Lost in singularity: 2006 Werlitsch Ex Vero III

2006_werlitsch_ex_vero_III

(NM) Es gibt Wein Erlebnisse im Leben eines Wein-Verrückten, die bleiben einem nachhaltig in Erinnerung. Ob man das jetzt so geplant hat, oder nicht. Egal, denn es gibt Weine die fesseln auf einer Ebene, die über dem “das schmeckt jetzt aber unglaublich gut” steht. In dem Moment, wo der Geschmack, die Textur und das Erscheinungsbild des Weines über Zunge, Gaumen und Nase im Gehirn Emotionsbrücken bauen, wird aus dem “einfachen” Getränk Wein ein gefühlstransportierender Seelenverwandter. So einfache Aufgaben wie runterschlucken (oder im “Worst Case” ausspucken) werden zu nahezu unüberwindbaren Barrikaden. Man fühlt sich so hingezogen zu dem Geschmack, besser, der Anmut des Weines, dass man ihn am liebsten nicht mehr los oder gehen lassen möchte. Nach dem unvermeidlichen leeren des Glases und letztendlich der Flasche tritt ein Gefühl der Sehnsucht ein. Nicht der Rausch ist das Objekt der Begierde, nein, dieses gemeinsame Miteinander, dem Zustand des perfekten vinophilen Moments wird nachgetrauert. Begleitet wird dies alles durch Reaktionen von ungläubigem Kopfschütteln, über Gänsehaut bis hin zu Honigpferd-artigen Lachmuskel-Konstellationen im Gesicht des Betroffenen. Wein berührt die Seele. Der 2006er Werlitsch Ex Vero III hat meine berührt. Tief und Nachhaltig. Weiterlesen

Bring Zeit mit: 3x 2013 Barth Riesling GG

2013_barth_riesling_gg

(NM) Traditionell um diese Jahreszeit kloppen sich die Deutschen Weinschreiber und Weinkritiker aus allen Lagern wieder primär um ein Thema: Die Großen Gewächse (GG’s) aus dem Vorjahr. Neben Jahrgangsvergleichen (schmeckt wie 2004 mit dem Schmelz von 2007 und der Säure aus 2010) und revidierten Jahrgangsprognosen (nach 4 Wochen auf der Flasche erinnert er mich doch mehr an 2008 mit dem Druck aus 2009) gleicht die Krönung der besten GG’s einer Suche nach dem heiligen Gral. Traditionalisten feiern die Würze und Tiefe der Rieslinge aus dem Roten Hang, Puristen das Schiefer-Spiel der Mosel und Spontan-Gär-Jünger den Funk und Staub einiger Weingüter der Nahe-Fraktion. Bewertet wird bunt zwischen End-Achtzig und Mitte-Neunzig Punkten. Fokussiert wird sich auf die Lagentypizität und des Winzers Händchen. Doch in wie weit beeinflusst das persönliche Geschmacksideal die schmeckbare Qualität? Zusammengefasst: Es geht drunter und drüber im Bewertungs-Jungle rund um das Thema Große Gewächse. Doch wer nimmt sich wirklich Zeit, diese komplexen Weine in ihrer Jungendlichkeit im Detail zu analysieren?

Wir. Ziehen wir mal wieder die Bremse und schauen uns die drei Riesling GG’s vom Weingut Barth aus dem Rheingau (wieder)einmal etwas genauer an. Mir persönlich gefällt der Stil des Weingutes über die Jahre betrachtet sehr gut. Mark Barth und sein Schwiegervater Norbert schaffen es eine klare und nachvollziehbare Lagen-Typizität herauszuarbeiten und dabei die persönliche Handschrift den Weinen mit auf den Weg zu geben. Rückblickend betrachtet findet sich ein roter Faden in den Wein Charakteristika der einzelnen drei Großen Gewächse wieder. Doch das Weinjahr 2013 war alles andere als einfach. Schaffen es die beiden auch dieses Jahr, die Lagen in ihrem Auftrag sprechen zu lassen? Schauen wir einmal nach. Weiterlesen

Winzersekt auf der Überholspur: Weingut Braunewell

Schnell leer: Braunewell Francois Sekt

(NM) Dass sich deutscher Spätburgunder im internationalen Vergleich auf der Überholspur befindet, hat sicher auch der letzte Mohikaner schon mitbekommen. Doch seit einiger Zeit sprießen immer mehr ambitionierte und vor allem hochwertige und eigenständige Deutsche Winzersekte wie Trüffel aus dem Boden. Neben bekannten und geschätzten Weingütern wie Raumland, Barth, Breuer, Winterling, Wilhelmshof oder Bordong stürmen immer mehr ursprünglich “nicht Sekt” Betriebe mit feinen zweifach vergorenen Schaumweinen den Markt. Wir starten hiermit eine kleine Serie der “2ten Reihe” Sektbetriebe, die es lohnt deutlich mehr ins Rampenlicht zu stellen.

Indirekt haben wir mit dem Chardonnay Brut von dem Weingut Stachel im Frühjahr dieses Jahres damit angefangen. Weiter geführt wird die Serie nun mit den zwei Spitzensekten des Rheinhessischen Weingutes Braunewell. Dieses 18 Hektar Weingut aus Essenheim im Selztal richtete durch einige nationale Erfolge bei Riesling und Sauvignon Blanc Vergleichen und dem Gewinn des Vinum Rotweinpreises für ihren Francois St. Laurent schon einige Scheinwerfer auf sich. Durch die Söhne Christian und Stefan Braunewell kommt dazu eine gehörige Brise frischer Wind in das seit den 1960er Jahren bestehende Weingut. Vermeintliche Grenzen wurden durchbrochen und sich auch im Bereich der Maischevergorenen Weißweine erfolgreich ausgetobt. Ganz nach meinem Geschmack. Weiterlesen

Stifte raus, aufschreiben: 2012 Bietighöfer Sauvignon Blanc GR

2012_bietighoefer_SB_GR

(NM) Sauvignon Blanc. Längst in der Deutschen Weinwelt angekommen, tut es sich diese Rebsorte besonders schwer, in Deutschland qualitative Spitzen zu erreichen. Nur einige wenige Winzer trauen sich den nächsten logischen Schritt – weg vom “fruchtigen Sommerwein” aus dem Stahltank und hin zu dem komplexen, tiefgründigen und mit Reifepotential versehenen Spitzengewächsen – einzuschlagen. Stilistisch suchen wir auch immer noch unseren eigenen “deutschen” Sauvignon Blanc Stiefel, gelegen irgendwo zwischen Typ Stachelbeer-Mango-Maracuja aus Neuseeland und Gras-Paprika-Brennesel-Feuerstein von der Loire. Zwischen all diesen Selbstfindungs-Weinen darf ich euch heute einen der besten deutschen Sauvignon Blanc vorstellen, den ich bis dato im Glas hatte: 2012 Bietighöfer Sauvignon Blanc GR Weiterlesen

VDP Grosse Gewächse 2013: Mittelrhein und Rheingau – erste Notizen

Kurhaus Wiesbaden - VDP.GROSSE GEWÄCHSE Vorpremiere 2014

(PT) Wiesbaden. Kurhaus Kolonaden. Schluss für heute. Nach dem Verkosten und ausspucken von 115 Rieslingen fühlt sich mein Mund wie frisch gebeizt / gekalkt oder so ähnlich an. Warum? Weil der 2013er Jahrgang Säure hat (und ich steh drauf). Warum 115 Rieslinge? An einem Tag? Weil es hier nicht um “einfache” Rieslinge geht. Und sich diese Chance nicht jeden Tag beitet. Im Gegenteil. Es geht um die Spitze Deutschlands: Dank dem VDP und Dirk Würtz darf ich dieses Jahr bei der zweitägigen VDP.GROSSE GEWÄCHSE Vorpremiere teilnehmen. Um mich herum die dezimierten Reihen der Verkoster. Nicht wenige sind schon zum Feierabendbier aufgebrochen. Ein leicht weinseeliges Gemurmel umgibt mich und die ausgesprochen zuverlässigen Helfer rennen sich beim Weinservice die Hacken wund. Vor mir ein Prälat Riesling. Der erste Wein, der heute nicht mehr ausgespuckt wird. Das wird mein Feierabend-Reisling – aber erst wenn dieser Artikel veröffentlicht ist.

Kurhaus Kolonaden - VDP.GROSSE GEWÄCHSER Vorpremiere 2014

Grosse Gewächse. VDP: Für manche kryptische Begriffe. Für Weinfans & Winzer schon fast mystisch klingende Ziele. Der VDP – Verein deutscher Prädikatsweingüter (ein Zusammenschluss von ca 200 deutschen Weingütern) sieht sich als qualitative Spitze der deutschen Weinbereitung an. Mit der internen Qualitätphilosophie hat der VDP nach Vorbild der Lagenklassifizierung des Burgunds deutliche Akzente hin zum Spitzenwein definierter Herkunft gesetzt und vielen Winzern (auch “nicht-VDPlern) eine klare Richtung vorgegeben. Ganz nach dem Motto: “Umso enger die Herkunft desto höherwertiger / besser der Wein” – stimmt das auch in dem anspruchsvollem Jahrgang 2013?

Der erste Tag bestättigt meinen Eindruck von der Mainzer Weinbörse: Der 2013er Jahrgang trennt die Spreu vom Weizen: Winzer die handwerkliche Top-Arbeit im Weinberg geleistet haben, konnten auch spannende, reife Weine erzeugen. Es ist kein Jahrgang für “Blockbuster”- Trinker. Er erinnert an 2008 und 2010. Interessanterweise machen Weine dieser Jahrgänge derzeit richtig Spass (die guten).

Daher muss auch gesagt werden, dass die jetzige Beurteilung nur ein erster Eindruck ist. Wie so oft wird die Zeit zeigen, wohin die Reise gehen wird. So viel sei gesagt: Die guten Qualitäten des 2013ers werden sich wohl über längere Zeit gut entwickeln.

Arbeitsplatz für zwei Tage - VDP.GROSSE GEWÄCHSE Vorpremiere 2014

Mittelrhein

Am Mittelrhein hat Ratzenberger mit zwei völlig unterschiedlichen Weinen die Nase vorn: Der St.Jost wirkt schon beinah schmelzig (trotz des schlanken Jahrgangs) wo hingegen die Wolfshöhle erdig wirkt und mich an Ton und positiv herbe Aromatik/Phenolik erinnert.

Rheingau

Im Rheingau fallen drei Gruppen von Winzern / Weingütern auf:

Die Revoluzer (ja, gerade im Rheingau darf man das sagen) wie Achim von Oettinger und Weiterlesen

FlaschenWeise – ist Wein in Gesellschaft besser oder die Gesellschaft mit Wein besser?

Schöner Hausen Pankow Sonnenblumen

(PT) Schmeckt Wein in sympathischer Gesellschaft besser? Oder wird die Gesellschaft mit gutem Wein besser? Oder der Verlauf des Abends? Oder liegt es vielleicht an der Menge der verkosteten Weine? Fragen über Fragen, die wohl nur durch praktische Feldstudien beantwortet werden können.

Dazu hat uns Frank vom Berliner Weinpilot einen Gastbeitrag zu der sympathischen Idee “Flaschenweise” geschickt. Unterstütz durch Bilder von Andreas Gregor. Auf geht es:

LOGO_SPASS_3

FlaschenWeise – neues vinophiles Format gestartet

Am vergangenen Freitag habe ich den Auftaktevent einer neuen vinophilen Veranstaltungsreihe im Berliner Osten miterleben dürfen und kann nur sagen: Ein gelungener Auftakt! Eingeladen hatten die Weinfreunde Berlin, eine Gruppe von Weinenthusiasten, und der Klub der Vinonauten, das ist vor allem der Berliner Sommelier Ralph Martin. Dieser verantwortet maßgeblich das Weinsortiment der Lokation, in dem das Ganze stattfand und auch künftig jeden 1. Freitag im Monat stattfinden soll: dem „Schöner Hausen“. Nur wenige Schritte von der ehemaligen Zonengrenze entfernt, im äußersten Pankower Westen und also eigentlich schon fast im Wedding, verkauft Viola Westphal seit etwa einem Jahr Dinge, die das „Hausen“ schöner machen: neben Weinen aus Deutschland und Frankreich Feinkost, Kaffee, Naturkosmetik und Wohnaccessoires.

IMG_1637

Flaschenweise en detail

Nun aber genug der Vorrede: „FlaschenWeise“ ist eine Veranstaltungsform, wie jeder sie aus dem privaten Freundeskreis kennt – „Jeder, der Lust und Laune hat mitzumachen, bringt einfach eine Flasche Wein seiner Wahl mit, sowie die dazugehörige Geschichte Weiterlesen

Wir müssen über Säure reden: 2012 Cantina Della Volta Lambrusco di Sorbara “Rimosso”

2012_cantina_della_volta_rimosso

(NM) Schon wieder Lambrusco? Ja, schon wieder Lambrusco. Mich hat das Lambrusco-Fieber gepackt. Nach dem Lini910 von letzter Woche wollte ich wissen, was im Bereich Lambrusco so möglich ist. Und da ich großer Freund des Unbekannten und Herausfordernden bin, gibt es mit 2012 Cantina Della Volta Lambrusco di Sorbara “Rimosso” nicht nur einen der ersten 3 Gläser Gambero Rosso Lambrusco ins Glas, sondern auch vielleicht den vinifizierten Inbegriff des Lambrusco di Sorbara. Doch eins nach dem anderen. Wer kennt sich denn schon überhaupt mit Lambrusco aus? Hier ein kleiner Überblick zum Thema.

Als erstes: Lambrusco bezeichnet nicht nur den Wein, sondern ist auch der Name der Rebsorte aus der Lambrusco ausschließlich vinifiziert wird. Weiterlesen

Weg mit den Voruteilen: Sauft mehr Lambrusco!

labrusca_lini910_rosso_secco

(NM) Bei passionierten Qualitätsweintrinkern gibt es glaube ich kaum ein Wein-Typus mit so einem schlechten Ruf wie den Lambrusco. Ich gebe offen und ehrlich zu, hätte mir jemand vor 2 Monaten einen trockenen Lambrusco angeboten, ich hätte zu 99% dankend abgelehnt. Lambrusco, die süße Massen- und Billigweinplörre aus der Emilia Romana, welche es kostenlos zur 10€ Bestellung vom multikulturellen Lieferservice dazu gibt. Immerhin stimmt das Preis/Leistung Verhältnis für 0€ – es knallt, macht einen dicken Kopf und passt wunderbar zur schnellen Glutamat Küche. Bis so ein desaströses Image vom Tisch ist, müssen unzählige Lieferdienste heimlich auf Sangria umschulen. Also was tun? Weiterlesen

La Buvette – Weinbar Berlin Rhinower Strasse

La Buvette Weinbar Berlin Rhinowerstrasse Logo

(PT) Weinbars in Berlin – es geht weiter voran: Die sympathische “La Buvette Weinbar” eröffnet diesen Freitag in der Rhinower Strasse.

La Bonne Franquette Berlin Tartar

Aber vorher gab es ein Erschrecken: Jana Posdiech – zusammen mit ihrem Mann Francois Gourdon – die Seelen meines ehemaligen Mittagswohnzimmers “La Bonne Franquette” – eröffnete mir im Dezember letzten Jahres, dass sie den Mittagstisch einstellen werden. Um das Ausmaß dieser Tragödie zu verstehen, muß das großartige Tartar erwähnt werden, mit dem man sich hier auch zur Lunchzeit verwöhnen durfte.

La Buvette Weinbar Berlin

Sichtlich geknickt war Jana nicht. Denn sie hatten bereits einen Idee: Eine kleine, eigene Weinbar. Entspannt, gemütlich und direkt in ihrem Kiez gelegen sollte es werden. Sie fanden eine schöne Location in der Rhinower Strasse 10 / Prenzlauer Berg. Und so entspannt wie die beiden sind, so angenehm unprätentiös klingt die Ankündigung zur Eröffnung:

la-bonne-franquette-jana-posdziech-francois-gourdon

“Bonjour a tous, Weiterlesen

70 gute Gründe in die Pfalz zu fahren: Veritable 14

veritable14

(NM) Dies ist mein dritter Bericht der Weinmesse Veritable. Nach der letztjährigen Krönung zur “Deutschlands schönster Weinmesse” bleibt mir nach oben hin nur wenig Luft, die (erneute) diesjährige Steigerung in Worte zu fassen. Nun, vielleicht sind Worte auch gar nicht das richtige Medium hier, um dieses erlebte “noch eins mehr” zu beschreiben. Da die Veritable nun mal eine Weinmesse ist, lassen wir einfach den Wein sprechen, um dieser Superlative ein Gesicht zu geben.

(Fast) alles beim alten.

Immerhin gab es einige Konstanten zu den letzten beiden Jahren. Das Wetter war genauso herrlich wie in 2012 und 2013 und die Organisation durch Uwe “ich kenn sie alle” Warnecke und Philip “mi casa es su casa” Kiefer ist nicht mehr besser zu machen. 70 Weingüter waren anwesend, dazu Sonnenschein im idyllischen Weingut Aloisiushof in St. Martin direkt am Pfälzer Wald. Ein Shuttle-Service brachte die Besucher direkt vom Parkplatz zum Weingut. Die Gäste hatten 2-Probier-Gläser zur Auswahl (Zalto und Schott-Zwiesel) und es gab den ganzen Tag sehr schmackhafte kleine Häppchen und bestes Mineralwasser. Illy nebst eigenem Barista lieferte feine Espresso und Kaffee-Variationen. Durch die persönliche Anwesenheit vieler Winzerpersönlichkeiten und Unmengen an Blogger-Kollegen, Online Wein Aktivisten und eifrigen Fachhändlern ging der Smaltalk zwischen Spucknapf und Probiertisch nicht aus. Gekrönt wurde das alles durch freien Eintritt für Fachbesucher aus Gastro, Handel und Presse. Das ist so nicht mehr zu toppen – dachte ich zumindest noch letztes Jahr. Weiterlesen

1983-2011: Quo Vadis Charta Riesling?

1983 Weil Riesling Charta

(NM) Wie es um den aktuellen, im Handel befindlichen Charta Riesling steht, zeigte der erste Teil unserer kleinen Rheingauer Charta Serie. Unter großartiger Mithilfe von Mark Barth vom Wein und Sektgut Barth und dem Rheingauer VDP ist es uns gelungen, 16 reife Charta Rieslinge aus den Jahren 2011-1983 an einem Abend an einem Tisch zu versammeln. Herausgekommen ist eine wohl einmalige Retrospektive zurück auf 30 Jahre Rheingauer Charta Riesling und eine einzigartige Gelegenheit das Reife und Alterungsvermögen dieses Riesling Typus genauer unter die Lupe zu nehmen. Quo vadis Charta Riesling? Hier die Antwort. Weiterlesen

Sommer, Sonne, Draußen, Warm, Schön, Herrlich -> Riesling

2013 Franzen "der Sommer war sehr groß" Riesling

(NM) Mit dem Riesling “Der Sommer war sehr groß” vinifizieren Angelina und Kilian Franzen (mittlerweile sind sie nicht nur mit dem Bremmer Calmont, sondern auch miteinander verheiratet) jedes Jahr neben dem Riesling “von den Terrassen” von Mathias Knebel einen meiner “bis 12€” Lieblings Rieslinge der Mosel. Nach dem sich der Hochsommer glücklicherweise ein wenig aus Deutschland zurückgezogen hat, lässt es sich auch wieder in der Sonne mit einem frischen Glas Riesling auf Terrasse, Balkon oder Garten aushalten. Und genau dort liegt auch das Einzugsgebiet dieses Weines: Draußen! Da aktuell ja an jeder Ecke wieder mit dem perfekten Sommer-Wein geworben wird, werfe ich heute einmal den 2013er Franzen Riesling “Der Sommer war sehr groß” als den ultimativen “Draußen-Wein” ins Rennen. Warum? Weil er es ist! Weiterlesen

Rheingauer Kulturgut: Der Charta Riesling

Quo Vadis: Rheingauer Charta Riesling

(NM) Rheingauer Charta Riesling. Für viele außerhalb des Rheingaus ist dieser Wein ein oft belächeltes Gewächs unterhalb der Ersten/Großen Gewächse. Doch war es diese 1984 im Rheingau gegründete CHARTA-Vereinigung, welche den Grundstein für das folgende Erste und Große Gewächs Qualitätssystem legte. Doch wo steht der CHARTA Riesling heute? Und wie präsentiert sich die CHARTA Geschichte nach 30 Jahren lebendiger Vereinigung? Drunkenmonday ging zusammen mit Mark Barth vom VDP Wein und Sektgut Barth und dank der Mithilfe des Rheingauer VDP Verbandes auf Spurensuche rund um das Thema CHARTA Riesling. Quo Vadis CHARTA – heute und damals. Im ersten Teil des Berichtes fokussieren wir uns auf alle aktuelle 2012er CHRATA Rieslinge. Teil 2 wird sich mit dem Reife- und Entwicklungspotential dieser Weine beschäftigen und einen Rückblick bis in das Gründerjahr 1984 liefern. Doch dazu später mehr. Weiterlesen

Nicht das “wie”, sondern das “warum”: MOTIF Fine Art Wine

motif_wein

(NM) Die Sache mit den MOTIF Weinen lief eigentlich ganz einfach ab: Erstkontakt irgendwo bei Facebook (ich glaube sogar über die letzte WineVibes in Berlin), danach sofort nach dem künstlerisch wertvoll anmutenden Stoff gegoogelt. Keine Woche später standen die Weine auf dem Tisch unsere Drunkenmonday Montags Runde in Gießen. Internet und Kathrin Kohl von 225 Liter – Handverlesene Weine sei Dank! Das Projekt “MOTIF Fine Art Wine” und entsprechen auch die Weine stammen aus Österreich, genauer gesagt aus der Südsteiermark. Die Namensgebung von Gschniglt, Gschekat, Dign & co kommt aus dem Südsteierischen Dialektraum und beschreibt mit einem Wort den Charakter des jeweiligen Inhaltes.

motif_wein_02

Im Grunde genommen dreht es sich bei den Motiv Weinen nicht darum “wie” die Weine schmecken, sprich nicht ob Melone, Schmierfett oder links gerittener Damensattel dem Wortgewandten Aromen Jongleur in den Sinn kommen, sondern um das “warum und wann” man die Wein trinkt. Die Zusammenstellung der 6 MOTIF-Weine dient alleine dazu, möglichst viele Situationen abzudecken, wann und wo die Weine getrunken werden können. Betriebsintern wird gerne die Tageszeit und der Ort als Kriterium genutzt, den entsprechenden Wein aufzumachen. In der MOTIF-Wein-Kollektion befinden sich sechs Weine: vier Weiße, ein Rose und ein Roter. Außer den rechtlich vorgeschriebenen Informationen wie Jahrgang und Alkohol ist nichts offiziell angegeben. Keine Rebsorte, kein “zu Käse und Wild”, kein “Aromen von Waldbeeren” etc. Weiterlesen

Wenn Rosso = Brunello = Burgund – Poggio di Sotto

Faszinierend: 2007 Poggio di Sotto Rosso di Montalcino

(NM) Händeringend suche ich nach einem Intro für diese Weinbeschreibung. Wie fängt man am besten an über einen Wein zu berichten, der einem auf Grund seines Charmes, seiner Qualität und Stilistik kaum Zeit zum schreiben lässt? Ich hänge wie paralysiert über dem Glas und rieche und rieche. Ich schaffe es kaum dieses abzusetzen und wenige Wörter zu schreiben. Dieser Wein fasziniert mich von Sekunde 1 an. Ab dem Moment wo ich ihn in mein Glas geschüttet habe und das erste Mal meine zentrale Gesichts-Sensorik in dieses gehalten habe, war es um mich geschehen. Was für ein Duft! Doch über welchen Wein rede ich denn hier wie in Trance? Weiterlesen

Syrah auf dem Kopf gestellt: Pierre Gonon / Saint Joseph

2012_pierre_gonon_saint-joseph

(NM) Da hat man gerade über die Blockbuster Australien Syrah Probe berichtet, da verdreht direkt ein weiterer Syrah vom “anderen Ende der Welt” einem gehörig den Kopf. Passend zu Weinrallye #73 “Wein ohne Schnick Schnack” stelle ich euch heute folgenden Wein etwas genauer vor: 2012 Pierre Gonon Saint Joseph „Rouge“. Gerne wird Pierre Gonon als “das” Aushängeschild der AOC Saint Joseph gesehen. Der Grund hierfür sind keine 96-100 Parker Punkte, sondern die Beständigkeit und das akribisches Arbeiten, mit dem der Weinbau auf der Domaine Pierre Gonon seit zwei Generationen betrieben wird. Hier wird konsequent und ohne Schnick Schnack viel Hand angelegt: Biodynamischer Weinbau, 100% Handlese aller Trauben, reduzierte Erträge von 30-38 HL/HE und Spontangärung mit Weinbergs-eigenen Hefen. Zudem werden die Reben nach der “sélection massale” vermehrt. Nun aber genug Schnick Schnack rund um das Weingut. Hier der Wein im Detail.

Weinrallye 73 - Wein ohne Schnick Schnack

Der 2012 Pierre Gonon Saint Joseph “Rouge” besteht zu 100% aus Syrah. Weiterlesen

Andächtiges Schweigen: Jülg Pinot Noir

2011_juelg_pinot_noir

(NM) Flaggschiff, Icon-Wein, Grand Reserve – wie sie alle heißen – die Top-Weine vieler (auch Deutscher) Winzer haben in der Regel eines gemeinsam: das meiste Holz, den dichtesten Körper, die konzentrierteste Frucht – sprich den meisten “bang for the buck”. Denn wir wissen ja alle: je hochwertiger ein Wein, umso mehr muss es im Esszimmer rappeln. So predigen es zumindest Wein-Konzentrations-Gurus wie Robert Parker oder Michel Rolland. Dass darunter natürlich auch schwer greifbare Wein-Qualitäten wie Eleganz, Finesse oder Leichtigkeit leiden, ist klar. Doch gerade beim Thema Spätburgunder / Pinot Noir ist weniger “Bang for the buck” bekanntlich mehr.

Genau diesen erfreulichen Ansatz fährt auch das Weingut Jülg aus dem Südpfälzischen Schweigen. Quasi-Nachtbar Fritz Becker zeigt schon seit geraumer Zeit, dass aus diesem Fleckchen Deutschland ganz beachtliche Spätburgunder kommen können. Der Kellermeister des Weingutes Jülg – Johannes Jülg – machte über Stationen wie Theo Minges, Weegmüller, Keller, Stodden und Clemens Busch nun zuletzt auch halt im Burgund auf der Domaine des Lambrays. Und so abgedroschen diese Phrase auch klingen mag, die drei von mir verkosteten Spätburgunder von Johannes sind so burgundisch Deutsch, wie es ein Spätburgunder aus unseren Landen nur werden kann. Was das im Detail bedeutet? Lest und überzeugt euch selbst! Weiterlesen

Save the date: 6/7 Juli – Angelo Gaja & die Veritable 14

Angelo Gaja spricht in der Pfalz (c) Gaja

(NM) Zwei Termine die der Wein-affine Fachbesucher im kommenden Sommer auf keinen Fall verpassen sollte! Am 6 und 7. Juli 2014 bekommt das beschauliche Pfälzer Hinterland gleich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Besuch vom Barbaresco Großmeister Angelo Gaja! Kostenfrei aber Anmeldepflichtig spricht er am Sonntag den 6. Juli im Saalbau in Neustadt/Weinstraße. Hier der Pressetext vom Veranstalter Uwe Warnecke:

Angelo Gaja – Kultwinzer aus Italien – wird am Sonntag, den 6. Juli von 14.30 bis 16.30 Uhr im Saalbau in Neustadt/Weinstraße einen Fachvortrag halten. Gaja ist einer der weltweit angesehensten Barolo- und Barbaresco – Produzenten. Er hat in Alba, Montpellier und Turin Weinbau und Wirtschaft studiert und trat 1961 mit gut 20 Jahren in das Familienunternehmen ein. In Neustadt spricht er über die Philosophie seines Hauses und die Situation des italienischen Weinbaus. Als Dolmetscher wird Willi Klinger – Geschäftsführer der ÖWM – fungieren.

Lassen Sie sich die seltene Gelegenheit nicht entgehen Signor Gaja persönlich zu erleben! Die Teilnahme ist für Sie kostenfrei. Bitte melden Sie sich lediglich unter dem folgenden Link zu dem Fachvortrag an:

http://www.pfalz.de/pfalz/akkreditierung

Veritable 14 - Deutschlands schönste Weinmesse?

Am darauf folgenden Tag (Montag der 7.Juli) wird Signor Gaja auch mit seinen Weinen auf meiner Lieblings-Weinmesse “Veritable” im Pfälzer St. Martin vertreten sein. Auch hier ist der Eintritt kostenfrei und Fachbesucher können sich unter http://veritable.info/ registrieren und sich von dem sensationellen Winzer-Lineup überzeugen lassen. Neben Gaja werden dieses Jahr auch internationale Größen wie Chateau Montalena, F.X, Pichler, Sassicaia und Vinedo Chadwick das erste Mal dabei sein. Dieses Event sollte man auf keinen Fall verpassen!

Rückblicke auf die letzten zwei Veritable Messen findet ihr hier:
Mit Liebe im Detail – Veritable 12
Deutschlands schönste Weinmesse*: Veritable 13

Die wunderbare Welt von La Louviere

la_louviere

(NM) Es gibt Weingüter auf diesem Planeten, die lassen mit ihren Weinen, ihrer Philosophie und ihrem künstlerichen Charme eine leichte Märchenhaftigkeit in so manchem Konsumenten aufkeimen. Natürlich ist dies alles nur Fiktion, aber man kann der Domaine La Louviere durchaus eingestehen, dass sie in ihrer Gesamtheit die Ernsthaftigkeit des Weinbusiness geschickt verdrängt. Von außen betrachtet ist das Konzept mehr als stimmig: Die Hierarchie eines Wolfsrudels, verknüpft mit Menschlichen Herrschaftsbedürfnissen, verpackt in zauberhaft etikettierten Weinflaschen. Das alles aus einem Weinbaugebiet ohne Prunk, Prestige und Vorschusslorbeeren, wo Winzerhandwerk noch vor Massenkompatibilität steht. Die wunderbare Welt von La Louviere: authentisch, klar strukturiert, hübsch anzusehen und ganz schnell ganz nah am Herzen gelegen – und das alles irgendwo aus dem Hinterland Südwest Frankreichs.

Apropos Hinterland: die AOC Malepère liegt im westlichen Languedoc, Südlich der Stadt Carcassonne. Dort residiert die Domaine La Louviere. Laut Wikipedia umfasst die Region etwa 620 Hektar Rebfläche verteilt auf 39 Gemeinden. Seit 2007 dürfen die Rot- und Roseweine der Region unter der Herkunftsbezeichnung Appellation d’Origine Contrôlée (kurz AOC) verkauft werden. Die Weißweine laufen weiter unter Côtes de la Malepère. Die zugelassenen roten Rebsorten für dieses Gebiet sind Merlot (mind. 50%), Cabernet Franc und Malbec. Weißweine werden nicht durch die AOC reguliert, doch wird primär Chardonnay, Sauvignon Blanc, Viognier, Chenin Blanc und Mauzac in der Region angebaut. Obwohl das Gebiet zwar geographisch zu dem Languedoc gehört, geht es dort deutlich rauer, windiger, kühler und kantiger im Vergleich zu den Küstenregionen zu. Ganz deutlich schlägt sich dies in den extrem langen Reifeperioden nieder. Wenn Ende Oktober/Anfang November an der Küste schon Jungweinfest gefeiert wird, kann in Malepere noch die eine oder andere Parzelle Malbec gelesen werden. In den Ausläufern der Pyrenäen liegen die Weinberge bis zu 700 Meter hoch und beinhalten extrem diverse Bodenformationen, was der Grund dafür ist, warum das Einzellagen-Prinzip hier absolut keinen Sinn macht.

Ich möchte euch 5 Weine des Weingutes La Louviere heute hier vorstellen. Zweimal Weiß und dreimal Rot. Den ausgezeichneten Schaumweinen der Domaine, den “Crémant de Limoux”, werde ich mich in einem separaten Artikel noch einmal widmen. Vorhang auf für die wunderbare Welt von La Louviere.

Weiterlesen

Dom Pérignon Plénitude P2-1998 – Is a new Star born?

Dom Pérignon’s “Power of Creation”

Dom Perignon Plenitude P2-1998 BEAUTYSHOT_HD

(PT) Dom Perignon. Wie kein anderer steht dieser Name ikonenhaft für Champagner. Für DEN Prestige-Champagner. Der Aufsstieg des Labels “Dom Périgon Champagner”, ist in der  Weinwelt beispiellos. Genau genommen ist Dom Pérignon eine Marke aus dem Moet & Chandon Haus welches durch geschickte Vermarktung im Rahmen des LVMH Luxusgüterkonzerns auf allen Weinkarten der Restaurants, im Handel, aber vor allem in den Clubs der Welt zu finden ist.

Ganz nach James Bonds “Die Welt ist nicht genug” erhält die Dom Pérignon Familie – derzeit aus dem Dom Pérignon, Dom Pérignon Rose und Dom Perignon Oenothèque bestehend, Verstärkung: Dom Pérignon Plénitude P2 1998

Dom Pérignon Plénitude 2 – The Peak of Energy Expression

Dom Perignon Plenitude P2-1998 EnergyAtItsPeak_HD

Plénitude? Spitze der Energie Expression? Wird hier ein bissl dick aufgetragen? Das kann man nur durch die Verkostung herausfinden – Weiterlesen

Fünf JAHRE Drunkenmonday Weinblog 4/5: Unsere 5 emotionalsten Wein “Momente”

Fünf JAHRE Drunkenmonday Weinblog 4/5: Die spannendsten Drunkenmonday Momente

(NM+PT) Viel haben wir in den letzten 5 Jahren des Wein-bloggens erlebt, erfahren und er”trunken”. Heute möchten wir euch die 5 emotionalsten und intensivsten Momente dieser Zeit etwas näher bringen. Die Auslöser dafür sind in jedem der 5 Fälle selbstverständlich die besonderen Weine, doch möchten wir den Winzer-Persönlichkeiten hinter diesen mit dem Artikel den Dank und die Anerkennung zollen, die sie mehr als verdienen. Hier nun unsere 5 emotionalsten Wein-Momente, basierend auf Ehrfurcht, Staunen oder einfach nur ungefilterter vinophiler Glückseligkeit. Viel Spaß! Weiterlesen

Kult-Shiraz aus Australien: Blindprobe Grange, Hill of Grace, Knipser, Ziereisen und Konsorten

australien_shiraz8

(NM) Es war einer dieser Proben welche man so schnell nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Der passionierte Wein-Netzwerker Uwe Warnecke hatte zur großen Shiraz Probe geladen. Das “Beste” aus Australien vs. einige Piraten aus der alten Welt. In Uwes Anschreiben lockten so glorreiche Namen wie Henschke’s Hill of Grace, Penfold‘s Grange, Glaetzer Amon Ra, Clarendon Hills Astralis, Torbreck’s Run Rig und viele mehr. Allesamt mit etwas Reife auf dem Buckel. Von 1991 bis 2005 war da alles vertreten. Was für eine Möglichkeit hier gleich zwei offene Fragen mit einer Probe zu beantworten: Sind die großen Shiraz aus Australien wirklich alle die überreifen und fetten Frucht-Monster für die sie alle halten und – viel wichtiger vielleicht noch – wie reifen diese Weine? Es sollte ein Denkwürdiger Abend werden, soviel vorab, vor allem auch auf Grund der in das Feld gestreuten Piraten-Shiraz aus der alten Welt.

Um die Probe so authentisch wie möglich wiederzugeben, beschreibe ich hier jeden einzelnen der 9 Flights mit meinen kurzgefassten Notizen und Bewertung. Jeweils drei Weine wurden pro Flight vorher von Uwe thematisch zusammengestellt (in Summe also 27 Weine). Alles wurde blind ausgeschenkt! Die Reihenfolge der Weine stellte sich später als exzellent heraus, obwohl dies bei so vielen kräftigen Rotweinen immer eine Herausforderung für alle Sinne ist. Mein finales Ranking aller Wein gibt es am Ende des Artikels. Here we go. Weiterlesen

Fünf JAHRE Drunkenmonday Weinblog 3/5: Die 10 beliebtesten Artikel!

Happy Birtthday! 5 Jahre Drunkenmonday Weinblog!

(NM+PT) Die 5 Jahre Drunkenmonday-Feier-Beitrags-Serie geht weiter! Sage und schreibe 475 Artikel wurden in den letzten Jahren auf Drunkenmonday veröffentlicht. Zum 5 Jährigen Blogjubiläum haben wir einmal die Report-Fee gefragt, welche unserer Artikel die meist gelesenen in dieser Zeit waren.

Hier nun die 10 beliebtesten Artikel seit dem Bestehen des Drunkenmonday Weinblogs: Weiterlesen

Gerd Rindchen bei Nachgefragt @drunkenmonday.de

Gerd_Rindchen

(PT) Studium? Lieber Wein. Das dachte sich Gerd Rindchen mit 24 Jahren und schmiss sein Studium hin. Mit dem VW Bus holte er Weine aus der Pfalz und Frankreich direkt vom Winzern. Heute ist er einflußreicher und hochdekorierter Weinhändler in Hamburg – weit über die Hansestadtgrenzen hinaus bekannt und erfolgreich. Der Bonvivant ist nicht nur mit einer feinen Nase und unterhaltsamen Schreibe gesegnet. Er ist auch ein begnadeter Netzwerker. Wie kein anderer versteht Gerd es, den Zeitungen und Verlagshäusern Deutschlands besten Wein ans Herz zu legen – davon profitieren Leser & Winzer gleichermaßen. „Ich finanziere nicht das Lotterleben dekadenter Adeliger, indem ich ihnen überteuerte Weine abkaufe. Ich rette gute Weine und huldige dem Winzer.“ Wir freuen uns, euch den sympathischen Gerd Rindchen bei Nachgefragt @ drunkenmonday.de zu präsentieren:

Gerd_Rindchen_am_Tisch

Die Regel sind klar: Unsere Fragen in normaler Schrift, die Antworten von Gerd in fett.

Wer bist du & was machst du?

Ich handele seit 1977 (erst neben- dann hauptberuflich) mit großer Leidenschaft mit Wein (damit war ich immerhin 2011.12, 13 und 14 Weinhändler des Jahres), schreibe nebenher Bücher und Artikel und esse und trinke und genieße sehr gerne. Daher mache ich auch nicht unbedingt „Bella Figura”.

1.) Trinkt mehr Riesling!

2.) Weltuntergangszenario: Meine letzte Flasche Wein wäre ein grandioser Pinot Noir aus dem Burgund. Weiterlesen

Fünf JAHRE Drunkenmonday Weinblog 2/5: Die Nachgefragt @Drunkenmonday Favoriten

Fünf JAHRE Drunkenmonday Weinblog 2/5: Die Nachgefragt @Drunkenmonday Favoriten

(PT+NM) Wie letzten Montag versprochen, kommt hier der zweite von fünf Geburtstags-Artikeln. Unsere Nachgefragt @ Drunkenmonday Serie hat sich schnell zu einem wahren “Publikums- bzw Leserliebling” gemausert und darf daher bei unseren Geburtstags-Feiereien nicht fehlen. Wir haben in den Blogtiefen gegraben und euch eine Auswahl zusammengestellt – viel Vergnügen:

Jancis Robinson – Die Instanz

Jancis Robinson zu Gast bei Nachgefragt @ Drunkenmonday Weinblog

Jancis Robinson (Master of Wine) – DIE Weinjournalistin schlechthin und Autorin des Standartwerkes “The Oxford Companion to Wine”


Generationen von Sommelieres, Weinhändlern und Winzern haben durch ihre Weiterlesen