Gerd Rindchen bei Nachgefragt @drunkenmonday.de

Gerd_Rindchen

(PT) Studium? Lieber Wein. Das dachte sich Gerd Rindchen mit 24 Jahren und schmiss sein Studium hin. Mit dem VW Bus holte er Weine aus der Pfalz und Frankreich direkt vom Winzern. Heute ist er einflußreicher und hochdekorierter Weinhändler in Hamburg – weit über die Hansestadtgrenzen hinaus bekannt und erfolgreich. Der Bonvivant ist nicht nur mit einer feinen Nase und unterhaltsamen Schreibe gesegnet. Er ist auch ein begnadeter Netzwerker. Wie kein anderer versteht Gerd es, den Zeitungen und Verlagshäusern Deutschlands besten Wein ans Herz zu legen – davon profitieren Leser & Winzer gleichermaßen. „Ich finanziere nicht das Lotterleben dekadenter Adeliger, indem ich ihnen überteuerte Weine abkaufe. Ich rette gute Weine und huldige dem Winzer.“ Wir freuen uns, euch den sympathischen Gerd Rindchen bei Nachgefragt @ drunkenmonday.de zu präsentieren:

Gerd_Rindchen_am_Tisch

Die Regel sind klar: Unsere Fragen in normaler Schrift, die Antworten von Gerd in fett.

Wer bist du & was machst du?

Ich handele seit 1977 (erst neben- dann hauptberuflich) mit großer Leidenschaft mit Wein (damit war ich immerhin 2011.12, 13 und 14 Weinhändler des Jahres), schreibe nebenher Bücher und Artikel und esse und trinke und genieße sehr gerne. Daher mache ich auch nicht unbedingt „Bella Figura”.

1.) Trinkt mehr Riesling!

2.) Weltuntergangszenario: Meine letzte Flasche Wein wäre ein grandioser Pinot Noir aus dem Burgund. Weiterlesen

Fünf JAHRE Drunkenmonday Weinblog 2/5: Die Nachgefragt @Drunkenmonday Favoriten

Fünf JAHRE Drunkenmonday Weinblog 2/5: Die Nachgefragt @Drunkenmonday Favoriten

(PT) Wie letzten Montag versprochen, kommt hier der zweite von fünf Geburtstags-Artikeln. Unsere Nachgefragt @ Drunkenmonday Serie hat sich schnell zu einem wahren “Publikums- bzw Leserliebling” gemausert und darf daher bei unseren Geburtstags-Feiereien nicht fehlen. Wir haben in den Blogtiefen gegraben und euch eine Auswahl zusammengestellt – viel Vergnügen:

Jancis Robinson – Die Instanz

Jancis Robinson zu Gast bei Nachgefragt @ Drunkenmonday Weinblog

Jancis Robinson (Master of Wine) – DIE Weinjournalistin schlechthin und Autorin des Standartwerkes “The Oxford Companion to Wine”


Generationen von Sommelieres, Weinhändlern und Winzern haben durch ihre Weiterlesen

Märchenprobe: Magic Meursault aus dem Chardonnay Wonderland

Magic Meursault

(NM) KREISCH! So wird heutzutage großer Chardonnay aus dem Meursault beschrieben. Zumindest in Wein 2.0 Insider-Kreisen in diversen Facebook-Gruppen und in Bezug auf die Weine der Domaine Jean-François Coche Dury. Aus Kostengründen wird in diesem Drunkenmonday Beitrag aber kein Wein der eben beschriebenen Kreisch-Domaine dabei sein. Von Coche Dury ist sowieso immer zu wenig auf dem Markt. Dafür schauen wir uns einmal ein paar andere große Namen der Region Meursault an und entdecken auch einen möglichen neuen Superstar – inklusive detaillierteren Weinbeschreibungen. Versprochen. Weiterlesen

Fünf JAHRE Drunkenmonday Weinblog – Happy Birthday!

Happy Birtthday! 5 Jahre Drunkenmonday Weinblog!

(PT & NM) Danke. Fünf Jahre. Ein halbes Jahrzehnt. Was aus Jux und Tollerei entstand hat Bestand. Der Drunkenmonday Weinblog sagt Danke. Danke an die Leser, Winzer, Kommunikatoren.

Wir möchten mit euch feiern: Ab heute werden wir fünf Montage lang ausgewählte Themen vorstellen. Los geht es mit fünf Menschen denen wir insbesondere danken wollen. Danken dafür, dass sie uns durchaus heute noch inspirieren und anspornen, unsere “comfort zone” zu verlassen:

Weiterlesen

Weingut Stachel – sehr viel Schaumwein fürs Geld!

Viel Bubbles für kleines Geld: 2012 Stacheln Sekte

(NM) Ich gebe ehrlich zu, dass wir uns in der Vergangenheit auf nur wenigen Beiträgen dem Thema Preis/Leistung hier auf dem Blog gewidmet haben. Gerade im Schaumwein Bereich gab es neben grandiosen, aber doch recht hoch gepreisten Champagnern wenig zu berichten. Dieser Zustand ändert sich heute, denn ich habe im Pfälzer Hinterland zwei sensationelle deutsche Winzer Sekte aufgetan. Beide vinifiziert von dem Weingut Stachel in Maikammer.

Die ganz große Bühne des Deutschen Weines hat das Familienweingut Stachel aus dem beschaulichen Maikammer erst einmal betreten. Im Jahr 2012 gewannen sie dem 2010er Stachel Syrah aus dem Maikammer Heiligenberg den Deutschen Rotweinpreis in der Kategorie Internationale Sorten. Und dies zu Recht. Ich konnte den leider auch schon ausverkauften Nachfolgejahrgang dieses Weines kürzlich auf dem Weingut verkosten: Einer “der” großen Deutschen Rotweine, keine Frage. Im Rahmen der Verkostung mit “Junior” Matthias Stachel probierte ich auch unter anderem die Sekte des Weingutes und stieß auf zwei Weine ganz exzellente Vertreter ihres Faches. Dazu für die gebotene Qualität (noch) fast unverschämt günstig ausgepreist. Weiterlesen

August Kesseler bei Nachgefragt @drunkenmonday.de

August Kesseler

(NM) Mittwoch ist wieder Zeit für Nachgefragt@drunkenmonday.de. Heute mit einem der “Kult Winzer” Deutschlands: August Kesseler! Eigentlich braucht man über diesen Mann nicht viele Worte verlieren, denn seine Weine sprechen eine ganz deutliche Sprache. Seit Anfang der 80er Jahren vinifiziert August Kessler in Assmannshausen aus den großen Lagen des Rheingaus mit die größten Rieslinge und Spätburgunder die diese Region, wenn nicht so gar ganz Deutschland je gesehen hat. Seine Rieslinge aus dem Rüdesheimer Berg und rund um Lorch und Lorchhausen sind mit die feinsten und elegantesten Vertreter ihrer Art. Dazu ganz leise, mit Präzision und Spiel, dennoch im Bereich des Großen Gewächs Druckvoll und Lang. Fast schon spielerisch schafft er es Gegensätze getragen von dem Terroir seiner Lagen in die Flasche zu bekommen. Mit den Spätburgundern aus dem Assmannhäuser Höllenberg oder dem Rüdesheimer Berg Schlossberg stehen Jahr für Jahr (sollte es die Witterung zulassen) mit die besten Vertreter dieser Gattung aus Deutschland auf den Weinkarten der großen Restaurants rund um die Welt. August Kesseler war zudem Deutschland weit mit einer der ersten Winzer, welcher Mitte der 80er Jahre den Barrique Ausbau in Verbindung mit Spätburgunder “erforschte” und hier zusammen mit z.B. Bernhard Huber große Pionierarbeit leistete.

Wir sind sehr stolz euch heute und hier die Antworten von August Kesseler bei Nachgefragt @drunkenmonday.de präsentieren zu dürfen. Die Regel sind wie immer klar: Unsere Fragen in normaler Schrift, die Antworten von August in fett.

1.) Trinkt mehr Weiterlesen

I Love Riesling @ ProWein 2014

I Love Riesling @ ProWein 2014

(NM) Bilder sagen mehr als 1000 Worte. Somit widme ich meine Hochachtung dieses Jahr nicht den großartigen Weinen der ProWein 2014, sondern den Menschen hinter diesen Weinen. Der Slogan “I love Riesling” komplettiert die jeweiligen Schnappschüsse und verknüpft das große Bild mit der Passion der abgebildeten Individuen. “I Love Riesling @ ProWein 2014″ : Mein persönlicher Rückblick der turbulentesten Weinmesse der Welt. Südhang auf! (kleines Wortspiel am Rande) Weiterlesen

Dominique Demarville bei Nachgefragt @drunkenmonday.de

Veuve Clicquot Cavee Privee Tasting with Dominique Demarville at The Grand Berlin - © www.kaimueller.eu

(PT) Es geht wieder los: Mittwoch ist Nachgefragt @ Drunkenmonday Tag. Nachdem viele von euch unsere Serie vermisst haben, wollen wir jetzt wieder Gas geben.
Zum Re-Start haben wir direkt ein Highlight: Im Rahmen einer exklusiven “Veuve Clicquot Cave Privée” Verkostung (dazu ein andermal mehr) stellte sich Dominique Demarville – Chef-Oenologe von Veuve Clicquot – persönlich unseren Fragen.

Dominique Demarville - Veuve Clicquot - © www.kaimueller.eu

Und los geht es, die Fragen in normal und Dominiques Antworten in fett:

1.) Drink more Weiterlesen

Meursault aus Neuseeland? Kumeu River Chardonnay

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(NM) Das Leben als Wein-Enthusiast ist ein verrücktes. Die globale Weinwelt offeriert ein Überfluss an interessanten Rebsorten und deren Weine. Welche Rebsorte oder Region gerade intensiv probiert wird, entscheidet nicht selten einfach der Zufall. Und genau dieser brachte mich nach einer großartigen Meursault-Probe (Bericht folgt!) zurück zum Chardonnay. Da mein Weingedächtnis anscheinend noch ganz ordentlich funktioniert, erinnerte ich mich an einen gewissen Hendrik Thoma, welcher in einer seiner frühen “Wein am Limit” Folgen auf das Neuseeländische Weingut Kumeu aufmerksam machte. Und wie es der Teufel so will, sind die Weine des Weingutes Kumeu nun auch in Deutschland über Vinexus verfügbar. Somit war die Mission klar: Kann Neuseeland Chardonnay ähnlich dem aus Meursault sein? Zwei Flaschen wurden besorgt, und los ging der Cross-Kontinentale Chardonnay Vergleich. Weiterlesen

Andi Knauß in: Lemberger G-S-R!

Andi Knauß

(NM) Über Andi Knauß und dessen Weine bin ich das erste mal auf der WineVibes Vol.5 in München gestolpert. Gestolpert im wahrsten Sinne des Wortes, denn mein erster Gang an Andis Stand war mit einer spontanen “Ich bin zu blöd zum laufen” Einlage geschmückt. Potentielle Beule hin oder her, an diesem Abend bin ich noch einige Male zurück an seinen Stand gekommen. Der puristische, trockene, frische und un-pompöse Stil seiner Weine hatte mich absolut in seinen Bann gezogen.

Das Weingut Knauß liegt in Weinstadt im schönen Remstal, östlich von Stuttgart in der Weinbauregion Württemberg. Auf 15 Hektar wird neben Trollinger und Lemberger auch Spätburgunder, Muskat-Trollinger, Riesling, Weißburgunder, Sauvignon Blanc, Grauburgunder, Merlot und Zweigelt angebaut. Der Fokus des Weingutes liegt ganz klar auf naturnahem Anbau, obwohl man nicht ausdrücklich Bio zertifiziert ist. Andi Knauß hat hier die Rolle des Betriebsleiters inner – sprich er ist der Bub für Alles. Weiterlesen

The Bar Market Berlin – Handwerk in flüssiger Form

The Bar Market Berlin - Logo

The Bar Market House - Berlin

The Bar Market Berlin – Welcome to the Bar Market

Von den Machern des Street Food Thursday: Ein Nachtmarkt. Serviert werden handgemachte Drinks von 7 der besten Berliner Mixologen, Brauer und Sommeliers. Jeden Freitag & Samstag im März:

“The Bar Market is Weiterlesen

Terroirtransporter: 2012 Virxe de Galier Godello “Pagos de Galir”

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(NM) Das Weinbauland Spanien ist generell weniger für seine großen Weißweine bekannt. Gut, Barrique ausgebauter Chardonnay bringt im gemäßigten Klima und unter feinfühligen Winzerhänden auch in Spanien durchaus sehr respektable Ergebnisse. Doch das bekommt fast jedes andere Weinbau Land der Welt auch hin. Warum sollte ich also Weißwein aus Spanien trinken? Die Antwort ist ganz einfach: wegen ihrer autochthonen Rebsorten. Sei es der fruchtig-frische Verdejo aus dem Rueda, der würzige Albarino aus dem Rías Baixas (ok, der wächst auch noch in Portugals Norden) oder dem ebenfalls aus Galizien stammenden Godello. Letzter nimmt in Sachen Qualitäts- und Neugier-Faktor für mich ganz klar die Spitzenposition ein. Somit wird es also höchste Zeit, auf Drunkenmonday einen spannenden Wein aus der Rebsorte Godello vorzustellen. De nada: 2012 Virxe de Galier Godello “Pagos de Galir” Weiterlesen

Obsession by Sven Klundt

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(NM) Als Obsession (auch “Besessenheit”) wird Umgangssprachlich eine Leidenschaft oder ein (zu) intensiv betriebenes Hobby bezeichnet. Sven Klundts Obsessionen sind die Rebsorten Weißer Burgunder, Pinot Noir und Riesling. Im Jahr 2009 übernahm Sven das Ruder des elterlichen Weingutes in Landau-Mörzheim und legt seitdem qualitativ die Messlatte kontinuierlich höher. Sein 2012er Kastanienbusch Riesling sprengte mit Platz 7 von 33 Teilnehmern so einige VDP Großen Gewächse beim 2013er Berliner Riesling Cup vom Tisch. Dabei konnte der 12€-Wein blind mit deutlich teureren Riesling GGs locker mithalten. Seit dem ist Sven Klundt einer der Geheimtipps der Deutschen Wein 2.0 Szene. Sein Kastanienbusch Riesling war selbstredend in Nanosekunden nach Veröffentlichung der Ergebnisse ausverkauft. Ich beschäftige mich heute mit der “mittleren” Qualitätslinie des Weingutes Sven Klundt, genauer gesagt mit seiner Obsession für durchaus konsequente Weine. Weiterlesen

Locker machen: Vergleichbarkeit von Weinen.

Vergleichbarkeit von Weinen

(NM) Heute gibt es ein kniffeliges Thema. Eines, welches mir schon lange im Kopf herumschwirrt und regelmäßig in Wein 2.0 zu Diskussionen führt. Es geht um die Vergleichbarkeit von Weinen, bezogen auf ihre Qualität in Verbindung mit den persönlichen Vorlieben. Denn irgendwie kennen wir doch alle die Situation: Ein geselliger Abend, größere Runde, mehrere Flaschen Wein werden aufgemacht, es wird blind verkostet. Keiner kennt alle Weine auf dem Tisch. Die ersten Vermutungen werden ausgesprochen, die Weine in Kategorien gepackt. Persönliche Vorlieben bestimmen, von welchem Wein nachgeschenkt wird, welcher einem persönlich also besser schmeckt. Unterbewusst werden die Weine in unserem Kopf verglichen. “Wein A hat eine super klare Frucht, reifes Tannin, ein wenig Kräuter und Röstaromen, eine tolle Säure – den mag ich den ganzen Abend trinken. Wein B und C sind mir hingegen viel zu üppig und fett. Ihnen fehlt es an Struktur. Sie wirken plump und langweilig – haben aber mit Sicherheit viele Parker Punkte. Nicht meins….” So oder so ähnlich läuft es doch in unseren Köpfen ab. Und was machen wir? Wir vergleichen die Weine. Für uns. Nach unserem Geschmack. Und siehe da: Wein A, kühler Blaufränkisch aus dem Burgendland gefällt mir viel besser wie Wein B und C, einem Primitivo aus Apulien und einem modernen Syrah aus der Toskana. Doch die Gruppe am Tisch ist sich nicht ganz so einig…

Doch darf man diese Weine auf Grund ihrer unterschiedlichen Rebsorten, Regionen, Macharten und Jahrgängen qualitativ vergleichen? Zwei unterschiedliche Thesen hierzu fasse ich hier nun einmal zusammen: Weiterlesen

Riesling aus Italien? DrunkenFranken traut sich

DrunkenFranken hat es wieder getan. Diesmal trauten sich unsere Franken in bisher unbekannte Gefilde: Den heiligen Gral das Weißweins, Riesling – allerdings weder von der Mosel, noch vom Rhein, auch nicht von der Donau. Nein. Südtirol musste es sein. Ob das gut geht?

Südtiroler Weinlandschaft

(CR) Riesling aus Südtirol? “Gibt’s den da?”, fragen sich vermutlich einige. “Muss das sein?” denkt sicher manch einer. Die Antworten: “Ja” und “Berechtigte Frage, aber warum eigentlich nicht?”. Auf der nur etwa 5.000 ha großen Weinanbaufläche Südtirols wachsen tatsächlich mehr als 20 Rebsorten. Ob diese Vielfalt sinnvoll ist, müssen am Ende die Winzer und die Weintrinker beurteilen. Wirklich große Weine können aber nur in bestimmten Lagen und aus für diese passenden Rebsorten erzeugt werden. Für mehr als 20 Rebsorten gibt es in Südtirol vermutlich nicht die passenden Lagen, um große Weine zu erzeugen.

Riesling macht in Südtirol nur etwas mehr als ein Prozent der Anbaufläche aus. Angebaut wird er vor allem im Eisacktal und im Vinschgau. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts kam die Rebsorte in die Region, die damals noch Weiterlesen

Rotwein des Jahres 2013 bei Drunkenmonday

Rotwein des Jahres 2013!

(NM) Die Wahl des Rotweins des Jahres 2013 fiel uns relativ leicht. Erschreckend leicht. Waren es mehr oder weniger 3 Jahrgänge des gleichen Weines, welche uns im Sommer des letzten Jahres teilweise zu Tränen gerührt haben. Es war eine dieser magischen Proben. Man tastet sich mit “kleineren” Weinen der gleichen Rebsorten aus umliegenden Regionen an die “Big Boys” heran. Und schon die vermeindlich “kleineren” Weine kitzeln so manches “mhh” und “wow” aus den Mündern der Verkoster Runde. An solch einem Punkt fragt man sich dann insgeheim, ob die “Big Boys” inklusive der Vorschusslorbeeren ihre Qualität gegenüber des deutlich höheren Preises auch rechtfertigen können. Und dann kommt der Moment, den der Initiator dieser Probe sich als Wunsch heimlich unter das Kopfkissen gelegt hat: Die “Big Boys” stellen nicht nur die “kleinen” Wegbereiter vorher in den Schatten, nein, sie lassen keinerlei Zweifel ihrer Qualität (und Magie!) und strafen uns mit hochemotionalen Gefühlsausbrüchen. Bei einer Weinprobe, wohlgemerkt. Was soll ich sagen, genau diese Situation ist während der Probe unseres Wein des Jahres 2013 eingetreten. Ich erinnere mich heute noch mehr als gerne an diesen Abend zurück, denn er ist für mich der Beweis, dass Wein mehr als nur ein Getränk ist: Er ist Seelenstreichler – mehr als deutlich belegt durch unseren Rotwein des Jahres 2013: Weiterlesen

MAXIM – Weinbar Berlin – Vins & Cochonneries

MAXIM Weinbar Berlin - Grand Opening

(PT) Weinbars in Berlin – es geht voran: Welches Ausmass die “Cochonneries” – französisch für Ferkeleien – in der neuen MAXIM Weinbar in Mitte annehmen werden, wird sich zeigen. Aber einen Vorgeschmack darauf, kann man diesen Freitag bekommen:

MAXIM Weinbar Berlin - Milk me

Nach mehr als einem halben Jahr Vorbereitung ist es endlich soweit: Am 10. Januar 2014, eröffnet Maxime Boillat – französisch-Berliner Club- & Gastro Urgestein – seinen eigenen Laden – das MAXIM in der Gormannstraße 25 in Berlin-Mitte.

Wir haben ihn (auf der “noch” Baustelle) besucht und lassen ihn zu Wort kommen:

MAXIM Weinbar Berlin - Maxime Boillat im Spiegel

“Das MAXIM ist kein Restaurant, auch wenn man dort sehr gut speisen kann, sondern eine Bar, wo der Wein die Hauptrolle spielt. Meistens entscheiden sich Betreiber von Weinbars für eine gewisse Herkunft der Weine, nicht im MAXIM. Herkunft ist kein Thema, wichtiger ist die starke Handschrift eines Winzers. Diese Handschrift finde ich im Augenblick am spannendsten bei den sogenannten Naturweinen (was für ein irreführender Begriff!), deshalb ist das Sortiment vom MAXIM sehr stark davon geprägt, wenn auch nicht ausschließlich.

MAXIM Weinbar Berlin - Weinregal

Für die kleinen Speisen zum Wein freue ich mich, dass sich Hugo de Carvahlo, mit dem ich schon drei Jahren im Restaurant vom HBC arbeitete, dafür entschieden hat, seinen Talent im MAXIM auszuüben. Dank Hugo bekommt das Thema Essen zum Wein eine ganz andere Dimension abseits vom „Käse-Wurst“ Thema, wobei auch der Käse eine wichtige Rolle spielt.

MAXIM Weinbar Berlin - Speisekarte

Ich fühle mich besonders geehrt mit zwei bekannten Affineurs zusammen arbeiten zu dürfen. Den ersten, Bernard Anthony, muss man kaum noch vorstellen. Herr Anthony wurde zum Käsepapst gekürt. Als er damals seine Käse an Präsident Mitterand lieferte, ging sein Siegeszug durch die internationale

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Weißwein des Jahres 2013 bei Drunkenmonday

Weißwein des Jahres 2013 bei Drunkenmonday

(NM) Da ist er. Der erste “Wein des Jahres 2013″ bei Drunkenmonday. Wo wir für 2012 nur einem Wein die Krone aufgesetzt haben, gibt es in 2013 einen Weißwein und einen Rotwein des Jahres. Heute nun der Trommelwirbel in der Kategorie Weißwein. So viel wird vorneweg verraten: Obwohl mich viele 2012er Riesling GG’s in diesem Jahr sehr beeindruckt haben, ist die Wahl für den Weißwein des Jahres nicht auf einen Deutschen Wein gefallen. Einige wunderschöne französische Chardonnays aus dem Burgund ereilte das gleiche Schicksal. Auch aus Übersee und Italien konnte mich kein Weißwein in 2013 so richtig sprachlos machen. Schlussendlich ist es ein Franzose geworden. Getreu unserer “Wein des Jahres”-Tradition aus einer völlig unterbeleuchteten Region kommend – dem Vin de Pays du Gard, einer Appellation im Languedoc zwischen Nimes und den Ausläufern des Rhone-Tales – ist unser Weißwein des Jahres 2013: Weiterlesen

Retro Riesling: 1896 Carl Loewen

2012 Carl Loewen 1896 Riesling

(NM) Im Jahr 2012 entschlossen sich Karl Josef und Christopher Loewen, die Denker und Macher hinter dem Weingut Carl Loewen, ein ganz besonderes und außergewöhnliches Riesling-Projekt zu starten. Basierend auf ihren 1896 gepflanzten Riesling Reben im Maximin Herrenberg keimte die Idee, einen Riesling wie in der Zeit der Reb-Bepflanzung gegen Ende des 19. Jahrhunderts herum zu vinifizieren. Eine alte Korb-Presse aus den 60ern wurde gekauft und sich über die Weinbereitung zu dieser Zeit schlau gemacht. Christopher Loewen, zu Zeit noch in Geisenheim an der FH, übernahm die Umsetzung des Projektes. Für das gesamte Weingut begann eine aufregende Zeit. Weiterlesen

Westhofen calling: Katharina Wechsler

Darf ich vorstellen: Katharina Wechsler

(NM) Würde man sich nur die Bewertungspunkte der beiden in diesem Artikel beschriebenen Weine anschauen, müsste man Katharina Wechsler in einem Atemzug mit den Rheinhessischen Superstars Philipp Wittmann (Weingut Wittmann) – Winzer des Jahres 2014 im Gault Millau -, Klaus Peter Keller (Weingut Keller), Daniel Wagner (Wagner-Stempel) oder Johannes Hasselbach (Weingut Gunderloch) nennen. Doch neben ihrem zauberhaften weiblichen Charme lässt eine Tatsache Katharina aus der Liste der genannten Winzer herausstechen: Sie macht den Job des “Winzers” erst seit 2010. Ihr erster Jahrgang war der 2011er. Zuvor wurde in Berlin der Traum der Weltentdeckung und Selbstfindung gelebt. Stichwort: Medien. Doch plötzlich war die Krise da und es hieß: Zurück zu Papa und Mama – Wein machen. Der Fassweinverkauf wurde auf Flaschenfüllung umgebürstet. Weiterlesen

Der DrunkenMonday Nachwuchs DrunkenFranken lässt die Korken knallen – Teil 2

(PT) Unser Nachwuchs DrunkenFranken legt mit Winzer-Champagner sein Debut hin – hier folgt der zweite Teil:

DrunkenFranken startet mit Winzerchampagner – Teil 2/2

von Christoph Richter, Nicola Naumann und Thomas Plackner

Flight 2 – 100 % Pinot Noir

Champagne Marie-Noel Ledru Cuvée Du Goulte Grand Cru 2007 (ab Hof) ca. €30
Ambonnay, Montagne de Reims; 2 ha

Champagne Marie-Noel Ledru Cuvée Du Goulte Grand Cru 2007

Champagne Marie-Noel Ledru Cuvée Du Goulte Grand Cru 2007

Das ohnehin schon kleine 5 ha große Weingut Marie-Noëlle Ledru schrumpfte 2010 wegen Familienstreitigkeiten auf 2 ha in sich zusammen. Da es auch bestehende Verträge mit Deutz und Pol Roger gibt, die nicht ohne Weiteres gekündigt werden können, bleibt am Ende nur eine Handvoll Flaschen für Privatkunden übrig. Der Weinbau ist extrem naturnah, im Keller wird nahezu nichts gemacht: Spontanvergärung, keine Filtration, man verwendet wenig bis keinen Schwefel. Um den natürlichen Geschmack nicht zu beeinflussen, werden die Weine in Stahl- und Emailletanks ausgebaut und wo sie eine malolaktische Gärung durchlaufen wollen, dürfen sie dies auch tun. Die Basis Cuvées reifen bereits 3 Jahre im Keller, die Jahrgänge fünf Jahre und mehr. Alles wird von Hand degorgiert und mit wenig bis keiner Dosage abgefüllt.

Die verkostete Top-Cuvée des Hauses Champagne Marie-Noel Ledru Cuvée Du Goulte Grand Cru 2007 ist ein reinsortiger Pinot Noir Champagner und stammt aus den Filetstücken der für Pinot Noir berühmten Grand Cru Ortschaft Ambonnay. In der Nase entdeckt man eine dezente Sherrynote, was den Eindruck eines gereiften Champagners vermittelt. Dabei ist 2007 noch kein Jahrgang, der im Moment besonders gereift sein sollte, es ist eigentlich der aktuelle Jahrgang, den die meisten Produzenten aktuell auf dem Markt haben. Im Mund dann aber Entwarnung: eine äußerst vibrierende, lebhafte Säure und Mineralität schießt uns entgegen und putzt den ganzen Gaumen frei, der sich gerade so genüsslich an Käse und Schinken gelabt hatte. Wir sind wieder hellwach und konzentriert! Dieser Champagner ist sicher ein hervorragender Aperitif. In diesem Flight fällt er allerdings etwas aus der Reihe, denn er konnte mit seiner eher zierlichen Art den deutlich kräftigeren Mitbewerbern wenig entgegensetzen.

Champagne Eric Rodez Blanc de Noir ca. €39
Cuvée aus fünf bis sechs verschiedenen Jahrgängen (2000 – 2007), 25% Ausbau im Stahltank, 75% im Holz, 35% mit malolaktischer Gärung, 65% ohne, Dosage: 5 g/l.

champagne-eric-rodez-blanc-de-noir

Champagne Eric Rodez Blanc de Noir

Im Glas fällt die etwas dunklere Farbe auf. Der Duft ist warm und leicht süßlich, die Perlage im Mund sehr dezent. Im Trunk fällt wieder ein sehr kräftiger, fast mächtiger Körper auf. Der Champagne Eric Rodez Blanc de Noir ist sehr Weiterlesen

Süßwein? Trinkwein! 2012 Dautel Gewürztraminer Auslese

Dautel: Klare Sache.

(NM) Süßweine, Dessertweine oder flüssiger Nachtisch. Kaum eine Weinkategorie wird auf Grund ihrer verführerischen Menge an Zucker so in den Himmel gelobt und mit Punkten überhäuft wie Auslesen, Beerenauslesen oder Trockenbeerenauslesen. Doch viele dieser Tropfen leiden nach dem von 9x Punkten getriebenen Kauf an einem bösen Fluch: Jahrzehnte lange Lagerung in den Weinkellern dieser Welt, oder schlimmer, in Ikea-Regalen in den Küchen dieser Welt. Nur getrunken wird das Zeug sehr selten.Der kann 50 Jahre liegen” wirft einem der Weinhändler oder Winzer nach dem Abschluss des meist teuren Kauferlebnisses entgegen. Also wandert die Pulle mit einem “2025+” Schildchen um den Hals ganz nach hinten in den Keller, denn die Suche nach der optimalen Trinkreife gleicht der nach dem heiligen Gral. Aber was genau bedeutet in dem Kontext die optimale Trinkreife? In der Regel ist man fast immer zu früh dran, so spricht zumindest meine Erfahrung als ungeduldiger Weinfreak. Weiterlesen

4,5 Jahre und schon im zeugungsfähigen Alter: DrunkenMonday bekommt Nachwuchs

Vor genau 4,5 Jahren erblickte DrunkenMonday die Welt. Nach 450 Artikeln und der Eröffnung des Hauptstadtbüros freuen wir uns über Nachwuchs: Bei DrunkenFranken haben sich Enthusiasten wie wir für die Erkundung der vergorenen Traubensäfte zusammen gefunden. Hier schildern sie ihre Erlebnisse – Teil 1 mit den Basis Champagner.

DrunkenFranken startet mit Winzerchampagner – Teil 1/2

von Christoph Richter, Nicola Naumann und Thomas Plackner

(CR/NN/TP) An einem Freitag Mitte August 2013 traf sich zum ersten Mal ein neuer Kreis von Weinenthusiasten in Nürnberg, bestehend aus Franken und Nicht-Franken, aber mit dem bezeichnenden Titel “DrunkenFranken”. Die Ergebnisse dieser und zukünftiger Verkostungen der Runde dürfen wir freundlicherweise auf Drunkenmonday veröffentlichen. Vielen Dank dafür, Jungs!

Zum Start von DrunkenFranken haben wir uns direkt ein spannendes und inspirierendes Thema ausgesucht: Winzerchampagner. In zwei Flights (“Flight” nennt man einen Durchgang mit verschiedenen Vergleichsweinen) haben wir jeweils drei Champagner von kleineren, selbst vermarktenden Weingütern der Champagne verkostet.

Flight 1 umfasste Basisqualitäten, die man ab Hof bereits ab ca. €20 bekommt, in Deutschland für etwa €30. Flight 2 beinhaltete höherwertige Champagner, die gänzlich aus Pinot Noir erzeugt wurden. Preislich lagen diese zwischen €30 und €55. Weil es so schön war, haben wir den zweiten Flight noch um einen vierten Champagner erweitert.

Flight 1 – Basis

Champagne Bérèche et Fils Brut Rèserve ca. €28
Le Craon de Ludes, Montage de Reims/Valleé de la Marne, 9 ha., ca. 90.000 Flaschen/Jahr

Champagne Bérèche et Fils Brut Rèserve

Champagne Bérèche et Fils Brut Rèserve

Raphaël Bérèche gehört zu den jungen Winzerpersönlichkeiten, die derzeit in der Champagne für Furore Weiterlesen

Gault Millau Weinguide 2014 – Winzer des Jahres Philipp Wittmann

Es ist soweit: Der neue Gault Millau Weinguide wurde veröffentlicht. Es ist die 21. Ausgabe und freuen wir uns ganz besonders über die “Weinkarte des Jahres” von Billy Wagner, Gastgeber im Rutz Restaurant & Weinbar und auch den Winzer des Jahres Philipp Wittmann vom Weingut Wittmann.

Gault Millau Weinguide Deutschland 2014

Gault Millau Weinguide Deutschland 2014

Wir konnten Philipps Weine bereits auf der WineVibes Hamburg genießen und gratulieren herzlich allen Gewinnern:

Winzer des Jahres: Weiterlesen