(NM) Für mich ist die ProWein jedes Jahr wie ein riesiger Regenwald, in dem man auf den kleinen und versteckten Pfaden ganz ausgezeichnet seltene und einzigartige Weine entdecken kann. In diesem Falle schlug ich mich durch die “Deutschland Halle” abseits der VDP-Gänge. Am Stand des Pfälzer Weingutes Neiss bin ich (neben den großartigen anderen Weinen des Weingutes u.a dem Syrah!) auf ein Weinkonzept gestoßen, welches mich auf Grund seiner puristischen Klarheit direkt angesprochen hat. Basierend auf dem Wortspiel “That’s Neiss” hat Axel Neiss zwei Weine erschaffen, die mit bewusst modernen und schlichten Design das Thema Wein entkrampfen wollen, ohne dabei aber auf Qualität, Kreativität und Trinkspaß zu verzichten. Da klingt natürlich erst mal recht simple. Doch die richtige Balance zwischen dem trendigen Party-Sauf-Wein und gut trinkbaren Weinqualitäten für die gemäßigte Wein-Runde zu finden, ist nicht ganz ohne. Diesen Kultur-Spagat schaffen beide Weine aber mit Leichtigkeit. Den Rest des Beitrags lesen »
Flüssiges Wein-Wort-Spiel: “That’s Neiss” in Rot und Weiss
11 04 2012Kommentare : 1 Kommentar »
Schlagwörter: 2010, 2011, Chardonnay, Cuvee, Deutschland, Neiss, Pfalz, Rotwein, That's Neiss, Weißwein
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EIN LITER RHODT – Bildergeschichte in fünf Akten
29 03 2012
(PT) Es kam eine e-mail von einem jungen Pälzer. Die Lehrjahre verbrachte er beim Wilhelmshof, Bassermann-Jordan und Münzberg. Dann den Techniker in Bad Kreuznach gemacht. In der (Wein)Welt rumgekommen (FR, AT, USA). Gereister und solider Handwerker. Stefan Meyer sein Name – aus Rhodt / Pfalz. Rotwein seine Leidenschaft. Das Probepaket kam geschwind. Wir wollen nicht zu viel verraten:
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Schlagwörter: EIN LITER RHODT, Pfalz, Rhodt, Rotwein, www.meyer-rhodt.de
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“Gott zum Gruße” aus dem Rheingau: 2009 Ankermühle Riesling “Jesus”
20 03 2012
(NM) Sie sind selten geworden. Aber es gibt sie noch. Da draußen, irgendwo im Rheingau. Kaum jemand traut sich so richtig an sie ran. Es sind diese in kein Schema passenden Rieslinge, die so zupackend anders sind, dass sie nach 3-maliger Anstellung zur AP-Nummer-Prüfung das “Prädikat” Landwein erhalten und dieses mit stolzer Brust tragen. Einer von diesen ist der 2009er Riesling “Jesus” des Weinguts Ankermühle aus dem Rheingau. Sicher, eine typische Rheingauer Riesling Spätlese riecht und schmeckt anders. Doch Jörn Goziewski, zuständig für den Keller im Weingut Ankermühle, geht hier mit Jesus “all in”.
Auf der Hefe
Das Weingut Ankermühle liegt in Mitten der Weinberge im Hinterland von Oestrich-Winkel, am Fuße des Schloss Johannisberg. Der im Jahr 2008 renovierte Gutshof bietet seit 2009 neben dem Weingut auch ein kleines, aber sehr ansehnliches Restaurant, welches sich gänzlich dem Slow Food Ansatz verschrieben hat. Neben Riesling und Spätburgunder wird auch auf die Sektherstellung großen Wert gelegt. Der Riesling “Jesus” bildet die kuriose Spitze des Riesling-Sortiments. Die Trauben aus dem Winkler Jesuitengarten wurden mit Spätlese Reife und einem Ertrag von nur 37 Hl / Hektar per Hand gelesen. Nach monatelanger Batonnage folgte der Ausbau in französischen Barriques. Ein Riesling Handling der etwas anderen Art. Den Rest des Beitrags lesen »
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Schlagwörter: 2009, Ankermühle, Jesus, Orange Wine, Rheingau, Riesling, Weingut Ankermühle
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Auf der Suche nach dem Superglas…
13 03 2012
(NM) Das Weinglas nicht gleich Weinglas ist, sollte in der Regel jeder wissen, der Rotwein geschmacklich von Weißwein unterscheiden kann. Diskussionen welches oder wie viele Weingläser der Weintrinker “braucht” sind endlos. Ich möchte heute hier einmal zwei “High-End” Allrounder Weingläser Kopf an Kopf miteinander/gegeneinander vergleichen. Es sind das Zwiesel “the First” Degustation und Zalto Denk’Art Universal. Der Test wird mit 3 Weinen durchgeführt. Ein relativ kräftiger Mosel Riesling, ein etwas reiferer Sauvignon Blanc aus Österreich und einem Gamey aus dem Morgon. Alle drei Weine liegen in dem Aufgabengebiet der Gläser.
Ein paar Worte zur Verkostung: Es wurde etwa die gleiche Menge an Wein zur gleichen Zeit in die Gläser gefüllt. Der Wein wurde gerade in den Mund über die Zunge laufen lassen, ohne ihn dabei im Mund zu wirbeln oder großartig durchzuspülen. Diese Praktik wird eher beim Wein trinken und weniger beim Wein verkosten angewendet. Durch die unterschiedlich großen Öffnungen der Gläser gab es schon beim Ansetzen des Glases an den Mund verschiedene Lippenstellungen. Daraus resultierten verschiedene Einlaufwinkel des Weins auf die Zunge. Dies sollte sich später als wichtiger Faktor herausstellen.
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Schlagwörter: 2005, 2010, Denk'Art, Kirchmayr, Knebel, Morgon, Riesling, Sauvignon Blanc, the First Degustation, Universal, Wein&Glas, Zalto, Zwiesel 1872
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Riesling auf dem iPad pflanzen? Geht – mit dem Kultspiel “Winzer” für das IOS
10 02 2012(NM) Da staunte ich nicht schlecht: Die “Wirtschaftssimulationen” Winzer aus dem Jahre 1994 ist nun auf das IOS adaptiert worden. Nun können alle iPhone und iPad User für nur 1,59€ auf ihren iGerät fröhlich los”winzern”. Für alle Freunde des “Retro-Gaming” wie u.a. Zak McKracken, Monkey Island or Day of the Tentacle mit Sicherheit ein netter Spaß. Den Rest des Beitrags lesen »
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Schlagwörter: iPad, iPhone, Retro Games, Spiele, Wein 2.0, Winzer
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Frankreich oder Brasilien – hauptsache Bordeaux! 2004 Miolo Lote 43 Reserva
14 01 2012
(NM) Ich bin ehrlich. Ich bin kein großer Freund Bordelaiser Gewächse. In meinen Augen bezahlt man in den meisten Fällen einfach zu viel Geld für die gebotene Weinqualität. Doch auf einmal kommt ein brasilianischer Rotwein daher und erinnert mich genau an das, was ich oft vergebens in Bordeaux suche: Würze, Körper, Frucht und Überzeugung!
Mit dem Wein ist es manchmal schon ulkig. Da kauft man sich vor fast 4 Jahren eine Flasche brasilianischen Rotwein. Der “beste” Rotwein Brasiliens soll er sein. Sehr “alte Welt” im Stil. Soso, ab in den Keller zu den anderen super interessanten und abgefahrenen Einzelflaschen. Es sind diese Art von Weine, die man im Eifer und Gefecht erwirbt, um sie später geschickt in Blindproben zum Thema X als Pirat einzuschleusen. Doch diese Blindproben finden nie statt. So dümpelte der “beste Rotwein Brasiliens” mehrere Jahre in meinem Keller herum. Bis zum heutigen Tag.
Ganz ehrlich: jetzt könnte ich mir in den Po beißen nicht auf diese ominöse Blindprobe gewartet zu haben. Den Rest des Beitrags lesen »
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Schlagwörter: 2004, Bordeaux, Bordeaux Blend, Brasilien, Cabernet Sauvignon, Lote 43 Reserva, Merlot, Miolo
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Wein trifft auf Whisky-Fass: 2010 Markus Molitor Wehlener Klosterberg Pinot Blanc*
26 12 2011
(NM/OW) Es gibt Weine, die gibt es eigentlich nicht. Doch mutige und experimentierfreudige Winzer wie zum Beispiel Markus Molitor schaffen Grenzerfahrungen für Weintrinker. Folgende Grenzerfahrung befindet sich gerade in meinem Glas: Der 2010 Markus Molitor Wehlener Klosterberg Pinot Blanc*! Doch was macht diesen Wein so besonders? Hier die ganze Geschichte:
Dieser Weißburgunder wurde incl. malolaktischer Gärung in ein Bowmore Hogshead (250 Liter Fassungsvermögen) Islay-Fass ausgebaut. Aufgrund des noch vorhandenen Alkohols im Faß setzte die malolaktischer Gärung 4 Wochen später wie bei den anderen Weißburgundern von Molitor ein. Den Rest des Beitrags lesen »
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Schlagwörter: 2010, Markus Molitor, Pinot Blanc, The Whisky Agency, Weißburgunder, whisky
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Göttliche Hilfe? Aldi-Wein als Papst Geschenk – gesehen bei Jauchs Jahresrückblick 2011
5 12 2011(NM) Kurioser Titel. Ich muss zugeben ich habe nicht schlecht gestaunt, als gestern der 9 jährige Katholik Tobias Schulte in Günther Jauchs Jahresrückblick 2011 auf RTL eine Flasche “2009er Edition Fritz Keller Spätburgunder” aus seiner weißen Papiertüte zog. Doch was hat das ganze mit Aldi und dem Papst zu tun? Den Rest des Beitrags lesen »
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Schlagwörter: 2009, 2011, Aldi, Baden, Günther Jauch, Jahresrückblick, Papst, Papst Benedikt XVI, RTL, Spätburgunder
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Braufactum : Bier 2.0
17 11 2011
(NM) “… aus dem Herzen der Natur”. Herrlich! Bier-Romantik. Millionen von Deutsche lieben dieses Getränk: Bier. In Deutschland hangelt es sich seit 500 Jahren um ein Reinheitsgebot. Beständige Qualität. Gleicher Geschmack. Unkompliziert und frisch soll es sein. Das ist es was der Konsument in der breiten Masse wünscht. Daran ist auch an sich nichts verkehrt. Doch es gibt einen Schlag von Menschen, die auch bei dem Bier-Genuss “etwas mehr” möchten. Hier kommt Braufactum ins Spiel. Braufactum hebt das Biererlebnis für den ambitionierten Biertrinker auf ein neues Level. Bier 2.0 sozusagen.
Die Philosophie von Braufactum ist an sich so einfach wie einleuchtend: Sie möchten die großen und außergewöhnlichen Biere dieser Welt für den deutschen Markt unter einem Dach verfügbar machen. Somit begann im Dezember 2009 für drei Bierfachleute eine spannende Reise rund um den Globus. Fündig wurde man schlussendlich in Italien (Baladin, Birrificio Italiano), Belgien (Palm, Boon, Rodenbach), Schottland (Harviestoun), USA (Brookly Brewery, Firestone Walker) und England (Marston’s). Aufgestockt mit eigenen Braufactum Bieren entstand eine der interessantesten Bier-Kollektionen Deutschlands.
Eine runde Sache!
Besonders gut an Braufactum gut hat uns die Tatsache gefallen, dass hier das Konzept des außergewöhnlichen Biergenusses von Anfang bis Ende absolut konsequent durchdacht und ausgeführt wurde. Den Rest des Beitrags lesen »
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Schlagwörter: Bier, Braufactum
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Was so alles in der Pfalz wächst …
14 10 2011
(NM) Die Pfalz gehört unumstritten zu den “buntesten” Weinregionen Deutschlands. “Bunt” im Bezug auf die Rebsortenvielfallt. Nirgendwo anderes in Deutschland herrschen klimatisch so breit gefächerte Bedingungen, um eine solche Bandbreite an Rebsorten erfolgreich anzubauen. Mit Sicherheit spielt hier auch der Entdeckertrieb so manchen Winzers eine große Rolle. Anstelle von traditionellen Rebsorten wie Riesling, Spätburgunder oder Silvaner wird das ein oder andere Experiment im Weinberg gewagt. Sogar Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc oder Sauvignon Blanc wurde (nicht nur) in der Pfalz bereits “eingedeutscht” und sind keine Seltenheit mehr. Unser Fokus liegt aber heute auf einigen Weinen, welche man so gar nicht in Deutschland vermuten würde : Grüner Veltliner und Tempranillo. Den Rest des Beitrags lesen »
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Schlagwörter: 2005, 2010, Deutschland, Gies-Düppel, Grüner Veltliner, Jürgen Leiner, Lukas Krauß, Pfalz, Philipp Kuhn, Sven Leiner, Tempranillo, Viognier
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Montevetrano 1998 – Ein Star aus Kampanien
11 10 2011
(NM) Nachdem wir kürzlich einen recht jungen Jahrgang des Kampanischen “Kultweins” Montevetrano im Glas hatten, trieb uns alle das Verlangen, diesen Wein einmal etwas reiferer und entwickelter zu verkosten. Schon in seiner Jungend ließ er auf großes Entwicklungspotential hoffen. Und voilà, hier ist er: Der 1998er Montevetrano. Doch bevor wir uns dem edlen Tropfen (50€ die Flasche) widmen, kurz noch etwas zu der Geschichte dieses Kampanischen Vorzeigeweins. Auf nur 5 Hektar kultiviert Silvia Imparato in der Region Salerno um San Cipriano Picentino die Rebsorten Cabernet Sauvignon, Merlot und Aglianico. Daraus erzeugt er jedes Jahr nur einen Wein: Den Montevetrano. Aus dem Enthusiasmus fünf Weinfreunde heraus wurde 1985 die Azienda Agricola Montevetrano gegründet und 1991 der erste Montevetrano gefüllt. Seit dem gibt es jährlich etwa 30.000 Flaschen dieses Weins. Den Rest des Beitrags lesen »
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Schlagwörter: 1998, aglianico, Bordeaux Blend, Cabernet Sauvignon, italien, Kampanien, Kultwein, Montevetrano, reifer Wein
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Guter Kork, böser Kork, Plastik Kork
5 09 2011
(NM) Dem “Problemkind” Naturkorken wurde gerade erst von unserem geschätzten Blogger-Kollege Dirk Würtz die Windeln gewechselt. Es ging hoch her, es wurde viel diskutiert, nicht nur zwischen den Zeilen kritisiert und Qualitäten in Frage gestellt. Doch diesem teilweise “stinkenden” Thema werde ich mich heute nicht widmen. Vielmehr weckte der oft geschundene und geprügelte Plastikkorken meine volle Aufmerksamkeit.
Neulich öffnete ich von einem meiner Lieblingsweingüter der Toskana “Avignonesi” einen 1999er Avignonesi “Rosso di Toscana”. Ich gebe zu, dass dieser Rosso nicht gerade das Ende der Qualitätsspitze des Hauses markiert. Der Blend aus Sangiovese, Cabernet Sauvignon und Merlot rangiert eher in den Einstiegsqualitäten des Traditionsweingutes aus Montepulciano. Der aktuelle Jahrgang liegt in dem 13-15€ Bereich. Umso mehr wunderte mich die Tatsache, dass nach dem öffnen mich ein lupenreiner Plastikkorken anlächelte. Den Rest des Beitrags lesen »
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Schlagwörter: 1999, 2008, Avignonesi, italien, Kork, Plastik Kork, Rosso di Toscana, Toskana
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Hoppla. Frühburgunder von der Nahe?
30 08 2011
(NM) Doch, das gibt es! Das Weingut Dr. Crusius bewirtschaftet diese doch eher von der Ahr und aus der Pfalz bekannte Rebsorte an der Nahe, dem aufstrebenden Riesling-Wonderland Deutschlands. Mich freut es diese doch eher ertragsschwache Rebsorte in einer Region zu finden, die in den letzten Jahren doch eher mit tief-mineralischen und enorm komplexen Rieslingen von sich reden machte. Eine Monziger Halenberg Probe hier auf Drunkenmonday vor nicht all zu langer Zeit zeigte dies sehr eindrucksvoll.
Doch noch mehr zu diesem Wein. Den Rest des Beitrags lesen »
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Schlagwörter: 2009, Dr. Crusius, Frühburgunder, Nahe
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Ein Klassiker aus Down-Under: 1997 Moss Wood Cabernet Sauvignon
17 07 2011
(NM) In Deutschland ist das Weingut Moss Wood so gut wie unbekannt, doch in Australien (und gerade in Margaret River) zählt es zu den renomiertesten seiner Art. Ihr Steckenpferd ist der Cabernet Sauvignon. Langton’s Australian Wine Classification steckt ihren Cabernet sogar in die Kategorie “Exeptional”, neben Penfolds “Grange”, Bin 707 und Henschke “Hill of Grace” zu den 17 durchgängig besten Weinen Australiens. Zur Historie des Weingutes: Nachdem Bill Pannell 1969 in einem Magazin laß, wie John Gladstone das “Terroir” von Margarete River mit Bordeaux verglich, suchte Bill in der Region nach den passenden Lagen. Fündig wurde er in Willyabrup und gründete daraufhin Moss Wood Estate. In dem selben Jahr wurden dort etwa 2 ha mit Cabernet Sauvignon bepflanzt. 1973 kam dann der erste Jahrgang von nur 4 Jahre alten Rebstöcken auf den Markt. Heute tummeln sich auf den 8 ha des Estates neben Cabernet Sauvignon auch etwas Chardonnay, Merlot, Semmilon, Petit Verdot, Cabernet Franc und Pinot Noir.
Ganze 24 Jahre Jahrgänge später wurden dann die Trauben für den 1997 Moss Wood Cabernet Sauvignon geerntet, Den Rest des Beitrags lesen »
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Schlagwörter: 1997, Australien, Cabernet Sauvignon, gereifter Wein, Kultwein, Margeret River, Moss Wood, reifer Wein
Kategorien : Fundstücke, Gerade im Glas, Verkostungsnotiz
Wie Originel – REWE Wein goes BIO
11 07 2011(JR) Bioware wird zunehmend auch von Supermärkten und Discountern verkauft. Doch Skepsis ist angebracht. Das BIO Siegel der EU hat durch gezielte Lobby Arbeit der Food Industrie mit den Idealen der Biobewegung nicht mehr allzu viel zu tun. Alles kann und darf sich BIO nennen, auch wenn nur ein Teil des Produktes biologisch erzeugt wurde. Ökologisch produzierte Lebensmittel dürfen laut EU Verordnung zudem bis zu 0,9 % gentechnisch veränderte Organismen enthalten. Synthetische Pestizide? Auch kein Problem für das BIO Label.
Ganz übel kann es den „biologisch“ erzeugten Weintrauben nach der Lese dank moderner Kellertechnik ergehen. Hier ist – trotz BIO – buchstäblich alles erlaubt: Mostkonzentration, Kaltvergärung, Schwefel bis der Arzt kommt, genetisch veränderte High-Tech-Hefen – you name it. Den Rest des Beitrags lesen »
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Schlagwörter: 2010, Bio, Bio Wein, Einzelhandel, Languedoc, Loire, Merlot, Rewe, Sauvignon Blanc
Kategorien : dies und das, Fundstücke
Wenn Haare nochmal Haare haben: Charles Smith – Chateau Smith!
27 06 2011
(NM) In der Weinwelt tummeln sich schon manchmal abgefahrene und interessante Charaktere. Quereinsteiger, Umschüler und Selfmade Winzer kommen aus den verschiedensten Schichten zum Weinmachen. Einer von ihnen ist der ehemaliger Sommelier einer Dänischen Rockband (oder so ähnlich) : Charles Smith. Genauer gesagt managte der Wuschelkopf nach abgeschlossener Sommelier Ausbildung in den USA viele Jahre eine Rockband in Dänemark, bevor er den Weg zurück an die amerikanische Westküste fand und mit Hilfe von Christophe Baron von dem Weingut Cayuse seinen ersten Wein machte. 20 wilde Jahre in einem Satz verpackt.
Heute räumt Charles Smith mit seinen Weinen unter dem K-Vintners Label (primär Syrah aus Walla Walla, Washington State) haufenweise Parker-Punkte ab (ja, von Robert persönlich bewertet). Nach Deutschland haben es jetzt seine Weine unter dem “Charles Smith Wines” Label geschafft. Bei www.der-weinmakler.de gibt es in Deutschland eine gute Auswahl der Weine des etwas “anderen Winzers” aus Walla Walla. Drei davon stellen wir euch heute etwas genauer vor. Den Rest des Beitrags lesen »
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Schlagwörter: 2007, 2008, 2010, Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Charles Smith, Chateau Smith, Riesling, USA, Walla Walla, Washington State
Kategorien : Fundstücke, Unreguläre Restwochenproben
Fünf Winzer – ein Wein: 2008 Südpfalz Connextion Gräfenhauser Spätburgunder
20 06 2011
(NM) Zu Beginn zitiere ich hier gerne den Text auf der Webseite der
Südpfalz Connexion:
“Ja, wir sind jung. Es macht uns Spaß, neue Ansätze zu verfolgen, mit Mut und Leidenschaft Innovationen umzusetzen. Jeder von uns schärft in der Gruppe seine Individualität, denn gerade das Gemeinsame schafft Raum für den Einzelnen. Wir hinterfragen uns, unterstützen uns, kritisieren, motivieren und helfen uns gegenseitig. Aus fünf Richtungen bewegen wir uns auf ein Ziel zu: absolute Qualität. Herzstück der Südpfalz Connexion ist ein gemeinsam erzeugter Wein – der Gräfenhauser Edelburgunder.”
1999 lernten sich die fünf Winzer der heutigen Südpfalz Connection auf den Weintagen in Landau kennen. Sven Leiner, Boris Kranz, Peter Siener, Volker Gies und Klaus Scheu war schnell klar, dass sie nur zusammen ein ganz besonderes Projekt stemmen können. Sie entschieden sich die große Weinbauhistorie und Weinbautradition in und um Gräfenhausen wieder aufleben zu lassen. 2000 qm Rebfläche wurden einem Waldstück am Rande von Gräfenhausen abgerungen und mit Pinot Klonen direkt aus dem Burgund bepflanzt. Durch die Pacht der Nachbarparzelle mit rund 40 Jahre alten Pinot Reben vergrößerten Sie die Fläche auf 0,4 Hektar. Somit war die Grundlage für ein außergewöhnliches Weinprojekt geschaffen: Der Gräfenhauser Edelburgunder.
“Ein Schluck in die Zukunft von gestern”. Den Rest des Beitrags lesen »
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Schlagwörter: 2008, Deutschland, Gräfenhauser, Pfalz, Pinot Noir, Südpfalz Connextion, Spätburgunder
Kategorien : Fundstücke, Gerade im Glas, Verkostungsnotiz
Weinrallye #45: Südafrika am Start – 1996, 1999, 2000 Kanonkop Paul Sauer
22 05 2011
(NM) Anstich zur Weinrallye #45 auf Drunkenmonday. Auch die Gastgeber lassen sich nicht lumpen, und durchforsten die heiligen und privaten Weinhallen nach dem ein oder anderen “reifen Wein”. Fündig wurde ich unter anderem mit diesem interessanten Trio der 2 lustigen vier: Kanonkops Bordeaux Premium Highend Blend “Paul Sauer” aus den Jahren 1996, 1999 und 2000. Wie schlägt sich denn nun die oft verschriehenen südafrikanische Weinwelt in der Bundesliga der Weinbaukunst, dem “reifen” bzw. “altern”? Immerhin kosten aktuelle Jahrgänge dieses Weines auch um die 30€, werden ordentlich von frischem Holz verwöhnt und genießen ausgesprochen hohe Selektionen und niedrige Erträge in den Weinbergen. Wie schmeckt so etwas nach 11, 12 oder 15 Jahren? Wir haben es herausgefunden.
Paul Sauer ist der “Flagship” Wein des Weingutes Kanonkop, welches an den unteren Hängen des Simonsberges in der Region Stellenbosch der Westkap Provinz liegt. Auf insgesamt 100 Hektar baut Kanonkop Wein an. Paul Sauer ist ein typischer “Bordeaux” Blend aus primär Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot. Die Trauben wachsen auf rotem, verwitterten Granit mit einem hohen Lehmgehalt. Auch ihr reinsortiger Pinotage ist weit über die Grenzen Südafrikas hinaus bekannt und wird als die “beste” Interpretation dieser Rebsorte angesehen. Hier nun die Realität:
1996 Kanonkop Paul Sauer Den Rest des Beitrags lesen »
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Schlagwörter: 1996, 1999, 2000, Bordeaux Blend, Kanonkop, Paul Sauer, Südafrika, Weinrallye, Weinrallye #45
Kategorien : Fundstücke, Weinrallye
Wenn der Sommelier falsch liegt …
3 05 2011… oder das Qualitätsmanagement des Weingutes versagt.
(NM) Ein schöner Fehldruck eines Rückenetikettes fiehl mit neulich in die Hand. Da schmeckt der frische und geradlinige (und ganz nebenbei überteuerte und langweilige) Rully aus 100% Chardonnay schon mal nach Kirschen, Johannisbeeren, Brombeeren, Champignons und Unterholz. Aber seht doch selbst:
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Schlagwörter: 2009, burgund, Chardonnay, Frankreich, Rully, Sommelier
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