Bordeaux im Millionen Jahrgang 2009: 19x 100/100 Points by Robert Parker

2 03 2012

Robert Parker hat gut lachen..(NM) Man könnte meinen die Bordeaux Preise für den Jahrgang 2009 sind an den Öl Preis gekoppelt. Der Iran schneidet uns die Wein-Pipelines ab, das weltweite Bordeaux Vorkommen wird immer knapper. Die Preise steigen und steigen. Denkste. In Wirklichkeit sind diese an den Geschmack und die Bewertung eines Menschen gekoppelt: Robert Parker. Ganze 19 mal hat er die 100 Punkte Karte für Bordeaux Weine aus dem Jahrgang 2009 gezogen. 10 weitere Wein erhielten 99/100 Punkten. Selbst in dem letzten „besten Jahrgang aller Zeiten“ 2005 (ebenfalls von Preissteigerungen von bis zu 100% und mehr begleitet) gab es nur zwei 100 Punkte Weine des Rechtsanwaltes aus Maryland. Man stelle sich also einmal folgende, skurrile Situation vor: Kim Schmitz testet alle Tablet PCs dieser Welt. Im gefällt das iPad 2 mit Abstand am besten und er kürt dieses zum besten Tablet der Welt. Apple freut sich und verdoppelt mal eben den Preis. (…) Letzteres Gedankenspiel ist natürlich frei erfunden.

Bordeaux ist einer der wenigen Regionen die Robert Parker noch selbst bewertet. Den Rest des Beitrags lesen »





“Lecker Bordeaux” trifft auf “nicht lecker Flaschenfehler”

29 02 2012

Lecker Bordeaux(JR) Marc Colavincenzo aus der Weinrebe Gießen und der Berichterstatter hatten sich zur Aufgabe gemacht, den Bordeaux Skeptikern, allen voran Nico Medenbach(NM), unsere Begeisterung für Bordeaux etwas näher zu bringen. Man findet im größten Weinanbaugebiet der Welt naturgemäß sowohl Licht als auch Schatten, was Qualität und Preise angeht. Aber es gibt eben auch unendlich viel im vernünftigen Preisbereich zu entdecken, trotz der unwirklichen Preisvorstellungen der Premier Crus. Aber mal ehrlich, welcher Autokäufer würde sich über die Preise eines VW „Phaeton“ aufregen, wenn er einen „Polo“ zu kaufen gedenkt? Eben. Die von uns beiden ausgewählten neun Weine der Jahrgänge 2000, 2004, 2005 und 2006 sollten zeigen, dass man in Bordeaux auch für 10, 20 oder 40 Euro Ausgabepreis einen Wein finden kann, der sich zu kaufen lohnt und die Preisabsurditäten der Premier Crus vergessen lässt.

Doch leider haben uns zwei Kork- und ein Flaschenfehler (Böckser) an diesem Abend einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Der 2004 Chateau Poujeaux ist ein bezahlbarer Spitzenwein des Jahrgangs, der 2005 Chateau Cambon la Pelouse ein Drunkenmonday-Geheimtipp und der 2006 Lieutenant de Siglas (Sauternes) ein gelungener Zweitwein von Chateau Siglas-Ribaud. Alle drei Flaschen hatten böse, fiese Fehler und waren schlicht ungenießbar! 30% Ausfall sind bitter und mehr als ärgerlich. Ich plädiere erneut für ein EU-weites Korkverbot! Bei der Glühbirne hat es doch auch funktioniert.

Kommen wir nun zu dem angenehmen Teil des Abends, den verbliebenen sechs Bordeaux Weinen nebst den Einschätzungen, Reaktionen und Wertungen der Gießener Weingruppe. Konnte die zwangsweise zusammengeschrumpfte Auswahl dennoch Freunde wie Skeptiker überzeugen? Den Rest des Beitrags lesen »





Bottle Party: Cos d´Estournel, Duhart-Milon und Knipser sind geladen

26 01 2012

Cos, Knisper und Durhart-Milon(JR) Erinnern wir uns zurück an die Schul- oder Studentenzeit, dann sind es die spontanen Partys gewesen, welche oft am stärksten in Erinnerung geblieben sind. Und wollte man ohne großen Aufwand feiern, stand schnell die Idee einer Bottle Party im Raum. Jeder bringt eine Flasche seiner Wahl mit und schon kann es losgehen. Überraschung garantiert. In memoriam haben sich drei Mitglieder der Gießener Weingruppe deshalb kurz vor Weihnachten spontan zu einer Bottle Party getroffen. Einzige Vorabsprache: Jeder bringt eine schöne Flasche Bordeaux mit, die man für bessere Gelegenheiten aufgehoben, für die sich aber bisher kein geeigneter Anlass zum Öffnen geboten hat. Aber wie das im Leben manchmal ist, kommt anders und öfters als man denkt. Und so stand neben einem 1997 Cos d´Estournel und einem 2003 Duhart-Milon Rothschild auch ein 2005 Knipser Spätburgunder Auslese trocken Im Großen Garten „GG“ auf dem Tisch. Wie der deutsche Pinot sich wohl gegen die beiden Schwergewichte aus Frankreich präsentieren würde?
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Frankreich oder Brasilien – hauptsache Bordeaux! 2004 Miolo Lote 43 Reserva

14 01 2012

2004 Miolo Lote 43 Reserva(NM) Ich bin ehrlich. Ich bin kein großer Freund Bordelaiser Gewächse. In meinen Augen bezahlt man in den meisten Fällen einfach zu viel Geld für die gebotene Weinqualität. Doch auf einmal kommt ein brasilianischer Rotwein daher und erinnert mich genau an das, was ich oft vergebens in Bordeaux suche: Würze, Körper, Frucht und Überzeugung!

Mit dem Wein ist es manchmal schon ulkig. Da kauft man sich vor fast 4 Jahren eine Flasche brasilianischen Rotwein. Der “beste” Rotwein Brasiliens soll er sein. Sehr “alte Welt” im Stil. Soso, ab in den Keller zu den anderen super interessanten und abgefahrenen Einzelflaschen. Es sind diese Art von Weine, die man im Eifer und Gefecht erwirbt, um sie später geschickt in Blindproben zum Thema X als Pirat einzuschleusen. Doch diese Blindproben finden nie statt. So dümpelte der “beste Rotwein Brasiliens” mehrere Jahre in meinem Keller herum. Bis zum heutigen Tag.

Ganz ehrlich: jetzt könnte ich mir in den Po beißen nicht auf diese ominöse Blindprobe gewartet zu haben. Den Rest des Beitrags lesen »





Alle Jahre wieder: Weinschnäppchenalarm bei ALDI

18 12 2011

Barolo as dem Aldi?

(JR) Alle Jahre wieder kommt das ALDI Weinangebot und lässt den ernsthaften Weinfreund fragend vor den Regalen stehen. Weihnachtliche Versuchungen aus dem ALDI Südregal haben mittlerweile einen zweifelhaften Ruf. Ich erinnere an dieser Stelle nur an die qualitative Unverschämtheit des letzten Jahres, die sich Barolo nennen durfte. Soll man heuer erneut darauf reinfallen, oder verbirgt sich doch das ein oder andere Schnäppchen hinter den vollmundigen Werbetexten?

Ich habe fünf Weine aus dem aktuellen Angebot ausgewählt und bin der Sache sensorisch auf den Grund gegangen.

2010 Azumbre Verdejo Rueda DO 4,99€
Weißwein aus 80 Jahre alten Verdejo-Reben aus dem berühmten Weißwein-Anbaugebiet Rueda in Spanien, so der Werbetext. Der Wein macht zudem mit einem 90-Parker-Punkte-Schildchen um den Hals auf sich aufmerksam. Das wirkt auf den ersten Blick etwas bauernfängerisch und führt zu zusätzlichen Kosten, die natürlich eingepreist werden. Abzüglich Verpackung, Versand, Zwischenhandel und MwSt. bleibt da pro Flasche für den Erzeuger nicht mehr viel an Gewinn übrig. Den Rest des Beitrags lesen »





Weinrallye #45: Julia Klüber – Lynch-Bages zu Rehrücken vs. Rehrücken begleitet von Lynch-Bages?

22 05 2011

Lynch Bages 1994 - drunkenonday weinrallye #45
Schön, dass wir noch einen Beitrag zu Lynch-Bages haben. Nach dem Beitrag vom Kochkurs Köln ein weiterer Gastbeitrag von Julia Klüber zur Weinrallye #45:

Dieses Wochenende war bei den Eltern angesagt. Gestern hatte Mama aber überhautpt keine Lust zum Kochen und Papa wollte unbedingt eine Flasche Château Lynch-Bages spendieren.

So musste etwas Passendes zum Essen her! Nach einigem Stöbern wurde ich im Tiefkühler fündig. Ein Rehrücken. Während das Reh auftaute, suchte ich nach passenden Ingredienzien.

Ich wollte um den Wein herum das Reh arrangieren. Um das „Sößchen“ möglichst gut auf den Wein abzustimmen, musste erst einmal probiert werden.

Château Lynch-Bages Grand Cru Pauillac 1994

Château Lynch-Bages. Seine Lage ist beeindruckend! Es liegt praktisch gleich um die Ecke von Château Mouton-Rothschild auf einem Hangrücken. Lynch-Bages ist ein fünftes Gewächs nach der Klassifikation von 1855. Seine Qualitäten liegen aber oft auf dem Niveau vieler zweiten Gewächse. Den Rest des Beitrags lesen »





Jetzt mal Klartext: BDX 2010 – Don’t belive the hype!

9 04 2011

Bordeaux 2010(NM) Was ein Stress. Als Public Enemy anno 1988 (ein “grandioses” Jahr im Bordeaux) den Titel “don’t believe the hype” aufnahmen, ahnten sie wohl schon, was 2011 so alles in der Weinwelt, genauer gesagt im Bordeaux Universum los sein würden. Aus allen Rohren feiert äh feuert die “Fachpresse” Lobeshymnen auf den Über-Jahrgang 2010 im Bordeaux. Überall blitzen die magischen 96-100 Punkte auf. Vorne weg: James Suckling. Unser neu installiertes Sprachrohr im Wein 2.0 mit der Punkte-Garantie zum Geld drucken. Doch was ist dran an dem Hype? Gab es das ganze nicht schon ein mal? Mir kommen solche Szenarien wie “Super Tuscans in den 90ern” oder “2007 Rhone” in den Kopf. Was wurde da nicht schon alles gemacht. Die Preise gingen parallel zu den Punkten nach oben, die Händler rissen sich um das Zeuch, etc. Nehmen wir alles „mal 3“ und schon haben wir den Wirbel um Bordeaux 2010.

Doch unser Mann an der Front sagt: Scheiß auf den Hype! Den Rest des Beitrags lesen »





Guter Bordeaux aus schlechtem Hause: Chateau Malmaison 2006

9 02 2011

Chateau Malmaison Bordeaux 2006

(CLD) Warum jemand sein Schlösschen übersetzt “schlechtes Haus” nennt, sei dahingestellt. Am Wein wird´s definitiv nicht liegen, soviel sei vorweggenommen.

Es ist Samstag abend auf der Couch: Mangels reifem Bordeaux in Griffweite nehme ich den eigentlich viel zu jungen Chateau Malmaison 2006 zur Hand und unterziehe den Wein aus Moulis-en-Médoc einer Reifeprüfung. Chateau Malmaison wurde 1973 von dem umtriebigen Baron Edmond de Rothschild akquiriert und seine 24 Hektar völlig auf Vordermann gebracht, zumeist durch Neupflanzungen. Seit einigen Jahren gilt es als Geheimtipp für preisbewusste Bordeaux-Liebhaber, nicht das einzige Chateau in Moulis mit diesem Ruf.

Die Flasche wird kurzerhand geköpft und nach kurzer Sauerstoff-Frischzellenkur direkt ins Glas geleitet. Erste Überraschung: Den Rest des Beitrags lesen »





Bordeaux 2009 – fast geschenkt! Die Zukunft von Bordeaux liegt wohl in Asien…

23 06 2010

BORDEAUX

(PT) Die Preisrallye der ersten Gewächse des Bordeaux ist schon ein seltsames Treiben…

Wir haben in Deutschland den einen oder anderen wortgewaltigen, aber manchmal auch wortgewandten Weinhändler. Ein solches Beispiel ist der Kommentar von Martin Kössler aus Nürnberg zur derzeitigen explosinosartigen Preisentwicklung in Bordeaux:

“Jetzt sind sie raus, die Großen: Latour kommt raus mit 600.- Euro, Margaux mit 550.- Euro, Conseillante liegt 235 % über dem Vorjahr. Mahlzeit Bordeaux.

Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Ducru Beaucaillou 180.- Euro Ausgabepreis, der helle Wahnsinn . . . nur weiter so! Tja, die paar Parkerpunkte wollen eben bezahlt werden.

Schade ist es für die vielen Den Rest des Beitrags lesen »





Ein Vin de Table – Tafelwein von Chateau Palmer??

28 05 2010

chateau palmer bordeaux (PT) Nicht selten führt die Weingesetzgebung der jeweiligen Länder zu interessanten Aus- ud Umwegen.
Die Italiener nutzten den “Umweg Vino da Tavola” mit prominenten Beispielen von Tafelweinen wie dem toskanischen Tignanello und dem aus der Umgebung von Bolgheri stammenden Sassicaia.

Somit kann Italien auf eine lange Weingeschichte ausserhalb des DOC Systems zurückblicken, während die Franzosen sehr an Ihrem AOC System festhalten. Größtenteils, weil sie das Stigma fürchten, welches mit dem Begriff “Vin de Table” einhergeht. In Frankreich wird “Vin de Table” mit niedrigster Weinqualität und mit einfachen, billigen Weinen im untersten Preisniveau assoziiert.

Das altehrwürdige Chateau Palmer aus Margaux – als 3. Grand Cru Classé eingestuft – Den Rest des Beitrags lesen »





1978, 1986, 1990, 1995, 2000 – Figeac & Co aus dem Bordeaux

4 04 2010

Gereifte Bordeaux oder
Der lange Weg in die dritte Dimension

(JR) Welcher Weinafaciando kennt sie nicht, die oft unglaublichen Tasting Notes von gereiften Weinen aus dem Bordeaux. Für Anfänger ein Buch mit sieben Siegeln, für Eingeweihte oft ein Grund anzugeben: Tertiäre Aromen, gereifte Tannine, Harmonie im Glas sind die gängigen Stichworte. Dieser Sache musste Drunkenmonday endlich einmal auf den Grund gehen.

Hier das Lineup: Den Rest des Beitrags lesen »





Bordeaux Kellerfund: 12x Château Siran / Margaux

24 02 2010

(JES) Da hat doch mein Großcousin noch eine 12er Kiste Wein im Keller gefunden. Dabei handelte es sich um 12 verschiedene Jahrgänge (1980-1991) des Château Siran aus Margaux. Beim Anblick der geöffneten Kiste dachte ich nur: wow – sehr ansprechend!. Jede Flasche hat in das Etikett integriert ein Motiv eines (berühmten) Künstlers wie z. B. Miro, A.R. Penck usw. Leider haben wir die Kiste 10 Jahre zu spät geöffnet. Einige Weine waren zu alt und nur schwer zu ertragen. Letztendlich ließen sich die Weine aus den Jahren 1982, 1985, 1989 und 1990 am besten trinken. Ein Beweis für große Jahrgänge. Diese wiesen natürlich auch schon Alterungs- und Reifetöne auf, waren jedoch sehr elegant, zart und aromatisch. Rundum ein schönes Erlebnis. Ach ja, der zum Schluss servierte 1995er Ducru-Beaucaillou war dann noch mal ein weiterer Höhepunkt in Sachen Weingenuss. Super zu trinken, frisch, mineralisch, erdig mit ätherischen Noten und einer feinen, ausbalancierten Säure – Klasse.





Drunkenmonday Weihnachtsfeier @ Tandreas Giessen

16 12 2009

Drunkenmonday Weihnachtsfeier (NM) Ein logisches Event zu dieser recht besinnlich/stressigen Zeit ist ja die sehr beliebte Weihnachtsfeier. Dick Essen, anständig Trinken, fröhliches Zusammensein – das alles hatten wir in großartigem Ambiente im Restaurant Tandreas in Giessen. Nicht ganz selbstverständlich gab es neben wirklich tollem Essen auch unsere “eigenen” Weine.

Zu essen gab es folgendes:

Kürbiscremesüppchen / Entenleberparfait
Marbre von der Eismeerforelle / Sauerrahm / Kräutersalat
Iberico Schweinerücken & Schulter / Kartoffelbohnenragout
Créme Brûllée von der Zimtblüte / Schokoladensorbet

Unsere Weinauswahl bestand aus: Den Rest des Beitrags lesen »





Latour-Martillac, Koehler-Ruprecht, Ridge, Seehof, Staatsweingüter…

21 06 2009

Heute haben wir bei Nico einige feine Gewächse probieren dürfen:

Sekt Weingut Barth Ultra N.V. Pinot
-> Sekt Weingut Barth Ultra N.V. Pinot
stoffig, breit, fett, eher Essensbegleiter als Solist,
brotige Nase, sehr hefig, Toast, breiter Gaumen, Fülle, könnte trink-animierender sein..
fettes ding;) nichts alltägliches

1988 Staatsweingüter Rauenthaler Baiken Riesling Kabinett

-> 1988 Staatsweingüter Rauenthaler Baiken Riesling Kabinett
(PT) präsente Firne, ein wenig Frucht am Gaumen, aber austrocknende Säure – sollte ausgetrunken werden, da schon ein bis zwei Jahre über dem Zenit
(NM) schöne Firne, letztmögliche Trinkreife, muß jetzt getrunken werden, noch in Trinkreife, gute Frische und Säure für das Alter
(MD) hat die Trinkreife überschritten, relativ frisch, hat den Zenit überschritten, zu petrollig

DSC01530
-> 2003 Ridge Lytton Springs

(PT) in der Nase: Tinte:) schmeichelnde, weiche Taninne und kräftige Frucht trotzdem nicht überkonzentriert, erinnert an Roussilion
(NM) rated 91 points: Very, very nice directly out of the bottle: Round and smooth with ripes cherries, a little white pepper and soft tannins. Drink now.
(MD) Filigran und elegant für einen Kalifornier, europäischer Stil, sehr fein

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