM) Wieder so ein Ebay Kauf. Unter 20€ für zwei Faschen des 1990er Toskana Klassikers “Fontalloro” von Feslina. Kann das was sein? Schauen wir mal nach:

100% Sangiovese. Die Farbe lässt hoffen, dunkelroter Kern mit leichtem hellbraunem Rand. Wunderbar entwickelte Nase mit reifen Früchten im Rumtopf, links gerittener Damensattel und ein paar erdige Noten. Fantastisch! Schon der Duft ist großes Nasenkino! Am Gaumen dann absolute Harmonie. Auf den Punkt gereift gehen die fast schon süß wirkenden Fruchtnoten eine grandiose Harmonie mit den ledrigen/erdigen Noten ein und lassen das ganze “Konglomerat” ungemein komplett und vollständig erscheinen. Absolut überwältigend! Die Krönung des ganzen dann im Abgang: Da schiebt eine feine Säure das ganze Gebilde noch einmal über eine Minute über den Gaumen und fordert den Konsumenten gerade zu dem nächsten Schluck. WOW! Jetzt stellt sich mir nur die Frage: Grandiose Flasche oder grandioser Wein? Die zweite Flasche wird dieses Geheimnis wohl lüften.





Großartige Weine aus unterschätzter Rebsorte: Aglianico rockt!

29 03 2010

Aglianico(NM) Schon seit einiger Zeit ist diese Rebsorte für mich ein unentdeckter Schatz, der in der Weinwelt viel zu wenig beleuchtet wird. Aglianico ist eine sehr alte rote Rebsorte, die hauptsächlich in der Basilicata und in Kampanien angebaut wird. Einige wenige Aglianicos werden auch in den angrenzenden Gebieten wie Molise, und Global gesehen in Argentinien und Kalifornien (Paso Robles und St. Helena) angebaut. Synonyme für Aglianico sind u.a. Fiano Rosso, Gagliano, Cerasole und Uva nera.

An diesem Abend haben wir folgende Aglianicos verkostet:

1995 Feudi di San Gregorio Irpinia “Serpico” / Kampanien Den Rest des Beitrags lesen »





Deutschlands wortreichster Weinhändler empfiehlt: Burlotto – Piemont

15 03 2010

Burlotto Barolos(OW) DrunkenMonday ist der Empfehlung gefolgt und hat es nicht bereut.
Ich muß schon zugeben, selten war ich auf eine unserer Proben so gespannt wie auf diese.
Die Beschreibungen der Weine ließen vermuten, dass es dem Weingut Commendatore G.B Burlotto tatsächlich gelingt, einen durchaus altmodischen authentischen piemonteser Weinstil mit einer Trinkbarkeit zu kombinieren, die auch in diesem Leben schon Freude bereiten kann.

Doch nun direkt ein Wort oder zwei zu den Weinen: Den Rest des Beitrags lesen »





Gerade im Glas: 1988 Michele Chiarlo Gavi “Fornaci di Tassarolo”

11 02 2010

Michele Chiarlo Gavi(NM) Da war ich mal wieder zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Bei meinem Lieblings Weindealer Pietro D’Alto in seinem Marburger Weinladen “Vinopolio” gab es ein paar gereifte Weine zu verkosten. Dieser hier hat mich richtig umgehauen: Ein 1988 Michele Chiarlo Gavi “Fornaci di Tassarolo” – 12,5% Alkohol / nur 3000 Flaschen hergestellt / 500g Trauben pro Rebstock / aus 1910 gepflanzten Weinbergen

Soweit zu den harten Fakten. Der Wein kommt aus der damaligen DOC Gavi, welche heute Gavi di Gavi heißt und als DOCG deklariert ist. Doch nun mehr zu dem Götterdrobbe (Alt-hessisch für “Killer Wein”).

In der Nase springt mich ein wunderbarer Duft aus Kokos, kandierter Ananas und einem Hauch Vanille an. Ungemein frisch und elegant für einen 22 Jahren alten Gavi. Am Gaumen dann ein Geschmackshalleluja der besonderen Art: Eine Cremige, weiche und runde Textur, auf dem Punkt gereift. Wie ein Kokos-Ananas Sorbet mit Thai-Mango Stückchen. Großartige Frische und Eleganz getragen durch eine feine Säure. Durch den Barriqueausbau kommt ordentlich Kraft und Volumen dazu, was dem Wein zu einer großartigen Balance verhilft. All dies endet in einem langen Abgang mit gerösteten Kokosflocken…. Es wird definitiv Zeit für das Geruchs oder Geschmacks-Blogging. Sowas müsste jeder einmal erleben.

Der Wein hat mich einfach nur begeistert. Ein Wahnsinns-Stoff – Gavi auf Weltklasse Niveau! Danke Pietro für die Möglichkeit diesen seltenen Weingenuss probieren und vor allem auch kaufen zu können!





Vielseitige Toskana – mehr als nur Sangiovese und co.

19 11 2009

Toskana Probe(NM) Eine mehr als perfekte Lokation für unsere reguläre Montagsprobe zum Thema Toskana bot uns die Weinrebe im Herzen von Giessen. Gastgeber war diesmal der Besitzer der Weinrebe Marc Colavincenzo.

Die Probe gestalltete sich durch das recht “offene” Thema “Toskana” sehr spannend, denn jeder Verkoster schaute in seinen Keller und packte seine Interpretation zu diesem Thema ein. Also standen neben internationalen Blends auch einige Klassiker aus den bekannten Regionen der Toskana auf dem Tisch. Ein buntes Feld:Weine der Toskana Probe Den Rest des Beitrags lesen »





Gerade im Glas: 2001 Valdicava Brunello di Montalcino

12 10 2009

valdicava(NM) Nach nun fast 3 Jahren in meinem Keller (Gedult zahl sich manchmal ja sogar aus), entschloss ich mich dazu, dieses so hochgelobte Schätzchen anläßlich eines Koch-Abends mit Freunden zu Roastbeef mit Steinpilz-Sahne-Jus & Mangold mit auf den Tisch zu stellen. Welch eine gute Entscheidung!

Hier erstmal ein paar Fakts über Valdicava: Valdicava selbst produziert jährlich etwa nur Den Rest des Beitrags lesen »





Gerade im Glas: 2006 Vinosia Lacryma Christi del Vesuvio

26 09 2009

Vinosia Lacryma Christi del Vesuvio(NM) Es ist wirklich selten geworden, dass man solche Weinwerte unter 10€ bekommen kann. Dieser geniale Blend aus 80% Piedirosso und 20% Aglianico des aufstrebenden Weinguts Vinosia aus der DOC Lacryma Christi del Vesuvio “schokiert” (im postiven Sinne) auf ganzer Linie. Im Glas steht der Wein mit einem fast undurchsichtigem Rubinrot. Die Nase überrennt einen förmlich mit einem wunderbar intensiven Aroma von Rumtopf, dunkler Schokolade, getrockneneten Kräutern, eingelegten reifen Himbeeren und Sauerkirschen. Ganz groß! Am Gaumen wirkt der Wein recht breit, getragen von einer schönen Säure und feinen Tanninen im Finale. Wirklich sehr beeindruckend was einem hier am Gaumen kleben bleibt. Bis jetzt hat mich noch kein Wein von Vinosia auch nur ansatzweise enttäuscht. Ein Weingut welches auf jeder Entdeckerliste stehen sollte! Ich gebe heute 91 Punkte! für einen Wein, den ich für 8,70€ im Handel erworben habe! Was will man mehr?

www.vinosia.com/





Ein Held aus dem Piemont: Weingut La Spinetta

16 09 2009

weingut la spinetta logo(NM) Dieses mal ließen wir es uns richtig gut gehen: Wir luden den ungemein sympatischen & erfolgreichen Sommelier Pietro D’Alto ein (bester Deutscher Sommelier 2007 & Gewinner der Deutschen Weindegustation 2007) , uns einmal ein Teil des überaus erfolgreichen Weinguts “La Spinetta” aus dem Piemont vorzustellen.

Giorgio Rivetti (Chef Winemaker bei La Spinetta) ist einer der ganz großen Namen im Piemont. Den Rest des Beitrags lesen »





Twittagessen in Padrone Mimmos “La Villa” – Rüsselsheim

15 09 2009

(PT) In dem “La Villa” Rüsselsheim, nach der Selbstbeschreibung: “Ristorante, Bistro, Espressobar, Winebar in den Opelvillen”, veranstaltet der sympathische Hausherr Padrone Mimmo am 24. Oktober 2009 seinen erstes Twittagessen.

Für alle, denen der Begriff “Twittagessen” noch nicht geläufig sein sollte (ich zählte bis gerade eben auch dazu;) empfehle ich diese kurze Info.

Wie kam es dazu? Den Rest des Beitrags lesen »





Vernünftigen Wein bis 5€ aus dem LEH?

26 08 2009

5euro_1(NM)… war das Thema des letztens Drunkemonday Treffens. Gesagt – getan – so wurden also die Regale bekannter LEHs (Lebensmitteleinzelhandel) durchforstet und jeder brachte ein bis zwei Flaschen mit. Eingekauft wurde bei Norma, Tegut, Rewe & Globus. Im ersten “Flight” ging es an 3 Deutsche Rieslinge: 2007 Hallgartener Winzergenossenschaft Riesling Spätlese Trocken (4,99€, Tegut), 2008 Heinrich Vollmer Riesling QbA Trocken (4,99€, Rewe), 2008 Riesling QbA Pfalz (2,49€, Norma). Hier schon die erste große Überraschung: alle Rieslinge hatten ordentliche bis gut Qualitäten. Die Hallgartener Trockene Spätlese kam mit etwas Luft sogar an 86-87 Punkte herran. Auch der Riesling von Vollmer war sehr gut trinkbar und zeigte Pfalz-typische Riesling Eigenschaften. Hier sind die Euros wirklich gut investiert.

Bei den Roten sah das Bild etwas anders aus: Den Rest des Beitrags lesen »








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